Mittwoch, 2. September 2026

Hazelburn 7y 2018/2026 Oloroso Cask Matured

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL


Dies ist mittlerweile die sechste Abfüllung aus der Hazelburn Oloroso Cask Matured Reihe von Springbank, die ich im Glas hatte. Kaum einen anderen Single Malt habe ich bislang über die Jahre häufiger verkostet. Dachte ich schon bei der letztjährigen Abfüllung mit ihren acht Jahren Reifezeit, dass damit hoffentlich der Boden der Verjüngung bei der Reifezeit erreicht wäre, wurde ich dieses Jahr eines Besseren belehrt.

Springbank bringt mit der aktuellen Flasche nur noch sieben Jahre Reifezeit zusammen. Die Tendenz, bei dieser immer noch extrem beliebten Brennerei aus Campbeltown immer jüngere Abfüllungen herauszubringen, scheint damit weiter anzuhalten.

Mit Hilfe der Grafik erkennt man gut die rasante Abwärtsbewegung hinsichtlich Alter der Abfüllungen seit 2023. 2024 kam überhaupt keine Abfüllung heraus. 

Meine anfänglichen Bedenken beim Achtjährigen, er könnte hinsichtlich Geschmack und Geruch zu jung sein, konnte die damalige Abfüllung fast gänzlich zerstreuen. Der Single Malt hatte mich positiv überzeugt und sogar überrascht. Ob dies jedoch auch bei einem nun nochmals jüngeren Malt funktioniert, wird sich zeigen. Grundsätzlich sehe ich es weiterhin problematisch, dass Springbank immer jüngeres „Gemüse“ – zum mindestens gleichbleibenden Preis – auf den Markt wirft.

Aber nun zurück zur diesjährigen Variante. Diese wurde 2018 gebrannt und 2026 mit 47,9 % vol. abgefüllt. Wie bei den Vorgängern ist die Auflage auf 9.000 Flaschen begrenzt und die Reifung erfolgt in Oloroso Casks. Der Hazelburn wird von Springbank dreifach destilliert.


Aussehen
Dunkles Nussholz.


Nase
Die Nase eröffnet deutlich schmutziger und mit mehr Funk als bei seinen Vorgängern, sogar intensiver als beim letztjährigen Achtjährigen. Richtige Schwaden von Maschinenöl und Terpentin wehen einem aus dem Glas entgegen. Heftig, aber auch irgendwie geil. Eine solche Dreckigkeit hatte ich bei einem Hazelburn bislang noch nicht. Zusammen mit maritimen Noten, Salzwasser, Algen und Mineralität glaubt man sich an einen kleinen Fischerhafen versetzt, an dem gerade bei einem alten Fischkutter der Motor überholt wird.

Nach ein paar Minuten Standzeit und etwas Sauerstoffzufuhr verflüchtigt sich der Funk etwas und lässt mehr Raum für die Aromen des Oloroso-Sherryfasses. Neben Pflaumenmus, Rosinen und Trockenfrüchten ist es vor allem eine dunkle Haselnusscreme mit ordentlich Nougat- und Schokoladenanteilen, die nun die Führung im Geruch übernimmt. Eine zarte, fruchtig-säuerliche Note steuern rote Beeren wie Brombeeren und Himbeeren bei.

Die Nase ist durchaus stimmig und für einen Hazelburn Oloroso Cask Matured sehr passend und lecker. Einzig der Alkohol scheint noch nicht zu 100 % optimal eingebunden zu sein. Immer wieder prickelt es in der Nase. Das kann durchaus dem jungen Alter geschuldet sein.


Geschmack
Unverdünnt ist der erste Schluck einerseits cremig, andererseits aber auch etwas dünn. Die Aromendichte hatte ich mir intensiver vorgestellt. Also gleich den nächsten Schluck hinterher. Hm. Es wird besser, aber noch immer nicht optimal. Insgesamt bleibt der Whisky zunächst etwas verhalten.

Zuerst zeigt sich sogar eine angenehme, nicht zu intensive Nougatsüße, die von Pflaumenmus, Zimt, Muskatnuss und Rosinen begleitet wird. Der Funk fällt am Gaumen allerdings deutlich schwächer aus als in der Nase. Dafür lassen sich Noten von Gummiabrieb und Teer erkennen, beinahe auch etwas, das an Torf erinnert.

Danach übernimmt zunehmend die Holzwürze, kurz unterbrochen von einem pikanten Peak, der an geriebenen Ingwer oder rote Chilipaste erinnert. Die Schärfe ist allerdings nur von kurzer Dauer. Anschließend dominieren wieder stärker die Holztöne, begleitet von einer gewissen Herbe und Trockenheit.

Der Alkohol scheint am Gaumen besser integriert zu sein, und auch von der Jugend des Destillats ist hier nur wenig zu spüren.

Fotocredit: whiskybase.com


Abgang
Das Finale beginnt mit einem weiteren kurzen Aufflackern des beliebten Campbeltown Funks. Dazu gesellen sich leicht muffige Holztöne, nicht mehr ganz so saftige Rosinen und etwas Zimt. Insgesamt fällt der Abgang mittellang aus.


Fazit
Man erkennt eindeutig die gemeinsame DNA zu den anderen Vorgängerversionen. Der Funk ist vorhanden, in der Nase sogar sehr deutlich. Auch die typischen Aromen des Sherryfasses sind wieder da, allen voran die wirklich nette Kombination aus Nuss, Nougat und Schokolade. Der Geruch ist, auch wenn der Alkohol beziehungsweise die Jugend des Whiskys immer wieder etwas durchblitzt, absolut im positiven Rahmen.

Am Gaumen finde ich ihn im Vergleich zu den anderen Abfüllungen allerdings doch etwas leichter, wenn nicht sogar dünner. Hier fehlt mir die von mir bei diesen Hazelburns so geliebte, intensive Verbindung aus Funk und den alles andere als stereotypischen Sherryfass-Eindrücken. Grundsätzlich sind diese Aromen vorhanden, aber eben nicht so intensiv, wie ich es erwartet und erhofft hatte. Auch der Abgang war bei früheren Abfüllungen schon einmal länger.

Alles in allem ist dies eine ordentliche Abfüllung, aber leider nicht mehr. Gerade angesichts der sehr gelungenen Vorgänger hätte ich mir von diesem Hazelburn etwas mehr erwartet. Die Nase macht zunächst richtig Spaß und zeigt eine beeindruckende Portion Campbeltown-Funk, am Gaumen fehlt es dann jedoch an der erwarteten Tiefe und Intensität.

Ich hoffe inständig, dass es nun mit dem Verjüngen bei Springbank ein Ende hat und wir bei den kommenden Abfüllungen wieder mit den Jahren der Reifung nach oben gehen.

Dienstag, 25. August 2026

Yoichi 10y 2022

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL


Sieben Jahre hat es gedauert, von 2015 bis 2022, bis Nikka erstmals wieder eine neue Abfüllung mit Altersangabe auf den Markt brachte. Am 26. Juli 2022 erschien die neue Abfüllung des Yoichi 10 Jahre in einer limitierten Version mit 9.000 Flaschen zunächst in Hokkaido, bevor sie am 15. November landesweit in Japan eingeführt wurde. Der alte Zehnjährige wurde damals, wie so viele andere Abfüllungen in Japan, aufgrund der mangelnden Bestände an gereiften Whiskys aus dem Sortiment gestrichen. Nikka selbst bezeichnet die Neuauflage ausdrücklich als erste Abfüllung mit Altersangabe seit sieben Jahren.

Anders als bei einigen älteren bzw. anderen Nikka-Produkten gibt es beim aktuellen Yoichi 10y keine Hinweise auf zugemischten schottischen Whisky. Die verfügbare Quellenlage spricht vielmehr dafür, dass es sich um vollständig in Japan erzeugten Whisky aus der Yoichi Distillery handelt. Mit 45 % Vol. wurde er in der gleichen Stärke wie sein Vorgänger abgefüllt. Bei der Filtration ist die Quellenlage allerdings widersprüchlich: Whiskybase führt die Abfüllung als nicht kühlfiltriert, während einzelne Verkostungsquellen eine Kühlfiltration angeben.

Zur konkreten Fassbelegung ist nicht allzu viel bekannt. Einige Quellen sprechen von einer Kombination aus neuen Eichenfässern sowie Ex-Bourbon- und Ex-Sherry-Fässern. Eine offizielle detaillierte Aufschlüsselung der verwendeten Fässer veröffentlicht Nikka allerdings nicht. Auch die Verwendung von Mizunara-Eiche, wie sie zumindest für ältere Yoichi-Abfüllungen teilweise genannt wird, lässt sich bei der 2022er Neuauflage anhand der verfügbaren Informationen nicht belegen.


Aussehen
Heller Blütenhonig.


Nase
Die neue Auflage des Yoichi 10y liefert einen sehr feinen, eleganten ersten Eindruck, wie man es so oft von japanischen Whiskys kennt. Was die japanischen Master Blender wirklich in Perfektion verstehen, ist das miteinander Vermengen unterschiedlicher Aromenquellen.

Der Rauch ist hier nicht dominierend, sondern liegt vielmehr als leicht aschige Untermalung unter den anderen Aromen. Neben Vanille und hellem Obst wie Birnen, Äpfeln und gelben Ringlotten, inklusive einiger tropischer Früchte wie reifen Bananen und Zitrusfrüchten, erkennt man eine feine Aromatik von Butterkeksen und Kuchen. Zarte Holznoten, die an parfümiertes Sandelholz und Jasminräucherstäbchen erinnern, umgarnen die anderen Düfte.

Die Nase ist sehr harmonisch komponiert. Vom Alkohol spürt man absolut nichts. Ich könnte ewig am Glas riechen.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Wie so oft bei japanischen Single Malts unterscheiden sich die ersten Eindrücke aus der Nase von der Grundcharakteristik im Mund. Trotz der lediglich 45 % Vol. trägt der Alkohol die Aromen kräftig voran. Der Whisky gleitet glatt und cremig in den Mundraum und sorgt für ein angenehmes Mundgefühl.

Im Gegensatz zum Geruch sind im Geschmack gleich zu Beginn mehr Rauch und vor allem Asche zu erkennen. Der Rauch zeigt sich dabei vor allem in Form von aromatischem Sandelholz, abbrennenden Räucherstäbchen und einer mineralischen, leicht schmutzigen Note.

Die würzigen Komponenten kommen nun ebenfalls stärker zur Geltung. Getrocknete Kräuter und leichte maritime Anklänge wie Seetang und Kieselsteine am Strand sind deutlich wahrnehmbar.

Die fruchtige Seite tritt etwas in den Hintergrund. Sie zeigt sich vor allem durch Scheiben getrockneter Bananen, angegrillte Ananasscheiben, helle Pflaumen und Birnenschalen.

Süße ist vernachlässigbar, dafür ist der Geschmack von Vanille während der gesamten Zeit im Mund präsent.


Abgang
In Richtung Abgang wird der rauchige Aspekt mit seiner trockenen Asche immer stärker. Die aromatischen Holzaromen mit Vanille und Banane bleiben ebenfalls noch länger vorhanden. Insgesamt ist das Finale mittellang und wird von den rußigen Noten getragen.


Fazit
Ein sehr eleganter japanischer Single Malt, dem man seine Altersangabe absolut glaubt. Er ist sehr fein komponiert und bietet interessanterweise zwischen Nase und Geschmack durchaus wechselnde Aromeneindrücke.

In der B-Note wäre ich nicht abgeneigt gewesen, wenn im Mund die tolle Fruchtkomposition aus der Nase einen größeren Anteil gehabt hätte. Aber auch die schöne Würzigkeit, allen voran Sandelholz und Räucherstäbchen, wissen mir zu gefallen. Wenn der Preis unter 100 € liegen würde, wäre er ein Kaufkandidat für Japan-Fans.

Mittwoch, 19. August 2026

East Islay 10y - Ragnarøkkr Nr. 11 - Hrimthursar (whic)

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL.

Der elfte Whisky der Ragnarøkkr-Reihe von whic.de, die sich der nordischen Mythologie annimmt, heißt Hrimthursar und zeigt auf dem Etikett einen der sogenannten Frostriesen, die zu den ärgsten Feinden der Götter in der nordischen Saga zählen. Als passender Single Malt wurde ein zehn Jahre alter Raucher aus einer unbekannten East-Islay-Brennerei ausgewählt.

Im Osten der Insel Islay liegen aktuell die Brennereien Caol Ila, Bunnahabhain und als jüngste Brennerei vor Ort Ardnahoe. Ardnahoe kann man ausschließen, denn dort gibt es noch keinen so alten Whisky. Von Caol Ila und Bunnahabhain gibt es zahlreiche unabhängige Abfüllungen. Von beiden Brennereien hatte ich bereits einige Whiskys mit ähnlichem Alter und einer Reifung in einem Weinfass im Glas. Die Destillate beider Brennereien funktionieren mit dieser intensiven Art der Reifung in der Regel sehr gut, wobei für mich Caol Ila sogar eine Spur besser damit umgehen kann.

Von dem Einzelfass wurden 297 Flaschen mit 52,5 % Vol. ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltration abgefüllt.


Aussehen
Rötliches Kupfer


Nase
Ein intensiver speckiger Lagerfeuerrauch trifft auf süßes Beerenkompott mit Brombeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren, das in einem tiefen gusseisernen Topf am Lagerfeuer auf einem Kieselstrand vor sich hin köchelt. Der erste Eindruck ist eine nette Verbindung aus kräftigen Rauchnoten von Holzfeuer und maritimen, mineralischen Eindrücken mit einem Hauch Meeresluft. Die süßen Fruchtaromen schmiegen sich wohltemperiert an das rauchige Profil an.

Hinter der süß-rauchigen Kombination verbirgt sich nach ein paar Minuten noch frisch gebackene Brioche und getoastete Brotscheiben mit getrockneten Kräutern.

Die knapp 52 % Alkoholstärke sind fein integriert.

Fotocredit: whic.de


Geschmack
Leckerer BBQ-Rauch mit geräucherten Speckaromen und nun doch etwas mehr Aschenoten sowie das aus der Nase bereits so intensive fruchtige Beerenkompott bekommen einerseits Unterstützung durch eine Karamellcreme mit Vanille und andererseits durch eine angenehme Würze mit gleichzeitiger Schärfe von eingelegtem Ingwer und Wasabipaste.

Die Süße und Frucht geht zügig in eine herbe Bitternote über, die von der Asche herrühren könnte. Die getrockneten Kräuter sorgen zusammen mit Zimt und Gewürznelken für einen netten Kontrapunkt zur Fruchtigkeit.

Der Alkohol trocknet die Wangeninnenseiten und das Zahnfleisch im Laufe des Verkostens immer mehr aus. Im Geschmack ist der Alkohol stärker präsent, ohne unangenehm zu werden.


Abgang
Der fette Rauch legt sich geschmeidig und ölig am Gaumen und im Mundraum ab. Die Asche bleibt noch länger präsent. Darüber hinaus sind nun auch getrockneter Tabak und Leder zu schmecken.


Fazit
Dies ist ein unkomplizierter, junger, heftiger Islay-Raucher mit ansprechenden süß-fruchtigen Aromen. Er ist äußerst süffig und macht im Glas richtig Spaß. Wer extreme Komplexität sucht, ist hier fehl am Platz. Wer Rauch und Asche in Kombination mit einer durchaus gut gemachten Dessertwein-Fassreifung sucht, ist hier an der richtigen Stelle.

Ob es sich hier um einen Caol Ila oder einen Staoisha von Bunnahabhain handelt, kann ich nur schwer sagen. Tendenziell würde ich eher auf einen Caol Ila tippen.

Dienstag, 11. August 2026

The Islay Connection 10y

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL


Die Connection Blended Malt-Reihe vom unabhängigen Abfüller North Star Spirits wurde vor kurzem durch die The Speyside Connection 10y mit Single Malts von Macallan und Tamdhu erweitert. Im Mai 2026 verkostete ich die Campbeltown-Version; das Ergebnis war durchaus okay, eine ganze Flasche würde ich davon allerdings nicht trinken wollen. Und nun kommt Islay an die Verkostungsreihe.

Bei diesem Blended Malt soll es sich um eine Mischung aus einem zehnjährigen Bowmore aus Bourbon-Fässern und einem dreizehnjährigen Bruichladdich mit Sherryfass-Reifung handeln. Da in Schottland per Gesetz immer der jüngste Anteil eines Scotch Whisky für die Altersangabe ausschlaggebend ist, wird dieser Blend mit 10 Jahren ausgewiesen. Beim Bowmore ist die Sache hinsichtlich des Rauchanteils klar, beim Bruichladdich geht aus den offiziellen Informationen allerdings nicht eindeutig hervor, ob es sich um einen rauchigen oder nicht-rauchigen Malt handelt. Der Blended Malt wurde ungefärbt und ungefiltert mit 50,4 % vol. abgefüllt.


Aussehen
Dunkles Gold mit ein paar Spritzern Rosé.


Nase
Ein Blend aus Islay ohne Rauch wäre Chili ohne Bohnen. Und ja, Rauch ist durchaus vorhanden, aber gar nicht so stark und intensiv, wie ich zunächst vermutet hätte. Der Rauch erinnert an ein brennendes Lagerfeuer, wobei Holz- und Aschearomen dominieren. Dazu kommen mineralische, kalkreiche Noten – wie abgebrannter, getrockneter Seetang auf einem nassen Kieselstrand am Meer.

Was mich jedoch wirklich überrascht, ist eine für mich ziemlich deutliche Schwefelnote, die sich unmittelbar hinter dem Rauch öffnet. Sie erinnert mit Abstand an den Geruch von faulen Eiern und Zündholzköpfen. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Ob dies von den verwendeten Sherryfässern herrührt oder ob es sich lediglich um eine subjektive Wahrnehmung aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Aromen handelt? Keine Ahnung. Auf jeden Fall stört mich der Schwefel hier in der Nase ziemlich.

Es dauert einige Zeit, bis ich mich hier durchgearbeitet habe und auf weitere Gerüche stoße, die meine anfängliche Assoziation mit Schwefel in ein anderes Licht rücken. Und zwar milchig-käsige Noten. Diese könnten mich einerseits zusammen mit den anderen Gerüchen überhaupt erst in Richtung Schwefel gelenkt haben. Andererseits deuten sie für mich natürlich zu 100 % auf den Bruichladdich-Anteil hin. Ich hatte schon mehrmals bei jüngeren, nicht-rauchigen Laddies dieses Geruchsspektrum aus Käse und Milchsäure in der Nase.

So richtige Freunde werden diese Eindrücke und meine Nase nicht wirklich.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Im Mund sind diese Aromen zwar ebenfalls sofort präsent, allerdings stören sie mich hier nicht in der Art wie in der Nase. Sie harmonieren deutlich besser mit den anderen Geschmäckern. Das Mundgefühl ist cremig, fast schon butterweich, mit einem anfänglichen Anflug einer zarten Ingwernote. Diese wird sehr rasch durch eine sich immer stärker aufbauende Süße ersetzt. Süßes Karamell und Honig mit hellen tropischen Früchten wie Mango und Ananaskompott geben nun den Ton an. Auch malzige Noten, etwa von Müsliflocken, spielen mit.

Der Rauch ist angenehm holzig, weniger maritim als zuvor in der Nase, mit einem leichten Anflug von Torf. Ein paar geröstete Haselnüsse, die in gemahlenem Zimtpulver gerollt sind, sorgen für eine nette Würzigkeit. Von den Nüssen einmal abgesehen, nehme ich allerdings wenig bis gar keine aromatische Verbindung mit den Sherryfässern wahr.

Der Alkoholgehalt macht seine Sache durchaus sehr gut; störende alkoholische Noten sind nicht zu bemerken.


Abgang
Diese Würze wird in Richtung Abgang durch Asche, Torf und Rauch noch verstärkt. Die Aromen schmiegen sich fettig und klebrig an Rachen und Gaumen. Auch eine gewisse Trockenheit macht sich im Mundraum breit. Insgesamt ist das Finish aber, vom Rauch und der Asche abgesehen, eher kurz.


Fazit
Hm. Ich fürchte, ich werde mit diesem Blend keine langfristige Verbindung eingehen. Für mich funktioniert die Verknüpfung dieser beiden berühmten Islay-Brennereien leider nicht wirklich. Ich war sehr positiv gespannt und hoffte auf eine interessante Kombination. Das Experiment ist für mich jedoch in die Hose gegangen.

Es scheinen vor allem die Anteile des nicht-rauchigen Bruichladdich-Whiskys zu sein, mit denen ich weniger gut klarkomme.

Mittwoch, 5. August 2026

Kilkerran Heavily Peated Batch 6

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL.


Glengyle, aus deren Brennblasen die Kilkerran-Abfüllungen stammen, wird gemeinsam mit Springbank von derselben Brennereimannschaft betrieben. Üblicherweise zieht die Crew ab Herbst bis zur Weihnachtspause – also rund drei Monate im Jahr – keine 500 Meter weiter von Springbank zur 2004 wiedereröffneten Schwesternbrennerei und setzt dort die Produktion fort.

Die Abfüllungen von Springbank boomen nach wie vor, auch wenn sie meiner Meinung nach in den vergangenen eineinhalb Jahren hinsichtlich Alter und Qualität etwas nachgelassen haben. Neue Veröffentlichungen sind meist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Etwas entspannter gestaltet sich die Situation bei den Kilkerran Single Malts. Auch sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit, dennoch hat man hier meist noch ausreichend Zeit, sich eine Flasche der gewünschten Abfüllung zu sichern.

Für mich persönlich können die Kilkerran-Abfüllungen qualitativ problemlos mit Springbank mithalten. Sowohl der zwölfjährige Standard, der sechzehnjährige als auch die großartigen achtjährigen Abfüllungen – egal ob aus Sherry- oder Bourbonfässern – gehören für mich zu den spannendsten Whiskys aus Campbeltown.

Von der Heavily Peated-Reihe hatte ich im Laufe der Jahre bereits einige Batches im Glas, Tasting Notes dazu fehlten bislang allerdings. Das möchte ich nun mit Batch 6 nachholen. Glengyle veröffentlicht jährlich zwei Batches; inzwischen ist bereits Batch 14 erschienen. Während Kilkerran normalerweise nur leicht getorft ist, kommt für die Heavily Peated-Serie Gerste mit rund 45 ppm Phenolgehalt zum Einsatz. Die Fasszusammensetzung variiert von Batch zu Batch leicht, wobei Ex-Bourbonfässer stets den größten Anteil ausmachen. Bei Batch 6 erfolgte die Reifung zu 75 % in Bourbon- und zu 25 % in Sherryfässern. Abgefüllt wurde er mit kräftigen 57,4 % Vol.


Aussehen
Dunkler Goldton mit einem zarten Einschlag von Orange.


Nase
Zu Beginn steigt ein aromatischer, keineswegs übermäßig kräftiger Rauch aus dem Glas auf, der überraschend fruchtig und süß wirkt. Saftige, leicht geräucherte Pfirsiche liegen bildlich gesprochen auf einer Schicht frischer Erde mit einem dezenten Muff und einer angenehm schmutzigen Note. Darunter scheint felsiger Untergrund durch und verleiht dem Ganzen eine feine Mineralität. Der typische Campbeltown-Funk ist bereits vorhanden, bleibt jedoch deutlich dezenter als beispielsweise bei vielen Springbank-Abfüllungen.

Harzige Aromen sorgen beinahe für Urlaubsstimmung und lassen mich kurz an einen griechischen Retsina denken. Dazu entwickelt sich eine feine Säure, die an gegrillte Ananas erinnert. Diese Kombination funktioniert ausgesprochen gut und macht vom ersten Moment an Lust auf den ersten Schluck.

Der hohe Alkoholgehalt ist hervorragend eingebunden. Er wirkt nie scharf oder störend, sondern sorgt vielmehr immer wieder für einen angenehm frischen Impuls.

Ein wahres Komplexitätsmonster ist die Nase zwar nicht, dafür überzeugt sie mit einer ausgezeichneten Balance. Besonders gefällt mir, dass der Rauch seinem Namen „Heavily Peated“ zum Trotz nie dominant wirkt, sondern sich harmonisch mit der Fruchtigkeit und Süße verbindet.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Der erste Schluck beginnt mit einer angenehmen Ingwerschärfe. Keine pfeffrige Chili-Schärfe wie etwa bei Talisker, sondern eine warme, aromatische Würze, die rasch wieder verschwindet. Danach übernehmen moderater Rauch und würziger Torf das Kommando und präsentieren sich deutlich kräftiger, als es die süß-fruchtige Nase zunächst vermuten ließ.

Eine feine Mineralität, der leicht schmutzige Campbeltown-Funk und eine Handvoll getrockneter Küchenkräuter prägen nun das Geschmacksbild.

Mit dem zweiten Schluck gewinnt der Whisky spürbar an Süße. Gegrillte Ananas und aufgeschnittene Pfirsichhälften treten wieder in den Vordergrund, begleitet von weichem Karamell. Tatsächlich scheint der Whisky mit jedem weiteren Schluck noch etwas süßer zu werden.

Der Alkohol bleibt jederzeit präsent und kraftvoll, wirkt dabei aber niemals störend oder überfordernd.


Abgang
Das Finale fällt mittellang aus. Neben dezentem Rauch und angenehmem Torf bleiben vor allem die gegrillten Früchte und weiches Karamell noch eine Weile am Gaumen haften. Auch die Kräuterwürze und die mineralischen Noten begleiten den Nachhall bis zum Schluss.


Fazit
Versuchsweise habe ich dem Whisky einige wenige Tropfen Wasser spendiert. Für meinen Geschmack benötigt Batch 6 trotz seiner 57,4 % Vol. jedoch keine Verdünnung. Bereits pur präsentiert er sich erstaunlich ausgewogen und zugänglich.

Wie bereits erwähnt, ist der Heavily Peated Batch 6 kein Komplexitätsmonster. Was er allerdings bietet, funktioniert ausgezeichnet. Besonders gefällt mir, dass er trotz seines Namens kein übermäßig rauchiger „Stinker“ ist. Stattdessen verbindet sich der Rauch auf sehr harmonische Weise mit der Fruchtigkeit, der Süße und der leicht schmutzigen Campbeltown-Charakteristik.

Gerade diese überraschend ausgeprägte Fruchtigkeit – sowohl in der Nase als auch am Gaumen – macht ihn für mich besonders spannend. Gemeinsam mit dem dezenten Rauch ergibt sich ein äußerst stimmiges Gesamtbild.

Ich kann nur sagen: Batch 6 hat auf ganzer Linie abgeliefert. Da ich mittlerweile auch einige der nachfolgenden Batches gemeinsam mit meinen Whiskykollegen verkosten konnte, weiß ich, dass Glengyle das hohe Niveau der Serie auch in den späteren Veröffentlichungen eindrucksvoll bestätigt hat.

Dienstag, 28. Juli 2026

Loch Lomond 21y 1996 (CA)

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL


Loch Lomond produziert – wie bereits im Artikel zum Loch Lomond 14 Jahre kurz erwähnt – aufgrund seiner einzigartigen Vielfalt an Brennblasen zahlreiche unterschiedliche Destillatstile. So besitzt der klassische Loch-Lomond-Stil einen Hauch von Rauch, während Inchmurrin vollständig ungetorft daherkommt. Inchmoan hingegen bringt bereits deutlich mehr Rauch mit ins Destillat.

Bei der Cadenhead's-Abfüllung, die ich diese Woche verkoste, findet sich auf dem Etikett lediglich der Hinweis „Distilled at Loch Lomond Distillery“ sowie die Angabe, dass es sich um einen Single Malt handelt. Immerhin schließt das bereits einen Single Grain aus, den Loch Lomond ebenfalls produziert. Welcher Destillatstil – ungetorft, leicht oder stärker getorft – letztlich verwendet wurde, bleibt allerdings offen. Bekannt ist lediglich, dass der Whisky in zwei Bourbon Hogsheads reifte und daraus insgesamt 450 Flaschen mit 51,5 % Vol. abgefüllt wurden.


Aussehen
Dunkles Gelb


Nase
Geht man ausschließlich nach dem Geruch, scheint hier kein rauchiges Destillat im Fass gewesen zu sein. Für mich ist das zunächst eine klassische Inchmurrin-Nase.

Ausgeprägte Vanille, die mich an Vanillepudding mit seiner leicht künstlichen, aber wunderbar nostalgischen Note erinnert und mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt. Dazu gesellen sich reife Früchte aus dem Obstgarten – grüne und gelbe Äpfel, Birnen, Weingartenpfirsiche und Aprikosen – begleitet von einer ordentlichen Portion Zitronen- und Limettensorbet. Der Vergleich mit Sorbet kommt nicht von ungefähr, denn der ansonsten hervorragend eingebundene Alkohol sorgt immer wieder für einen angenehm kühlen Frischekick, der die Zitrusaromen regelrecht durch die Nase trägt.

Auch die oft beschriebene Getreidenote von Loch Lomond kann ich problemlos nachvollziehen. Hinter der intensiven Fruchtigkeit zeigen sich immer deutlicher Anklänge von Cerealien, Butterkeksen und Müsli.

Das Alter ist in der Nase jederzeit erkennbar. Die Aromen wirken wunderbar gesetzt und reif, ohne dabei an Intensität eingebüßt zu haben. Gleichzeitig präsentiert sich alles ausgesprochen ausgewogen. Für einen 21-jährigen Whisky hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr Komplexität gewünscht, dennoch ist das eine ausgesprochen feine Ex-Bourbon-Nase, wie gemacht für einen warmen Sommertag.


Geschmack
Knackig, frisch und kraftvoll gestaltet sich die erste Begegnung mit dem Whisky am Gaumen. Bereits mit dem ersten Schluck dominieren intensive Zitrusnoten, begleitet von Zitronenzeste. Dadurch entsteht eine schöne Kombination aus frischer Säure und einer dezenten Bitterkeit, als würde man tatsächlich an einem Stück Zitronenschale knabbern.

Fotocredit: whiskybase.com

Dazu gesellen sich salzige Anklänge, die mich an Lakritz erinnern, sowie leicht schmutzige Noten von Asche, die dem Whisky eine überraschende, fast schon funkige Seite verleihen. So hatte ich ihn nach der Nase nicht erwartet. Rauch würde ich allerdings noch immer nicht eindeutig daraus ableiten.

Überhaupt unterscheidet sich der Geschmack deutlich vom Duft. Während in der Nase Vanille und Frucht das Geschehen bestimmen, übernehmen am Gaumen intensive Kräuteraromen die Hauptrolle. Das ist spannend und ausgesprochen eigenständig.

Ab der Mitte treten zunehmend bittere Holzaromen hinzu, die angesichts von 21 Jahren Reife erfreulich zurückhaltend bleiben. Mit jedem weiteren Schluck kehrt die Vanille langsam wieder zurück – ein kleines Chamäleon –, während die Fruchtigkeit weiterhin eher im Hintergrund bleibt.


Abgang
Gegen Ende muss ich meine ursprüngliche Vermutung wohl doch revidieren. Offenbar steckt tatsächlich ein wenig Rauch im Destillat. Nicht viel, aber gerade genug, um diese leicht schmutzige, fast aschige Note auch im Nachhall präsent zu halten.

Dazu kommen etwas trockene Holzspäne, eine feine Bitterkeit sowie ein paar Apfelschalen, die den langen Ausklang begleiten.


Fazit
Dieser Whisky hat mich gehörig an der Nase herumgeführt. Während ich im Duft zunächst überhaupt keinen Rauch erkennen konnte, entwickelte sich am Gaumen zunehmend eine schmutzig-funkige Eigenständigkeit, die mich immer mehr ins Grübeln brachte. Spätestens im Abgang wurde für mich jedoch klar, dass hier vermutlich doch eher der klassische Loch-Lomond-Stil als ein Inchmurrin im Glas gelandet ist.

Unabhängig davon, welcher Destillatstil letztlich verwendet wurde, gefällt mir diese Abfüllung ausgesprochen gut. Sie zeigt eindrucksvoll, wie elegant und ausdrucksstark ein hervorragend gereifter Ex-Bourbon-Whisky sein kann. Das Alter ist jederzeit nachvollziehbar, auch wenn ich mir an der einen oder anderen Stelle noch etwas mehr Komplexität gewünscht hätte. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau.

Dieser Malt zeigt einmal mehr, dass sich auch abseits der gehypten Brennereien echte Perlen finden lassen. Man muss sie nur entdecken.

CDI Guyana 14y Port Finish (Bottled for Denmark) 2007

 

RumX Link


English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL

Aussehen
Mittlerer Bernstein


Nase
Der Rum benötigt zunächst ein paar Momente im Glas, bis sich die ersten Alkoholschwaden verflüchtigt haben. Danach öffnet sich ein wunderbar komplexes Duftbouquet. Dunkle, saftige rote Beeren, fruchtig-säuerliche Kirschmarmelade, Rosinen und dunkle Schokolade verbinden sich mit leicht köchelnder Melasse, süßem Karamell, einer Messerspitze frischer Vanille, gemahlenem Zimt und Muskat sowie geriebener Tonkabohne mit ihrer dezenten Marzipannote. Ein Prise Kokosraspeln rundet das Ganze ab.

Die Aromen strömen mit viel Kraft aus dem Glas. Sie wirken hochkonzentriert, befinden sich dabei aber jederzeit in perfekter Balance. Kein Duft drängt sich in den Vordergrund – vielmehr verschmelzen alle Komponenten zu einem ausgesprochen harmonischen Gesamtbild. Der Alkohol ist selbstverständlich präsent, bleibt jedoch hervorragend eingebunden und lässt sich problemlos wegriechen.

Ein paar Tropfen Wasser tun dem Rum ausgesprochen gut. Vor allem Melasse, Rosinen und Vanille gewinnen dadurch nochmals an Ausdruck und Tiefe. Insgesamt öffnet sich die Nase deutlich und wirkt noch vielschichtiger.


Geschmack
Mit seinen 62,4 % Vol. legt sich der Rum unverdünnt beim ersten Schluck beinahe sirupartig über den gesamten Mundraum und Zunge. Eine intensive Süße eröffnet den Geschmack, bevor sie rasch einer kräftigen Pfefferschärfe und einem deutlichen Prickeln Platz macht. Dazwischen zeigen sich bereits erste Eindrücke von Rosinen, dunklen Beeren, Kakao und Vanille.

Mit zunehmender Verweildauer wird der Rum trockener. Der Alkohol fordert seinen Tribut von Zunge, Wangen und Zahnfleisch, ohne dabei unangenehm zu wirken. Holzwürze mit einer feinen Bitternote bildet gemeinsam mit der Melasse und gerösteten Haselnüssen samt ihrer braunen Haut das Rückgrat des zweiten Teils des Geschmackserlebnisses. Nach der anfänglichen Karamellsüße übernehmen nun Würze und Fasscharakter das Kommando.

Wie schon in der Nase wirken einige Tropfen Wasser auch am Gaumen wie ein Türöffner. Die alkoholische Schärfe tritt deutlich in den Hintergrund, während die Süße, die Portfassnoten und hier vor allem die dunklen Früchte sowie das intensive Melassearoma stärker hervortreten. Der Rum gewinnt dadurch spürbar an Harmonie.

Verdünnt auf etwa hohe 40 bis niedrige 50 % Vol. zeigt er schließlich ein völlig anderes Gesicht. Die Schärfe verschwindet nahezu vollständig und macht einem überraschend weichen, unglaublich süffigen Rum Platz. Trotz der Verdünnung bleiben die Aromen ausgesprochen intensiv und vollmundig erhalten.


Abgang
Das Finale fällt unverdünnt etwas kürzer aus, als man es angesichts der Intensität zuvor erwarten würde. Zunächst dominiert der Holzeinfluss und sorgt gegen Ende für eine leicht herbe, angenehm bittere Note. Rosinen, dunkle Beeren und ein Hauch Kokosnuss halten sich anschließend noch eine ganze Weile am Gaumen und verabschieden den Rum mit einem würzigen Nachhall.


Fazit
Dieser Rum bereitet vom ersten Moment an ausgesprochen viel Freude im Glas. Sowohl in der Nase als auch am Gaumen präsentiert er sich unverdünnt äußerst intensiv, konzentriert und charakterstark. Das Port Finish ist hervorragend gelungen und erweitert den ohnehin kräftigen Guyana-Stil um zusätzliche Fruchtigkeit und Komplexität, ohne den typischen Melassecharakter zu überdecken.

Lediglich beim Abgang würde ich einen kleinen Abstrich machen. Pur dürfte das Finale für meinen Geschmack gerne etwas länger anhalten, zudem übernimmt das Holz gegen Ende eine Spur zu deutlich die Regie und verleiht dem Rum eine leicht herbe Note.

Sollte sich nochmals die Gelegenheit ergeben, eine Flasche zu einem vernünftigen Preis zu ergattern, würde ich ohne zu zögern wieder zugreifen.

© Hogshead - der Whisky Blog
Template by Maira Gall