Glen Scotia
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Donnerstag, 21. Mai 2026

The Campbeltown Connection 10y

 

Whiskybase

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Der schottische unabhängige Abfüller North Star Spirits aus Glasgow bringt unter seiner noch relativ neuen Connection-Serie Blended Malts auf den Markt, die jeweils eine der schottischen Whiskyregionen widerspiegeln. So sind neben Islay und den Highlands bislang auch die Campbeltown Connection erschienen.

Bei diesem Blended Malt mit der Altersangabe von 10 Jahren sollen laut offizieller Webseite Malts von Springbank, Glen Scotia und „anderen Campbeltown Malts“ im Vatting enthalten sein. Neben Springbank und Glen Scotia gibt es eigentlich nur noch Kilkerran. Im Internet findet man bei diversen Quellen die Information – oder besser gesagt das Gerücht –, dass in dem Blend Anteile von sehr altem Springbank aus den 1994er-Jahren sowie 25 Jahre alter Glen Scotia enthalten sein sollen. Dies wurde von NSS offiziell jedoch nie bestätigt.

Wie in Schottland gesetzlich vorgesehen, gilt für die Altersangabe immer der jüngste Bestandteil eines Whiskys. In diesem Fall haben wir es mit 10 Jahren zu tun. Die Reifung erfolgte in First-Fill- und Refill-Hogsheads. Insgesamt wurden 1.500 Flaschen ohne Kühlfiltration mit 50,7 % abgefüllt.


Aussehen
Helles Gelbgold


Nase
Eine leichte Rauchfahne weht aus dem Glas. Der Rauch wirkt eher mineralisch und weniger wie Holzkohle oder brennende Holzscheite. Er passt jedoch gut zu der zarten maritimen Note, die dieser Blended Malt anfänglich ausstrahlt. Hinter dem Rauch beziehungsweise ihn sehr schnell überlagernd liegen Aromen von Zitrusfrüchten, allen voran Zitrone und roter Grapefruit.

Was mir besonders gut gefällt, ist dieses mittel angebräunte Karamell mit der Vanille als Kopfstimme im Geruchsprofil. Leicht schmutzig, angekohlt und gleichzeitig kombiniert mit warmem Vanillepudding.

Der Alkohol könnte eine Spur besser eingebunden sein. Immer wieder kitzelt beim Riechen eine kleine Alkoholspitze leicht in der Nase. Das stört allerdings nicht so stark, dass man den Geruch nicht absolut genießen könnte. Der Whisky ist zwar kein Komplexitätsmonster mit verborgenen Schichten und Nuancen – die Aromen liegen mehr oder weniger offen vor einem –, harmonieren jedoch sehr schön miteinander und bringen einen angenehmen Campbeltown Funk mit.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Im Mund beißt der Alkohol anfänglich doch etwas stärker zu, als der Geruch vermuten ließ. Mit der erwähnten Alkoholschärfe verbindet sich jedoch eine Süße, die ich so nicht erwartet hätte. Hinter der Pfeffernote zeigen sich außerdem Vanillecreme und mittlerweile eher tropische Fruchteinflüsse. Das Mundgefühl an sich ist kräftig und von öliger Textur geprägt.

Ich versuche ihn nun dennoch direkt mit etwas Wasser, da ich vermute beziehungsweise hoffe, dass dadurch die Schärfe in den Hintergrund tritt und mehr Aromen freigegeben werden.

Und ja, ein paar Tropfen Wasser stehen ihm gut. Die anfänglich dominierende Schärfe weicht einer angenehmen Würzigkeit mit leichtem Holzeinfluss, gepaart mit einem nun noch deutlicheren Vanilleeinschlag. Die zuvor sehr stark empfundene Süße ist mit Wasser ebenfalls etwas abgemildert, aber weiterhin präsent. Fruchtseitig kommen nun zusätzlich Erdbeermarmelade beziehungsweise Erdbeersauce hinzu.


Abgang
Der Abgang fällt eher mittellang aus. Würzige Noten mit Vanille, etwas Erdbeerkompott und ein Hauch Minze kombinieren sich zu einem angenehmen Finale, bei dem ich ganz zum Schluss nochmals etwas Rauch bemerke.


Fazit
Der für mein Empfinden etwas zu aggressive Alkohol stört den Genuss ein wenig. Mit Wasser wird der Whisky jedoch deutlich angenehmer und zugleich süffiger. Wer gerne mit ein paar Tropfen Wasser experimentiert, bekommt hier einen sommerlichen Whisky mit vorwiegend Bourbonfassreifung und einem schönen Kick Campbeltown-Flair.

Ich persönlich würde dennoch eher zu einem Springbank 10y oder einem Kilkerran 12y tendieren.

Mittwoch, 4. Februar 2026

Glen Scotia 14y Tawny Port Finish peated – Campbeltown Malts Festival 2020

 

Whiskybase

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Das Campbeltown Malts Festival wird seit 2014 veranstaltet. Aufgrund von COVID musste die Ausgabe 2020 auf eine virtuelle Variante reduziert werden. Eine Festival-Abfüllung ließ sich Glen Scotia dennoch nicht nehmen und präsentierte einen 14 Jahre alten rauchigen Single Malt, der zunächst in einer Kombination aus Refill-Hogsheads aus amerikanischer Weißeiche, mittelstark ausgebrannten amerikanischen Eichenfässern und First-Fill-Bourbon-Barrels reifte, bevor er ein sechsmonatiges Finish in First-Fill-Tawny-Port-Hogsheads erhielt.

Insgesamt wurden 15.000 Flaschen mit 52,8 % vol. von dieser Abfüllung auf den Markt gebracht – eine ganz schöne Menge für eine limitierte Festivalabfüllung.


Aussehen
Helles Kupfer


Nase
Schöner, kräftiger erster Eindruck in der Nase! Von Beginn an beerenfruchtig: Himbeeren, Brombeeren und Erdbeeren, begleitet von einer cremigen Vanillesauce. Ein erdiger, leicht schmutziger Rauch – hier kommen die Campbeltown-Gene zum Vorschein – liegt dezent im Hintergrund und verbindet sich stimmig mit den übrigen Aromen. Dunkler Waldhonig und Karamell sorgen für Süße, die durch mittel­dunkle Schokolade, geröstete Haselnüsse sowie getrocknete Küchenkräuter einen herb-würzigen Gegenpol erhält.

Mit mehr Luft verändert sich die Fruchtnote bzw. wird durch eingekochtes Apfelkompott mit angenehmer Säure ergänzt. Dazu gesellen sich saftige Rosinen, während der Vanilleanteil weiter zunimmt.

Der Alkohol bringt Frische mit einer zarten Mentholnote, ist jedoch durchgehend gut integriert. Die Nase macht richtig Spaß – kantig, robust und voller Details.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Kräftiger Antritt – hat ordentlich Wumms und trägt die Aromen seidig weich auf die Zunge. Zu Beginn sehr süßer, cremiger Beerenröster, vor allem Brombeeren mit etwas Himbeere. Der Rauch-Funk mit seiner leicht schmutzigen Hafenattitüde ist stärker als in der Nase und gefällt mir sehr gut. Für einen kurzen Schärfekick, nach dem süß/fruchtigen Einstieg, sorgt schwarzer Pfeffer aus der Mühle, der jedoch rasch wieder abebbt. 

Im weiteren Verlauf wird der Geschmack würziger: getrocknete Tabakblätter, eine Spur Lederpolitur, leicht muffige, erdige Noten, getrocknete Kräuter und geröstete Haselnüsse. Die Vanille tritt im Mund in den Hintergrund.
Ab dem zweiten, dritten Schluck zeigen sich Frucht und Süße wieder etwas stärker im Zusammenspiel, die Würzigkeit bleibt jedoch dominant.

Der Alkohol - immerhin fast 53% - ist sehr stimmig eingebunden - kräftig, aber nie aufdringlich oder zu stark. Der Malt hat eine perfekte Genussstärke.


Abgang
Mittellang – Rauch und Beeren kleben regelrecht am Gaumen. Auch Tabak, Muskat und die getrockneten Kräuter verweilen noch eine ganze Zeit.


Fazit
So könnte ein Springbank 12 CS mit Portreifung schmecken. Glen Scotia braucht sich hinter Springbank mit dieser Abfüllung keineswegs zu verstecken. Intensiver Campbeltown-Style mit Beerenröster inklusive, das Fassfinish legt sich optimal über den funky Rauch.

Eigentlich gefällt mir der Malt überhaupt nicht, muss man nicht kaufen.

Nein. Glen Scotia sollte man wirklich nicht beachten.

Springbank-Fanboys, bleibt bei eurer Hype-Brennerei (die auch wirklich tolle Abfüllungen herausbringt) und steigt bloß nie auf Glen Scotia um. Dann bleibt das Preis-/Genussverhältnis weiterhin so schön gut. 

Mittwoch, 2. November 2022

Glen Scotia Vintage 2003 Rum Cask Finish

 

Whiskybase

English Version


Das Campbeltown Malt Festival gibt es seit 2008 in der sich zur viktorianischen Zeit selbst ernannten "Whiskyhauptstadt der Welt". Immerhin waren 30 Brennereien in dieser kleinen Stadt einmal tätig und produzierten jede Menge Wasser des Lebens.

Nun sind mit Springbank, Glengyle und Glen Scotia nur noch drei Distilleries über - neben dem ältesten schottischen unabhängigen Abfüller Cadenheads. Mit Dál Riata und Machrihanish sind jedoch zwei neue Brennerei-Projekte am Start. Über die Qualität der dort gebrannten Single Malts brauchen wir nicht sprechen - der momentane Hype spricht Bände.

Wie beim Fèis Íle Festival auf Islay üblich, kommen auch bei diesem Festival immer eigene Abfüllungen auf den Markt. Eine dieser Abfüllungen von Glen Scotia habe ich als Sample ergattert.

Der Vintage 2003 Rum Cask Finish wurde für das Festival aus 2019 herausgebracht. Der Malt reifte etwas mehr 14 Jahre in amerikanische Hogshead-Eichenfässern und erhielt danach für rund acht Monate ein Finish in ehemaligen Demerara Rum Fässern. Es ist eine rauchige Version, die ungefärbt und ungefiltert mit 51,3% Alkohol in die Flaschen kam. 


Aussehen
Helles Gold


Nase
Eine sehr hellfruchtige Nase gleich zu Beginn. Angegrillte Ananas, Marillen und Honigmelone, die auf einem Räucherbrett auskühlen, dass auf einem Kieselstrand liegt mit teilweise getrockneten und feuchten Algenblättern darunter. Es riecht nach Meer und Mineralien.
Der Rauch ist für mich nicht wirklich stark präsent, sondern umgarnt tatsächlich mehr diese frischen, leicht tropisch anmutenden Fruchtaromen. Zusätzlich zeigt sich eine angenehme Süße, die an karamellisierten Zucker oder eine hellere Honigsorte erinnert, sowie ein ordentlicher Schuss Vanilleextrakt.
Mit etwas Standzeit und Sauerstoff kommt auch die typische Campbeltown Schmutzigkeit mehr zum Vorschein - etwas Motoröl und schmutzige Arbeitslappen. Gefällt. Im Hintergrund schwinkt eine leichtwürzige Note der Eichenfässer mit die als Anker für die fruchtig süßen Grundaromen dient. Der Alkohol ist nur dezent zu merken, richtig gut eingebunden.
Mit wenig Wasserbeigabe gelangt der Rauch mehr in den Vordergrund. Auch die Würzigkeit nimmt zu und vermischt sich mehr mit der Fruchtsüße.


Geschmack
Leichte Süße zu Beginn auf der Zunge, die hellen, tropischen Früchte, allen voran die angegrillte Ananas und die Marille, sind auch im Geschmack sogleich vorhanden. Dazu wieder die satte Vanille aus der Nase. Dann wird es überraschend würziger - und zwar deutlich.
Der Alkohol schiebt mit einer prickelnden, fast schon pfeffrig scharfen, Intensität die Aromen voran. Auch ein paar Küchenkräuter addieren sich nun hinzu. Der Rauch ist weiterhin nicht prägend, wenn dann nur als ein kleiner Rest von kalter Asche im Holzgriller. Könnte aber auch die leicht dreckige Campbeltown Note sein. Richtung Abgang wird es mineralisch trockener, leicht adstringierend.
Im Geschmack sorgen ein wenig Wasserbeimengung für eine leichte Reduzierung der würzigen Seite und ein wenig Mehr an Frucht und Süße. Der Malt wird homogener, obwohl er auch ohne Wasser sehr gut funktioniert.


Abgang
Weiterhin recht deutlich würziger Einschlag. Die Vanille mit etwas Honigmelone und Kräutern und einer dezenten bitteren Note verweilen mittellang als Finish. Auch hier ist der Rauch, wenn überhaupt, nur durch eine leicht schmutzige aschige Spur erkennbar.


Fazit
Das Rum-Finish ist für mich vor allem über diese schöne tropischen Fruchtaromen vorhanden. Aber zu keiner Zeit zu dominant. Schöne Fassarbeit. Rauchseitig muss man sich hier nicht fürchten. Der Rauch ist bei dieser Abfüllung nur als Hintergrundsuntermalung vorhanden.
Die Campbeltown Vibes kann dieser Glen Scotia nicht verbergen, was gut ist. Eine insgesamt runde Sache. Ein Großflaschenkandidat wäre diese Abfüllung jedoch keine, dafür fehlt mir das gewisse Etwas. Einen Kilkerran 16y würde ich bevorzugen.

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English Version

The Campbeltown Malt Festival has been taking place in the self-proclaimed "Whisky Capital of the World" in Victorian times since 2008. After all, 30 distilleries were once active in this small town and produced plenty of the water of life.

Now, with Springbank, Glengyle and Glen Scotia, only three distilleries remain - along with Scotland's oldest independent bottler, Cadenheads. However, with Dál Riata and Machrihanish, two new distillery projects are starting. We don't need to talk about the quality of the single malts distilled there - the current hype speaks volumes.

As usual at the Fèis Íle Festival on Islay, there are always own bottlings on the market. I got hold of one of these Glen Scotia bottlings as a sample. The Vintage 2003 Rum Cask Finish was released for the 2019 festival. The malt was matured for just over 14 years in American Hogshead oak casks and then received a finish in ex-Demerara rum casks for around eight months. It's a smoky version that came into the bottles uncoloured and unfiltered at 51.3% alcohol. 

Fotocredit: whiskybase.com

Appearance
Light gold


Nose
A very bright fruity nose right from the start. Grilled pineapple, apricots and honeydew melon cooling on a smoking board lying on a pebble beach with partially dried and damp seaweed leaves underneath. It smells of the sea and minerals.
For me, the smoke is not really strongly present, but actually ensnares more these fresh, slightly tropical fruit aromas. In addition, a pleasant sweetness reminiscent of caramelised sugar or a lighter honey variety shows up, as well as a decent dash of vanilla extract.
With some standing time and oxygen, the typical Campbeltown dirtiness also comes out more - some engine oil and dirty work rags. Likes. In the background, a slightly spicy note from the oak casks sways along and serves as an anchor for the fruity-sweet basic flavours. The alcohol is only subtly noticeable, really well integrated.
With a little water added, the smoke comes more to the fore. The spiciness also increases and mixes more with the fruity sweetness.


Taste
Slight sweetness on the tongue at the beginning, the bright, tropical fruits, first and foremost the grilled pineapple and apricot, are also immediately present in the taste. And again the rich vanilla from the nose. Then it becomes surprisingly spicier - and noticeably so. The alcohol pushes the flavours forward with a tingling, almost peppery sharp intensity. A few kitchen herbs are also added now.
The smoke is still not dominant, if then only as a small residue of cold ash in the wood grill. Could also be the slightly dirty Campbeltown note. Towards the finish, it becomes drier mineral-wise, slightly astringent.
On the palate, a little water admixture provides a slight reduction of the spicy side and a little more fruit and sweetness. The malt becomes more homogeneous, although it works very well without water.


Finish
Still quite clearly spicy. The vanilla with some honeydew melon and herbs and a subtle bitter note linger for a medium long finish. Again, the smoke is only discernible, if at all, through a slightly dirty ashy trace.


Conclusion
The rum finish is present for me mainly via those lovely tropical fruit flavours. But at no time too dominant. Beautiful cask work. Smoke-wise, there's nothing to fear here. The smoke is only there as background background in this bottling.
This Glen Scotia can't hide the Campbeltown vibes, which is good. A rounded affair overall. However, this bottling would not be a candidate for a large bottle, because it lacks that certain something. I would prefer a Kilkerran 16y.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Glen Scotia 10y Peated



Whiskybase


Nach dem ich mit Springbank 10 und Kilkerran 12 bereits zwei Starter der jeweiligen Range der beiden anderen Brennereien aus Campbeltown im Glas hatte, ist es an der Zeit auch von der dritten Distillery aus dieser Region, Glen Scotia, mit einer der jüngsten Abfüllungen zu beginnen.
Die Brennerei produziert sowohl rauchige als auch nichtrauchige Whiskys. Wobei für die Herstellung der rauchigen Vertreter im Jahr nur sechs Wochen eingeplant sind.
Der Glen Scotia 10y Peated reift 10 Jahre in 1st Fill-Bourbon Casks. Ohne Farbstoff und Kühlfiltration kommt der Malt mit 46% Alkoholgehalt in die Flaschen. Diese Abfüllung ist nur in einigen wenigen Ländern (Deutschland und USA) erhältlich.


Nase & Aussehen
Farblich haben die 1st Fill-Bourbon Fässer sich mit einer Farbe, die Weißwein ähnelt, verewigt. Einige Schlieren ziehen aus dem dünnen öligen Film am Glasrand ihre Bahnen. Campbeltown-Feeling; ein nicht zu intensiver Rauch, der nach Fischereihafen riecht. Maritim, salzig und ein wenig dreckig - aber im absolut positiven Sinn - nach Dieselmotor duftend, steigt mir sofort in die Nase.
Dahinter verbergen sich deutliche süße, vanillige und fruchtige Aromen. Die Frucht ist eine Mischung aus Aprikose und Melone und einer zarten Anmutung von Zitrone.


Geschmack
Sehr süffiges, weiches Mundgefühl. Der Malt startet mit einer nicht allzu intensiven Süße, gepaart mit den maritimen Noten und den nun schon deutlich wahrzunehmenden Raucharomen. Die Frucht ist nun eher auf der zitronigen Seite. Dazu gesellt sich ein schönes würziges „Pfefferl“, dass sich bis in den Abgang hinein spürbar macht und Begleitung von Käutern bekommt.


Abgang
Neben dem erwähnten pfeffrigen Ansatz ist auch im Finish weiterhin die rauchgeschwängerte salzige Seeluft präsent. Lange bleibt der Rauch im Mund haften, zusammen mit dem Geschmack von Oregano und Majoran. Erst jetzt meldet sich die Eiche zu Wort, jedoch nicht dominant, es bleibt im Gleichgewicht mit den anderen Geschmacksnoten.


Fazit
Ein typischer Vertreter dieser Region. Ehrlich und bodenständig mit einer eigenen Aromenmischung aus maritimen und von Bourbonfass Reifungen bekannte Noten wie Vanille und helle Früchte. Und dazu eine Rauchkomponente, die nicht überlagert sondern die anderen Aromen und Geschmäcker unterstützt und verbindet. Der zehnjährige von Glen Scotia ist vielleicht in seinem Ganzen nicht so intensiv wie der Springbank 10y. Wem jedoch die aktuelle Preisspirale bei den Springbank Abfüllungen zu weit nach oben geht oder keinen Zugriff hat, der kann ohne viel Überlegen auf diesen Vertreter des Campbeltownstils zurückgreifen.

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After I already had two starters of the respective ranges of the other two distilleries from Campbeltown in my glass with Springbank 10 and Kilkerran 12, it is time to start with one of the latest bottlings from the third distillery from this region, Glen Scotia.
The distillery produces both smoky and non-smoky whiskies. Only six weeks a year are scheduled for the production of the smoky representatives.
The Glen Scotia 10y Peated matures for 10 years in 1st fill bourbon casks. Without dye and chill filtration, the malt is bottled at 46% alcohol. This bottling is only available in a few countries (Germany and USA).


Nose & Appearance
Colour-wise, the 1st fill bourbon casks have perpetuated themselves with a colour that resembles white wine. A few streaks make their way from the thin oily film on the rim of the glass. Campbeltown feeling; a not too intense smoke that smells of fishing harbour. Maritime, salty and a little dirty - but in an absolutely positive sense - smelling like a diesel engine, immediately rises to my nose.
Behind this are distinct sweet, vanilla and fruity aromas. The fruit is a mixture of apricot and melon and a delicate hint of lemon.

Fotocredit: whiskybase.com

Taste
Very quaffable, soft mouthfeel. The malt starts with a not too intense sweetness, paired with the maritime notes and the smoke flavours that are now already noticeable. The fruit is now more on the lemony side. This is joined by a nice spicy "Pfefferl" that is noticeable into the finish and is accompanied by herbs.


Finish
In addition to the aforementioned peppery approach, the smoke-infused salty sea air continues to be present in the finish. The smoke lingers in the mouth for a long time, along with the taste of oregano and marjoram. Only now does the oak make its presence felt, but not dominantly, it remains in balance with the other flavours.


Conclusion
A typical representative of this region. Honest and down-to-earth with its own mix of flavours from maritime and bourbon barrel maturations like vanilla and light fruits. And in addition, a smoke component that does not overpower but supports and combines the other aromas and flavours. The ten-year-old from Glen Scotia is perhaps not as intense as the Springbank 10y. However, if the current price spiral for Springbank bottlings is too high, or if you don't have access to it, you can have this representative of the Campbeltown style without thinking too much about it.

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