Rum
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Dienstag, 28. Juli 2026

CDI Guyana 14y Port Finish (Bottled for Denmark) 2007

 

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Aussehen
Mittlerer Bernstein


Nase
Der Rum benötigt zunächst ein paar Momente im Glas, bis sich die ersten Alkoholschwaden verflüchtigt haben. Danach öffnet sich ein wunderbar komplexes Duftbouquet. Dunkle, saftige rote Beeren, fruchtig-säuerliche Kirschmarmelade, Rosinen und dunkle Schokolade verbinden sich mit leicht köchelnder Melasse, süßem Karamell, einer Messerspitze frischer Vanille, gemahlenem Zimt und Muskat sowie geriebener Tonkabohne mit ihrer dezenten Marzipannote. Ein Prise Kokosraspeln rundet das Ganze ab.

Die Aromen strömen mit viel Kraft aus dem Glas. Sie wirken hochkonzentriert, befinden sich dabei aber jederzeit in perfekter Balance. Kein Duft drängt sich in den Vordergrund – vielmehr verschmelzen alle Komponenten zu einem ausgesprochen harmonischen Gesamtbild. Der Alkohol ist selbstverständlich präsent, bleibt jedoch hervorragend eingebunden und lässt sich problemlos wegriechen.

Ein paar Tropfen Wasser tun dem Rum ausgesprochen gut. Vor allem Melasse, Rosinen und Vanille gewinnen dadurch nochmals an Ausdruck und Tiefe. Insgesamt öffnet sich die Nase deutlich und wirkt noch vielschichtiger.


Geschmack
Mit seinen 62,4 % Vol. legt sich der Rum unverdünnt beim ersten Schluck beinahe sirupartig über den gesamten Mundraum und Zunge. Eine intensive Süße eröffnet den Geschmack, bevor sie rasch einer kräftigen Pfefferschärfe und einem deutlichen Prickeln Platz macht. Dazwischen zeigen sich bereits erste Eindrücke von Rosinen, dunklen Beeren, Kakao und Vanille.

Mit zunehmender Verweildauer wird der Rum trockener. Der Alkohol fordert seinen Tribut von Zunge, Wangen und Zahnfleisch, ohne dabei unangenehm zu wirken. Holzwürze mit einer feinen Bitternote bildet gemeinsam mit der Melasse und gerösteten Haselnüssen samt ihrer braunen Haut das Rückgrat des zweiten Teils des Geschmackserlebnisses. Nach der anfänglichen Karamellsüße übernehmen nun Würze und Fasscharakter das Kommando.

Wie schon in der Nase wirken einige Tropfen Wasser auch am Gaumen wie ein Türöffner. Die alkoholische Schärfe tritt deutlich in den Hintergrund, während die Süße, die Portfassnoten und hier vor allem die dunklen Früchte sowie das intensive Melassearoma stärker hervortreten. Der Rum gewinnt dadurch spürbar an Harmonie.

Verdünnt auf etwa hohe 40 bis niedrige 50 % Vol. zeigt er schließlich ein völlig anderes Gesicht. Die Schärfe verschwindet nahezu vollständig und macht einem überraschend weichen, unglaublich süffigen Rum Platz. Trotz der Verdünnung bleiben die Aromen ausgesprochen intensiv und vollmundig erhalten.


Abgang
Das Finale fällt unverdünnt etwas kürzer aus, als man es angesichts der Intensität zuvor erwarten würde. Zunächst dominiert der Holzeinfluss und sorgt gegen Ende für eine leicht herbe, angenehm bittere Note. Rosinen, dunkle Beeren und ein Hauch Kokosnuss halten sich anschließend noch eine ganze Weile am Gaumen und verabschieden den Rum mit einem würzigen Nachhall.


Fazit
Dieser Rum bereitet vom ersten Moment an ausgesprochen viel Freude im Glas. Sowohl in der Nase als auch am Gaumen präsentiert er sich unverdünnt äußerst intensiv, konzentriert und charakterstark. Das Port Finish ist hervorragend gelungen und erweitert den ohnehin kräftigen Guyana-Stil um zusätzliche Fruchtigkeit und Komplexität, ohne den typischen Melassecharakter zu überdecken.

Lediglich beim Abgang würde ich einen kleinen Abstrich machen. Pur dürfte das Finale für meinen Geschmack gerne etwas länger anhalten, zudem übernimmt das Holz gegen Ende eine Spur zu deutlich die Regie und verleiht dem Rum eine leicht herbe Note.

Sollte sich nochmals die Gelegenheit ergeben, eine Flasche zu einem vernünftigen Preis zu ergattern, würde ich ohne zu zögern wieder zugreifen.

Freitag, 26. Juni 2026

The Copper Giant Jamaica Rum Navy Strength – Steambound 1/13 (whic)

 

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Neben Whisk(e)y aus Schottland, Irland sowie Bourbon und Rye aus den USA ist Rum – ebenso wie Rhum Agricole, der französische Vertreter – sicherlich mein zweites großes Standbein im Bereich Spirituosen.

In den letzten Monaten habe ich mich zunehmend auch Rums mit höheren Estergehalten angenähert. Allen voran sind hier die jamaikanischen Vertreter zu nennen. Diese besonders intensiven, tropisch-funkigen Düfte und Aromen sind einerseits durchaus herausfordernd, gleichzeitig aber auch ausgesprochen faszinierend und lecker.

Mit The Copper Giant hat whic.de nun unter dem Namen Steambound seine erste eigene Rum-Serie gestartet. Den Auftakt macht ein jamaikanischer Rum in Navy Strength mit 57,2 % vol., der vier Jahre in Europa in einem PX-Sherry-Quarter-Cask reifen durfte. Ausgestattet ist er mit einem Estergehalt von beachtlichen 700 g/hLPA (Gramm pro Hektoliter reinen Alkohols) und gehört damit klar zur Kategorie der High-Ester-Rums.

Welche Brennerei sich dahinter verbirgt, ist offiziell nicht bekannt. Der angegebene Estergehalt von 700 g/hLPA liefert jedoch einen interessanten Hinweis für Spekulationen.

Im Bereich um 700 g/hLPA kommen nach heutigem Kenntnisstand im Wesentlichen drei jamaikanische Brennereien infrage. Long Pond produziert mit dem Mark STC★E (Simon Thompson Cambridge Estate) einen Rum mit etwa 550 bis 700 g/hLPA; auch der Mark TECA beginnt ungefähr in diesem Bereich und reicht darüber hinaus bis etwa 800 g/hLPA.

Auch Hampden Estate verfügt mit dem Mark HLCF (Hampden Light Continental Flavour) über einen Esterbereich von rund 500 bis 700 g/hLPA. Der nächsthöhere Mark <>H (Diamond H) bewegt sich dagegen bereits bei etwa 900 bis 1.000 g/hLPA.

Als dritte mögliche Herkunft kommt Worthy Park Estate infrage. Dort erreicht der Mark WPM etwa 600 bis 700 g/hLPA, während WPH noch einmal deutlich esterreicher ausfällt und bis über 800 g/hLPA reicht.

Eine eindeutige Zuordnung lässt sich anhand des Estergehalts allein natürlich nicht treffen. Dennoch würde ich auf Long Pond tippen, da unabhängige Hampdens eher selten sind und der Mark WPM bei Worthy Park ebenfalls nicht so häufig vorkommen.

Fotocredit: whic.de


Aussehen
Nussbraun, mittlerer Mahagoniton.


Nase
Ein regelrechter Dufttornado entströmt dem Snifter. Im unverdünnten Zustand merkt man zwar, dass die hohe Alkoholstärke die Entfaltung der Aromen zunächst etwas hemmt, doch das, was bereits wahrnehmbar ist, wirkt enorm intensiv und vielschichtig.

Typisch für Jamaika tritt zunächst eine ausgeprägte Esternote hervor, die sich vor allem in Form überreifer tropischer Früchte zeigt: zerdrückte Bananen, sehr reife Ananas, Mango und Kokosmilch bestimmen den ersten Eindruck. Hinzu kommen die von vielen geliebten, von manchen jedoch gefürchteten Funk-Noten, die an Lack, Gummireifenabrieb oder andere leicht schmutzige Industriegerüche erinnern.

Mit zunehmender Standzeit verliert die Navy Strength immer mehr ihre Dominanz. Dadurch öffnen sich die Aromen weiter und auch der Einfluss des PX-Sherryfasses tritt deutlicher hervor. Der tropische Esterfunk verbindet sich nun mit süßen, dunklen Beerenaromen des PX-Sherrys. Man könnte fast meinen, man hätte ein Haribo-Himbeergummibärchen auf Speed vor der Nase. Ergänzt wird diese fruchtige Süße durch würzige Holznoten.

Bereits zwei bis drei Tropfen Wasser auf etwa 2 cl verändern den Rum merklich. Die alkoholische Schärfe tritt zurück, während die PX-Noten mehr Raum einnehmen. Gemeinsam mit den tropischen Fruchtaromen entsteht nun für mich ein ausgesprochen harmonisches und ausgewogenes Gesamtbild.


Geschmack
Der Einstieg ist äußerst kraftvoll, der Alkohol deutlich präsent. Der Rum legt sich beinahe sirupartig auf die Zunge und fließt angenehm dickflüssig durch den Mund. Eine mittlere Schärfe wird von den bereits bekannten überreifen tropischen Früchten begleitet, allen voran Banane und Ananas.

Nahezu zeitgleich mit schwarzem Pfeffer, Zimt und Muskat entwickelt sich eine intensive Süße, die an dunklen Honig erinnert – sowohl geschmacklich als auch von der Konsistenz.

Den Einfluss des PX-Sherryfasses empfinde ich am Gaumen sogar noch deutlicher als in der Nase. Die Beeren wirken nun eher getrocknet, dazu gesellen sich Datteln, Feigen und eine feine Nussigkeit.

Mit derselben Menge Wasser reduziert sich zwar die alkoholische Schärfe etwas, der Rum bleibt jedoch weiterhin ausgesprochen kraftvoll und intensiv. Interessanterweise nimmt die Süße meinem Eindruck nach sogar noch leicht zu.

Fotocredit: whic.de


Abgang
Im langen Finale treten die schmutzigen Funk-Noten wieder stärker hervor und verbinden sich mit einer zunehmend präsenten Bitterkeit. Banane und Ananas begleiten die Verkostung bis zum Schluss und bleiben noch lange angenehm auf Zunge und Gaumen erhalten.

Mit Wasser wird mir der Rum im letzten Drittel allerdings fast etwas zu bitter. Hier treten die Gerbstoffe des Fasses für meinen Geschmack zu deutlich hervor.


Fazit
Die Kombination aus einem High-Ester-Jamaica-Rum und einer Vollreifung im PX-Sherryfass finde ich ausgesprochen spannend.

Auch Hampden verfolgt mit seinen Pagos-Abfüllungen einen ähnlichen Ansatz und kombiniert esterreichen Jamaica Rum mit einer Reifung in Oloroso- und PX-Sherryfässern. Eine Flasche davon steht zwar bereits bei mir, geöffnet habe ich sie allerdings noch nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich beide Abfüllungen stilistisch in einigen Punkten ähneln.

Trotz der Navy Strength empfehle ich diesen Rum eher ohne Wasser zu genießen. Zwar bringt eine geringe Wasserzugabe zusätzliche Facetten in die Nase, geschmacklich und insbesondere im Abgang verliert der Rum für mich jedoch etwas an Balance und wird spürbar trockener sowie bitterer.

Lieber kleine Schlückchen nehmen, lange im Mund behalten und sich Zeit lassen. So macht dieser Rum am meisten Freude.

Ich bin jedenfalls gespannt, welche Ideen whic.de für die kommenden Steambound-Abfüllungen noch bereithält. Der Auftakt ist auf jeden Fall gelungen.

Montag, 23. Juni 2025

Jamaica Navy Strength 5 Jahre, 57% (CDI)

 

Rum-X-Eintrag

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Aussehen
Dunkles Strohgelb.


Nase
Kaum die Nase ans Glas gehalten, steigt einem sofort eine intensiver Duft reifer Bananen entgegen – die Sorte, die fast schon nach Kuchen ruft, mit einigen überreifen Exemplaren darunter, deren Schale sich schon dunkelbraun verfärbt hat. Dazu gesellen sich frische Zitrusnoten, vor allem Zitrone und eine feine Vanille, die das Ganze schön abrundet. Besonders spannend finde ich diese frische Mentholnote – sie erinnert mich stark an die zwölfjährige Jamaica-Abfüllung von Mezan, und das im besten Sinne.

Es bleibt aber nicht nur bei süßen Früchten: Da sind auch stark angegrillte Ananasscheiben, die für eine leicht rauchige Röstnote sorgen. Ein paar geräucherte Kräuter und eine dezente Schärfe von buntem Pfeffer bringen eine würzige Tiefe mit rein. Der typische Jamaica-Funk und die Ester sind klar da, aber angenehm dosiert – nicht so wild und überschwänglich wie bei den Hochester-Kalibern. Das macht die Nase insgesamt sehr harmonisch und rund. Und obwohl wir hier bei satten 57% Vol. liegen, drängt sich der Alkohol überhaupt nicht unangenehm in den Vordergrund. Im Gegenteil – er trägt die Aromen, ohne sie zu überlagern.

Mit ein paar Tropfen Wasser verändert sich das Bild: Die Vanille tritt zunächst stärker hervor, wird dann aber bald von einer intensiveren Esterwelle abgelöst. Die Röstaromen und die Würze rücken dabei etwas in den Hintergrund. Für meinen Geschmack bleibt die unverdünnte Variante in der Nase aber ausdrucksstärker und spannender.


Geschmack
Am Gaumen gibt der Rum dann sofort Vollgas. Der Alkohol meldet sich mit ordentlich Power und bringt eine hitzige Schärfe mit – eine Mischung aus Pfeffer und ein paar feinen Chiliflöckchen. Das Ganze wird begleitet von einer kräuterigen Würze, die dem ersten Eindruck Tiefe verleiht. Doch keine Sorge, schon kurz darauf öffnet sich der Rum und zeigt seine süße, fruchtige Seite: Eine Welle aus Honig, tropischem Obst und funky Estern rollt über die Zunge. Vanillesauce, Ananaskompott, zerdrückte Bananen – alles da, begleitet von einem Hauch frischer Minzblätter, der dem Ganzen einen angenehmen Frischekick verpasst.

Irgendwie scheint sich hier ein kleiner Tipp-Fehler am Label eingeschlichen zu haben :-)

Die anfängliche Hitze verfliegt schnell und macht Platz für ein vollmundiges, kräftiges Aromenspiel, das lange präsent bleibt. Mit ein wenig Wasser wird der Alkohol deutlich gezähmt, was den süßen und fruchtigen Noten mehr Raum gibt. Im Gegensatz zur Nase, wo ich ihn pur bevorzuge, finde ich im Geschmack die verdünnte Variante tatsächlich reizvoller – da kommen Vanille, Honig und Frucht einfach noch klarer und länger zur Geltung.


Abgang
Der Abgang bleibt dem Stil treu: Die Ester bleiben präsent, jetzt begleitet von einer leicht herben Note von Eichenholz. Vanille und Banane verabschieden sich nur langsam und sorgen für einen angenehm langen Nachhall.


Fazit
Wer auf der Suche nach einem Jamaica-Rum mit mittlerem Esterprofil ist, dürfte hier ziemlich glücklich werden. Der „Jamaica Navy Strength“ von CDI bietet ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und zeigt eindrucksvoll, wie viel Charakter ein fünfjähriger Rum haben kann. Mir macht er richtig Spaß – er ist ein weiterer Schritt auf meiner Reise durch die wunderbare Welt des Jamaica Rums mit all seinem Funk. Und das Beste: Er ist trotz seiner Stärke erstaunlich süffig und einfach lecker.

Montag, 18. November 2024

Mezan Jamaika 2007 12y

 

Rum-X-Eintrag

English-Text-Version


Bei meinem Rum-Händler, dem Rumzentrum in Baden bei Wien, suchte ich nach einer geeigneten Flasche für einen zarten und leichten Einstieg in die Welt des Jamaikanischen Rums. Es ging mir vor allem um das erste Eintauchen in die bekannten Ester-Aromen. Ich entschied mich für den Mezan 2007 12y mit 46%. 

Dieser unabhängig abgefüllte Rum reifte fünf Jahre in Jamaica bevor er weitere sieben Jahre in Europa lagerte. Die gesamte Zeit lag er in Ex-Bourbon-Fässern. Mezan verwendet keinen Farbstoff, keine Kühlfiltration und vor allem, es wird nie mit nachträglicher Zuckerbeigabe gearbeitet. 

Der verwendete Rum kommt aus der Monymusk bzw. Clarendon Brennerei. Es ist ein Blend von Destillaten aus hochmodernen Collum-Stills und den fast schon antiken Pot Stills der Brennerei.


Aussehen
Strohgelb.


Nase
Eine sehr frische zum Reinschnuppern einladende Nase. Am Anfang überwiegen die Fruchtaromen. Es finden sich mittelreife Bananen, Ananas, ordentlich Zitrone und Limetten. Die Esternoten sind vorhanden, sind aber nicht so ausgeprägt und prägnant, wie ich bei zwölf Jahren Reifezeit erwartet hätte. Der bekannt, berüchtigte Jamaika Funk, mit seinen Hochester Aromen, die sich oft zu Düften nach Autoreifen, Petrol Öl, Maschinenöl und ähnliches steigern, sind hier nicht zu finden. Dafür eine feine Eukalyptus/Minz-Note mit Spuren von grünem Gras und Wiese. Der Alkohol kitzelt immer wieder etwas in der Nase und sorgt so für ein angenehmes Prickeln.


Geschmack
Gutes Mundgefühl, starker Antritt. Nicht allzu komplex, was man in der Nase riecht, hat man auch im Geschmack. Der Ester-Funk ist deutlicher als im Geruch, aber für Jamaika-Verhältnisse bleibt es immer noch auf der dezenten Seite. Es dominieren weiterhin die hell fruchtigen Aromen nach Banane, der Ananas und der Zitrone. Vanille begleitet mit einer ordentlichen Portion an Pfefferminzbonbons den Obstkorb. Unterstützt werden all jene Geschmäcker von einer überraschend intensiven Süße, die ich so in der Nase nicht wahrgenommen habe. Ab dem Mittelteil wird es würziger, und erinnert an weißen Pfeffer oder Ingwer.


Abgang
Recht lange schmeckt man noch das Pfefferminzbonbon, die Ananas sowie einiges vom Holz. Vanille und noch Spuren der Süße begleiten das mittellange Finish.


Fazit
Ich wollte einen ersten Schritt in die Ester- und Funk-Welt von Jamaika gehen und dies gelingt mit diesem Rum recht gut. Er zeigt sehr schön die Möglichkeiten, was sich hinter dieser Aromen- und Geschmackstüre verbirgt ohne einem jemals zu überfordern. Darum gefällt er mir auch recht gut. Die Aromen lassen sich sehr gut aufdröseln. Ein guter Einstieg in die Rumwelt von Jamaika. Sicherlich weniger geeignet für bereits erfahrene Rumtrinker und Jamaika-Liebhaber. Die bezeichnen ihn wahrscheinlich als zu mild und zu rund, was den Estergehalt angeht.

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English Text-Version


At my rum retailer, the Rumzentrum in Baden near Vienna, I was looking for a suitable bottle for a gentle and easy introduction to the world of Jamaican rum. I was mainly interested in a first experience of the well-known ester flavours. I chose the Mezan 2007 12y at 46%. 

This independently bottled rum was aged for five years in Jamaica before spending a further seven years in Europe. It spent the entire time in ex-bourbon casks. Mezan uses no colouring, no chill filtration and, above all, never adds sugar. 

The rum used comes from the Monymusk and Clarendon distillery. It is a blend of distillates from ultra-modern column stills and the distillery's almost antique pot stills.

Appearance
Straw yellow in colour.


Nose
Very fresh and inviting nose. Fruity aromas dominate at first. Medium ripe banana, pineapple, lots of lemon and lime. The estery notes are present, but not as pronounced and concise as I would have expected after twelve years of ageing. The notorious Jamaican funk with its high ester notes, which often develop into the smell of car tyres, petrol, engine oil and the like, is not to be found here. Instead there is a fine eucalyptus/mint note with traces of green grass and meadow. The alcohol tickles the nose a little and gives a pleasant tingling feeling.


Palate
Good mouthfeel, strong in the mouth. Not overly complex, what you smell on the nose is what you get on the palate. The ester funk is more prominent than on the nose, but still subtle by Jamaican standards. The bright fruity flavours of banana, pineapple and lemon continue to dominate. Vanilla accompanies the fruit basket with a good portion of peppermint candy. All these flavours are supported by a surprisingly intense sweetness that I did not detect on the nose. From the middle, the palate becomes spicier, reminiscent of white pepper or ginger.


Finish
The peppermint candy, pineapple and some of the wood are still present for a long time. Vanilla and traces of sweetness accompany the medium-long finish.


Conclusion
I wanted to take a first step into the ester and funk world of Jamaica and this rum does that quite well. It shows the possibilities that lie behind this door of flavours and aromas very nicely, without ever overwhelming you. That's why I like it so much. You can separate the flavours very well. A good introduction to the world of Jamaican rum. Certainly less suitable for experienced rum drinkers and Jamaica lovers. They would probably find it too mild and too round in terms of ester profile.

Sonntag, 9. Juni 2024

Compagnie des Indes Venezuela 14y C.A.D.C. 43%

 

Rum-X-Eintrag

English Text-Version


Die 2005er Abfüllung von Compagnie des Indes mit 60,8% und 13 Jahren gefiel mir durch ihre intensiven kräftigen Aromen ebenso wie der 12jährige Venezulaner von Transcontinental Rum Line aus 2006 mit 60,9%. Auch hier wurden die Aromen sehr voluminös und ohne Umschweife transportiert. Der jeweils hohe Alkoholgehalt half hier sicherlich. Aber grundsätzlich bin ich dem feinen spanischen Rum-Stil aus Venezuela zugetan. 

Um auch mal eine Abfüllung mit normaler Trinkstärke mit diesem Stil auszuprobieren, kaufte ich mir die 14 Jahre alte Einzelfassabfüllung von Compagnie des Indes mit 43%. Gebrannt wurde der Rum von der Corporation Alcoolés del Caribe (C.A.D.C.) Brennerei, die vorwiegend im Kolonnenbrennverfahren unterwegs ist und vor allem für andere Marken produziert.


Aussehen
Heller Bernstein.


Nase
Der Geruch ist sehr mild und wenig aussagekräftig. Dies kann wahrscheinlich am doch eher niedrigen Alkoholgehalt von nur 43% liegen - vor allem im Gegensatz zum 13y mit seinen stolzen 60,8%, der sehr intensiv und kräftig seine Aromen nach vorne brachte. Sehr viel Vanille und süße Karamellbonbons lassen sich anfänglich finden. Zusammen mit Kokosnuss und Milchschokolade. Auch ein paar Aromen von Rosinen, getrockneten Mango- und Bananenstücken, gemeinsam mit etwas Zimt und gerösteter Eiche, zeigen sich nach ein paar Minuten Standzeit. 


Geschmack
Im Mund ist dies schon eine andere Geschichte. Zwar immer noch sehr smooth und weich, beginnt der Rum mit einer schönen süßen Note, die von Rosinen, deutlich Vanille und Kokosnussraspeln begleitet wird. Die Geschmacksaromen sind viel intensiver und ausgeprägter, als die neutrale Nase angedroht hat. Eine angenehm würzige Eichenholznote mit Muskatnuss und Zimt sorgen für einen schönen Ausgleich zur Süße und der Vanille. Sogar eine leichte Schärfe zeigt sich, auch etwas Bitterkeit nach hinten heraus.


Abgang
Das Finale ist eher von kurzer Dauer. Die Holznoten bleiben vom Geschmack noch vorherrschend, getragen von einer leicht bitteren Dunkelschokolade mit höherem Kakaoanteil. Kokosnuss mit Vanille und ein paar Rosinen sind auch mit von der Partie. Aber es verflacht ziemlich rasch und verleitet zum nächsten Schluck.


Fazit
Ein echter Easy Sipper, der vor allem im Geschmack seine Stärken hat. Da gefiel er mir am Besten, da zeigte sich das typische Geschmacksprofil, dass ich von Rums aus Venezuela kenne und auch schätze. Im Geruch bekommt er Abzüge in der B-Note, ich hätte mir etwas mehr Intensität gewüscht, da war er mir zu lasch, vor allem für den damaligen Preispunkt von knapp € 100,-.

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English Text-Version


I liked the 2005 Compagnie des Indes bottling at 60.8% and 13 years for its intense, powerful flavours, as well as the 2006 Transcontinental Rum Line 12-year-old Venezuelan at 60.9%. Again, the flavours were very full-bodied and not overpowering.  The high proof certainly helped.  But in general I like the fine Spanish rum style from Venezuela. 

To try a normal-strength bottling of this style, I bought the 14-year-old single cask bottling from Compagnie des Indes at 43%. The rum was distilled by the Corporation Alcoolés del Caribe (C.A.D.C.) distillery. They mainly use the column distillation method and produce mainly for other brands.


Appearance
Light amber colour.


Nose
The nose is very mild and not very expressive. This is probably due to the rather low alcohol strength of only 43% - especially in contrast to the 13yo, which is a whopping 60.8% and has a very intense and powerful aroma. There are plenty of vanilla and sweet caramel candies to start with. 

There are plenty of vanilla and sweet caramel candies to start with.  Along with coconut and milk chocolate. After a few minutes of aging, some flavours of sultanas, dried mango and banana chunks emerge, along with some cinnamon and toasted oak. 


Palate
In the mouth it's a different story. Although still very smooth and soft, the rum begins with a lovely sweet note, accompanied by sultanas, distinct vanilla and coconut shavings. The flavours are much more intense and pronounced than the neutral nose suggested. A pleasantly spicy note of oak, with nutmeg and cinnamon, provides a nice balance to the sweetness and the vanilla. There is even a slight spiciness and bitterness in the back of the mouth.


Finish
The finish is rather short-lived. The wood notes remain dominant in the taste, carried by a slightly bitter dark chocolate with a higher cocoa content. Coconut with vanilla and some sultanas are also present. However, the taste fades quickly and you are tempted to take another sip.


Conclusion
This is a really easy sipper that is particularly strong on the palate.  That's where I liked it best, with the typical flavour profile that I know and appreciate from Venezuelan rums. I would have liked a bit more intensity in the aroma, it was too weak for me, especially for the price of just under €100 at the time.

Sonntag, 5. Mai 2024

Saint James ✕ Excellence Rhum 2006 10th anniversary of ER

 

Rum-X-Eintrag

English-Text-Version


Alexandre Beudet, Mitbegründer von Excellence Rhum in Paris schickte mir vor ein paar Wochen zwei Samples von Flaschen, die speziell für das zehnjährige Firmenjubiläum ausgesucht worden sind. Excellence Rhum ist nicht nur ein in Sachen R(h)um sehr bekannter Online Shop, das Unternehmen hat in Paris auch ein eigenes Ladengeschäft mit über 2.500 Abfüllungen. Ein Teil davon sind speziell für Excellence Rhum abgefüllt worden, wie die beiden Rhums, die ich als Sample nun in meinem Besitz habe.

Der ersten Abfüllung, der ich mich nun nähere ist Saint James ✕ Excellence Rhum 2006 10th anniversary of ER. Dieser aus Martinique stammende Rhum Agricole ist mit 53,1% fassstark und reifte seine 15 Jahre komplett in Sainte-Marie in Martinique in 190 Liter fassende amerikanischen Ex-Bourbon-Fässern. 1.260 Flaschen wurden insgesamt abgefüllt. 


Aussehen
Mahagoni mit einer Spur orangem Safran


Nase
Gleich vom Beginn weg verströmt das Glas eine tolle Aromenfracht. Das Duftpotpourri ist sehr voll, mit richtig viel Tiefe und gleichzeitig aber auch sehr homogen. Die Fassstärke ist nicht wirklich zu spüren. Eine sehr intensive aromatisch angeröstete Eiche, viele Gewürze wie Muskatnuss, Zimt und Nelken. Ein Hauch Eukalyptus umweht immer wieder die Nase. Dies sorgt für eine frische Note und zugleich für einen schönen Kontrapunkt zur doch anfänglich dominaten Eichenfracht und den orientalischen Gewürzen. Mit mehr Luft und Zeit im Glas erscheinen leicht harzige Aromen von zerriebenen Tannennadeln. Der Fruchtanteil bleibt im Hintergrund, wird  mit mehr Sauerstoff dann doch prägnanter. Eingekochtes Pflaumenmus mit einer filigranen Säure, die von Aprikosenkompott, indem sich ein paar Orangenzesten verirrt haben, stammen könnte.

Mit ein paar Tropfen Wasser öffnet sich der Saint Jaimes wunderbar. Die aromatischen Holztöne mit dem Eukalyptus sind immer noch sehr kräftig. Jedoch treten nun die Fruchtnoten deutlicher und voller zu Tage. Überraschend zeigen sich florale Aromen, vor allem Veilchenduft. Interessant. Auch eine zarte Süße ist nun zu erkennen.


Geschmack
Sehr intensives und volles Mundgefühl. Zuerst ein kurzes Aufflackern einer leichten Toffeesüße. Aber rasch übernimmt dwieder as Holz der gerösteten Eiche die Führung im Mund. Viel Zimt und Muskatnuss mit einem leichten Einschlag von Gewürznelken. Schwarzer Tee, der länger gezogen hat, die bitteren Aromen nehmen zu, es wird adstringierend. Ebenso zeigen sich dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil mit Rosinen und einem Hauch von Leder und Tabak. Das Plaumenmus aus der Nase ist nun noch dicker eingekocht, die Aprikosen sind in der Zwischenzeit getrocknet und fügen schöne fruchtige Aromen hinzu. Auch im Mund ist der Alkohol sehr gut integriert.

Beim Geschmack sorgt Wasserverdünnung vielleicht für eine leichte Abschwächung der Eichenholzpower und die anfänglich kurz erscheinende Süße hält sich eine Spur länger. Aber insgesamt bleibt das Geschmacksgefüge ziemlich ident.

Im Ladengeschäft werden wöchentlich Masterclasses, Tastings und Workshops abgehalten. Ein wahres Mekka für R(h)um-Fans!


Abgang
Die Minze in Kombination mit den trockenen Bitterstoffen der Eiche sind hervorstechend. Rosinen und getrocknete Aprikosen liegen im Hintergrund. Sehr lange finden sich noch Muskat und Zimt. Der Rhum bleibt förmlich ewig auf der Zunge und im Rachen cremig liegen.


Fazit
Ein Rhum Agcricole der Spitzenklasse. Diese tolle Harmonie in der Nase zwischen den Holznoten und den Aromen der Gewürze ist großes Kino. Und nicht minder ist das Zusammenspiel der Geschmäcker am Gaumen. So intensiv und zugleich so umwerfend. Er ist fordernd und will erforscht werden. Kein R(h)um fürs nebenbei Süffeln. Dieser Agricole braucht Aufmerksamkeit und Zeit und die sollte man ihm auch zugestehen. Sehr fein und delikat - unverdünnt und auch mit Zugabe von etwas Wasser. Das Sample ist in der Zwischenzeit leider schon leer. Ich tröste mich aber mit dem Gedanken, dass ich noch ein anderes Sample von Alexandre vor mir habe. Wenn dieser Rhum nur annähernd so gut ist, dann kann ich mich noch auf tolle Genussmomente freuen. Und nein, ich verrate noch nicht, um was es sich bei der zweiten Abfüllung handelt.

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English Text-Version


Alexandre Beudet, co-founder of Excellence Rhum in Paris, sent me a couple of weeks ago two samples of bottles that had been specially selected to celebrate the tenth anniversary of the company. Excellence Rhum is not only a well-known online r(h)um shop, it also has a shop in Paris with over 2,500 bottlings. Some of these have been specially bottled for Excellence Rhum, such as the two rhums that I'm now tasting.

The first bottling that I am about to taste is the Saint James ✕ Excellence Rhum 2006 - 10th anniversary of the ER. Aged for 15 years in 190-litre American ex-bourbon barrels at Sainte-Marie in Martinique, this Martinique rhum agricole is 53.1% abv. In all, 1,260 bottles were bottled. 


Appearance
Mahogany colour with hints of orange saffron


Nose
Right from the start, the glass is filled with a fantastic bouquet of aromas and flavours. The potpourri of aromas is very full, with a real depth and, at the same time, very homogeneous. The cask strength is not really noticeable. A very intense aromatic toasted oak, lots of spices like nutmeg, cinnamon and cloves. There is also a hint of eucalyptus that wafts around the nose. This provides a fresh note and a nice counterpoint to the initially dominant oak and oriental spices. Lightly resinous aromas of crushed pine needles emerge with more air and time in the glass. The fruit remains in the background but becomes more pronounced with more oxygen. Preserved plum jam with a delicate acidity that could have come from a stewed apricot in which a few orange peels have found their way.

The Saint Jaimes opens up beautifully with a few drops of water. Aromatic woody notes with eucalyptus are still very present. The fruity notes are now more pronounced and fuller. Surprisingly, floral aromas emerge, especially the scent of violets. Interesting. There is also a delicate sweetness that can now be detected.


Flavour
Very intense and full on the palate. A light toffee sweetness appears briefly at first. But the wood of the toasted oak quickly takes the upper hand again in the mouth. Lots of cinnamon and nutmeg with a hint of clove. Black tea that has been steeped for a long time, the bitter notes increase and it becomes astringent. Dark chocolate with sultanas and a hint of leather and tobacco. The plum jam from the nose is now more concentrated. The apricots are now dried and add beautiful fruity flavours. The alcohol is also very well integrated in the mouth.

On the palate, the water dilution perhaps weakens the oak a little. The sweetness, which is initially fleeting, lingers a little longer. On the whole, however, the structure of the flavours remains pretty much the same.


Finish
The mint, in combination with the dry bitter notes of the oak, is very prominent. Sultanas and dried apricots are in the background. Nutmeg and cinnamon linger very long. On the tongue and in the throat, the rum lingers literally forever.

The shop hosts weekly masterclasses, tastings and workshops. A true mecca for rum lovers!


Conclusion
An outstanding Rhum Agcricole. The great harmony in the nose between the notes of the wood and the aromas of the spices is like great cinema. And the interplay of flavours on the palate is no less impressive. So intense and at the same time so overwhelming. It is demanding and wants to be explored. It is not a rum to be sipped on the side. This Agricole needs attention and time, which should be given. It is very fine and delicate - pure as well as with the addition of a little bit of water. Unfortunately, the sample is already empty. But I console myself with the thought that I still have another sample of Alexandre in front of me. If this one is anywhere near as good, I can look forward to some great moments of pleasure. And no, I won't tell you what the second bottling is.

Fotocredit: Photo 2, 3 & 4 Excellence Rhum/excellencerhum.com


Montag, 29. April 2024

Malteco 25y

 

Rum-X-Eintrag

English-Text-Version


Die gesamte Standardreihe von Malteco, wie auch der Malteco 25y, stammt aus der Kreationsschmiede des Italieners Marco Savio, der auch schon hinter Malecon Rum steht. Die Produktion passierte ursprünglich in in der Destillerie Licorera Quezalteca in Guatemala. 2011 kaufte Diageo das Unternehmen und beschloss die Produktionsstätten hauptsächlich für seine Marken Botran und Zacapa zu verwenden. Aus diesem Grund übersiedelte die Marke Malteco nach Panama und wird seit dem in der Caribbean Spirits Panama Distillery hergestellt. Der guatemaltekische Rum-Stil wurde aber beibehalten, so dient als Basis eingekochter Zuckerrohrsaft (virgin sugar cane honey) anstatt der meist bei der Rum-Produktion üblichen Melasse. Dieser Rohstoff wird beispielsweise auch beim bekannten Ron Zacapa verarbeitet. 

Wie so oft in der Rum-Welt ist auch beim Malteco die Jahresangabe am Label nur ein Richtwert und nicht wie beim schottischen Single Malt eine verbindliche Altersangabe. So verbergen sich hier verschieden alte Rums, die bis zu 25 Jahre alt sein können. Exakte Informationen findet man natürlich keine, im Internet gibt es Hinweise, dass die Rums in diesem Blend zwischen 19 und 25 Jahre alt sein sollen. Mit 40% Alkoholstärke und gefärbt kommt der Rum in die Flasche.


Aussehen
Dunkles Bernstein (gefärbt)


Nase
Sehr angenehme leicht fruchtige und zugleich süße Nase mit viel Vanille, weichem Karamell mit Marillenmarmelade und getrockneten Bananenechips. Auch ein paar mit Zimt bestreute Kokosraspeln in Milchschokolade getaucht, finden sich im Geruch wieder. Etwas frische Minze blinzelt immer wieder hervor. Eine nicht allzu intensive aber doch bemerkbare Eichenwürze zeugt von der längeren Reifezeit und dem Alter. Insgesamt ist der Geruch sehr weich, die Aromen sind sehr harmonisch mit einander verwoben. 


Geschmack
Ein seidenes Mundgefühl mit einem sanften Antritt, aufgrund des nicht allzu hohen Alkoholgehalts. Die fruchtig süße Marillenmarmelade bekommt Unterstützung von Vanille, Karamell, Kokosnuss und saftigen Rosinen. Dazu kommt Milchschokolade mit einer Handvoll gerösteter Mandeln. Leichte Holzaromen sorgen für einen angenehmen Kontrapunkt zum grundsätzlich süßen Grundcharakter. Jedoch ist die Süße hier im Gegensatz zu anderen Vertretern des spanischen Stils nicht überbordend und hält sich gut die Waage. Wenn, dann wurde hier nur wenig mit Zucker nachgeholfen.


Abgang
Eine leichte bittere Note von gerösteten Mandeln und Kokosraspeln sorgt für eine feine Annäherung des Holzeinflusses der Ex-Bourbonfässer. Immer noch die Vanille und die Honigsüße im schmeckend geht es in Richtung mittellanges Finish.


Fazit
Die 25jährige Abfüllung gefällt mir deutlich besser als ihre fünf Jahre jüngere Variante. Die Aromen sind, obwohl weich und ausgewogen, doch intensiver und ausgeprägter, als beim 20jährigen. Ja, es ist sicherlich mit etwas Zucker nachgeholfen worden. Aber wie schon bei den anderen Jahrgängen wurde auch bei der ältesten Variante nicht übertrieben. Es ist nicht mein favorisierter Rum-Stil, aber er ist handwerklich gut gemacht. Sowohl für Einsteiger wie Rumliebhabern, die es auch mal gerne weicher und süßer mögen, eine gute Alternative zu Zacapa Rum und Co.

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English Text-Version


The entire Malteco core range, including Malteco 25y, comes from the creative workshop of Italian Marco Savio, who is also behind Malecon Rum. The production was originally carried out at the distillery of Licorera Quezalteca in Guatemala. Diageo bought the company in 2011, with the intention of using the production facilities primarily for its Botran and Zacapa brands. As a result, the Malteco brand moved to Panama and has since been in production at the Caribbean Spirits Panama distillery. However, the Guatemalan rum style has been retained. The base is boiled sugar cane juice (virgin sugar cane honey) instead of the molasses usually used in rum making. The famous Ron Zacapa, for example, also uses this raw material. 

As is so often the case in the rum world, the age stated on the Malteco label is only a guideline. It is not a binding indication of age, as is the case with Scottish Single Malt. This means that there are rums of varying ages, up to 25 years. There is of course no exact information. However, there are indications on the internet that the rums in this blend are between 19 and 25 years old. The rum is bottled at 40% abv and coloured.


Appearance
Dark amber (coloured)


Nose
Very pleasant, slightly fruity and sweet nose with lots of vanilla, soft caramel with apricot jam and dried banana chips. A few pieces of grated coconut, sprinkled with cinnamon and dipped in milk chocolate, can also be found on the palate. A hint of fresh mint can be detected from time to time. A not too intense, but still noticeable, oak flavour is evidence of the long maturation and age. All in all, the aroma is very soft and the flavours are woven together in a very harmonious way. 


Palate
Silky in the mouth, with a soft start due to the low alcohol content. The fruity, sweet apricot jam is supported by vanilla, caramel, coconut and juicy sultanas. There is also milk chocolate with a handful of roasted almonds. Light woody notes provide a pleasant counterpoint to the fundamentally sweet character. However, unlike other Spanish styles, the sweetness here is not excessive and well balanced. If anything, only a little sugar has been added.


Finish
A slightly bitter note of toasted almonds and grated coconut, with a subtle hint of wood from the ex-bourbon casks. There are still hints of vanilla and honey sweetness, and the finish is medium length.


Conclusion
I like the 25-year-old bottling much better than its five-year-younger variant. The flavours, although soft and balanced, are more intense and developed than the 20-year-old. Yes, some additional sugar has certainly been added. But as with the other bottlings of Maltecos core range, the oldest version has not been sugar-coated. It is not my favourite style of rum, but it is well crafted. A good alternative to Zacapa rum and others for beginners as well as rum lovers who like it softer and sweeter.

Sonntag, 18. Februar 2024

Rumbastic Worthy Park 15y Moscatel Cask Matured

 

RumX Link

English Text-Version


Marco Bonn und das Brühler Whiskyhaus haben mit A Dream of Scotland und The Fine Art of Whisky nicht nur erfolgreiche Single Malt Reihen am Start, sondern mit Rumbastic auch eine eigene Marke für fassstarke Rum-Abfüllungen. Bis dato hatte ich noch keine Rumbastic Abfüllung im Glas. Dies ändert sich jetzt. Ich bin zwar kein wirklicher Fan von Jamaika Rums, jedoch konnte ich diesem Gesamtpaket, einem Worthy Park mit beachtlichen 15 Jahren Reifedauer in einem Mocatel Cask nicht widerstehen.

Wie immer beim Brühler Whiskyhaus wurde auch hier weder nachgefärbt noch nachgezuckert. Der Alkoholgehalt mit 55,3% verspricht einiges in Sachen Aromenspiel und -power.


Aussehen
Mahagoni


Nase
Das Moscatelfass hat ganze Arbeit geleistet. Wie Sirup liegt die Süße der Trauben über dem Glas. Wuchtige Aromen von Muskatnuss, Rumrosinen, eingekochten Marillen- und Pflaumenröster sowie halbtrockene Feigen. Vom eigentlichen Jamaikaner ist erst nach einiger Zeit und dies auch eher im Hintergrund etwas zu riechen. Vor allem reife Bananen und Vanille sind auszumachen. Für Fans des typischen Jamaika Funks ist hier wenig übrig geblieben. Der Alkohol beruhigt sich nach ein paar Minuten im Glas und sorgt danach für einen optimalen Untergrund für die Aromenfracht.


Geschmack
Extrem cremig und wirklich wie ein dickflüssiger Sirup gleitet die Spirituose in den Mundraum. Karamell und Honig in Kombination sorgen für einen sehr süßen Start, der rasch durch den Alkohol eine spritzige, leicht scharfe Anekdote erhält. Danach folgen die aus der Nase bekannten Noten von Rosinen, Trockenaprikosen, Feigen, Pflaumen und viel Muskatnuss in Begleitung von Zimt. Sehr reife, zerdrückte Bananen mit Bourbon Vanille sind ebenfalls - wenn auch eher im Hintergrund - zu schmecken. Wie im Geruch fehlen auch im Mund jegliche funky Noten.


Abgang
Die Süße setzt sich im Finish weiter fort. Sie bekommt weiterhin Unterstützung durch Zimt und Muskatnuss. Mit Fortdauer wird es etwas adstringierend und bekommt eine leicht bittere Note. Die Rosinen und die Bananen sind noch länger im Mundraum zu schmecken.


Fazit
Das Süßweinfass war sehr aktiv. Meine Güte, was für ein süßer Rumsirup - und dies wohlgemerkt ohne zusätzliche Süßung! Wer den Stil von Marco Bonn bei seinen A Dream of Scotland Whisky Abfüllungen kennt, sieht hier bei dieser Rumbastic Variante deutliche Parallelen, was den fast schon brachialen Fasseinfluss angeht. Ein Stil der polarisiert.

Für Puristen und Jamaika Aficionados ist dieser Rum sicherlich nicht der Richtige. Wer, wie ich, nicht soo auf den typischen Jamaika Funk mit seinem Hochesterkonzentrat und den damit verbundenen ölig, dreckigen Aromen steht, für den ist dieser Rum schon einen Versuch wert. Sicherlich nicht für jeden Tag. Aber zur passenden Stunde ist dies schon ein leckeres Dessert.

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English Text-Version


With A Dream of Scotland and The Fine Art of Whisky, Marco Bonn and the Brühler Whiskyhaus not only have successful single malt ranges at the start, but also their own brand for cask strength rum bottlings, Rumbastic. To date, I haven't had a Rumbastic bottling in my glass. This is now changing. I'm not really a fan of Jamaican rums, but I couldn't resist this complete bundle, a Worthy Park with a remarkable 15 years of maturation in a Mocatel cask.

As always with the Brühler Whiskyhaus, no colouring or sugaring was added. The alcohol content of 55.3% promises a lot in terms of flavour and potency.

Appearance
Mahogany colour

Nose
The Moscato cask has done a great job. The sweetness of the grapes lies over the glass like syrup. Powerful aromas of nutmeg, rum sultanas, cooked roasted apricots and plums as well as semi-dried figs. The actual Jamaican flavour can only be smelled after some time, and then rather in the background. Ripe bananas and vanilla are the main flavours. There is little left here for fans of typical Jamaican funk. The alcohol calms down after a few minutes in the glass and then provides an ideal base for the flavours.
(Fotocredit: Brühler Whiskyhaus)


Flavour
Extremely creamy and really like a viscous syrup, the spirit glides into the mouth. The combination of caramel and honey makes for a very sweet start, which is quickly given a tangy, slightly spicy anecdote by the alcohol. This is followed by the well-known notes of sultanas, dried apricots, figs, plums and plenty of nutmeg accompanied by cinnamon. Very ripe, crushed bananas with bourbon vanilla can also be tasted, albeit more in the background. As with the flavour, there are no funky notes in the mouth.


Finish
The sweetness remains in the finish. It continues to be supported by cinnamon and nutmeg. It becomes a little astringent as it goes on and takes on a slightly bitter note. The sultanas and bananas can still be tasted in the mouth.


Conclusion
The sweet wine cask has been very active. My goodness, what a sweet rum syrup - and without any additional sweetening, mind you! Anyone familiar with Marco Bonn's style in his A Dream of Scotland whisky bottlings will see clear parallels in this Rumbastic variant in terms of the almost aggressive cask influence. A style that polarises.

This rum is certainly not the right one for purists and Jamaican aficionados. If, like me, you don't like the typical Jamaican funk with its high-ester concentrate and the associated oily, dirty flavours, this rum is worth a try. Certainly not for every day. But at the right time of day, this is a delicious dessert.

Montag, 2. Oktober 2023

Transcontinental Rum Line Venezuela 2006

 

Rum-X-Eintrag

English-Text-Version


Die limitierte Serie „Transcontinental Rum Line“ kommt aus dem Hause La Maison du Whisky. Dieser 60,9%ige Rum reifte elf Jahre in Venezuela, wurde dann nach Frankreich verschifft, wo er eineinhalb Jahre weiter reifen konnte. Dieser im spanischen Stil destillierte Rum wurde auf Column Stills aus Melasse gebrannt. Ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltration gelangte er in die Flaschen.


Aussehen
Bernstein.


Nase
Unverdünnt merkt man die Kraft der fast 61% recht deutlich. Der Alkohol sticht ziemlich in der Nase und überdeckt die eigentlichen Aromen. Verfliegt die erste Alkoholdruckwelle, erkennt man die typischen Aromen eines Rums aus Venezuela. Es kommen Muskatnuss, Zimt, Gewürznelken, Rosinen und Karamell zum Vorschein. Auch eine anständige Portion Würze vom Holz der Fässer ist im Geruch vorhanden.

Na bitte! Mit Wasserzugabe verändert er sich deutlich. Die Aromen kommen viel besser heraus, er wird süßer, weicher, runder. Nun ist auch geraspelte Kokosnuss zusätzlich zu den bereits angeführten Bestandteilen vorhanden.


Geschmack
Pur ohne Wasser ist der erste Schluck sehr scharf. Hinter der Schärfe versteckt sich eine intensive Karamellsüße. Rosinen und die Gewürze aus der Nase geben den primären Ton an.

Mit Wasser wird es sofort viel angenehmer im Mund. Weiterhin sehr süß, nun jedoch mit viel mehr Rosinen, Vanille und Kokusnuss. Die Gewürze sind ebenfalls da. Und der Alkohol ist immer noch deutlich, gibt den Aromen nun vor allem Unterstützung und Kraft. 


Abgang
Ohne Wasser ist der Abgang nicht von langer Dauer. Die Rosinen mit der Muskatnuss und dem Zimt werden von Holzaromen begleitet.

Mit Wasser ist das Finish viel intensiver und länger, sehr viel länger. Vor allem die Gewürze, Rosinen und das Holz finden sich lange am Gaumen wieder.


Fazit
Unverdünnt wirkt er jung und spritig. Die Aromen tun sich sehr schwer, sich gegen den Alkohol zu behaupten. Mit Wasserzugabe, er verträgt glücklicherweise eine ordentliche Menge davon, wird es wesentlich angenehmer und aromatischer. Jetzt gefällt er mir, vor allem im Geschmack, richtig gut. Verdünnt ist er sehr süffig, gefährlich süffig. 

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English Text-Version


The limited series "Transcontinental Rum Line" comes from La Maison du Whisky. This 60.9% rum matured for eleven years in Venezuela, then was shipped to France where it was allowed to mature further for one and a half years. Distilled in the Spanish style, this rum was distilled on column stills from molasses. It was bottled without colouring and without chill filtration.


Appearance
Amber.


Nose
Undiluted, you notice the strength of the almost 61% quite clearly. The alcohol stings quite a bit in the nose and masks the actual flavours. Once the first alcohol pressure wave passes, the typical aromas of a rum from Venezuela become apparent. Nutmeg, cinnamon, cloves, sultanas and caramel come to the fore. A decent portion of spice from the wood of the barrels is also present in the aroma.

There you go! It changes significantly with the addition of water. The flavours come out much better, it becomes sweeter, softer, rounder. Now rasped coconut is also present in addition to the ingredients already listed.


Taste
Pure without water, the first sip is very sharp. Behind the spiciness hides an intense caramel sweetness. Sultanas and the spices from the nose set the primary tone.

With water, it immediately becomes much more pleasant in the mouth. Still very sweet, but now with much more sultanas, vanilla and coconut. The spices are there too. And the alcohol is still evident, now giving the flavours support and strength above all. 


Finish
Without water, the finish is not long-lasting. The sultanas with the nutmeg and cinnamon are accompanied by wood flavours.

With water, the finish is much more intense and longer, much longer. Especially the spices, sultanas and wood are found on the palate for a long time.


Conclusion
Undiluted, it seems young and tangy. The aromas find it very difficult to hold their own against the alcohol. With the addition of water, which it fortunately tolerates a fair amount of, it becomes much more pleasant and aromatic. Now I really like it, especially the taste. Diluted, it is very drinkable, dangerously drinkable. 

Montag, 4. September 2023

Malteco 20y

 

Rum-X-Eintrag

English-Text-Version


Aussehen
Bernstein.


Nase
Anfänglich etwas verhalten und leicht. Außer einer guten Portion Karamell und Vanille kommt zu Beginn nicht viel aus dem Glas. Der 15y Bruder war hier deutlich kraftvoller und spendabler mit seinen Aromen. Nach ein paar Minuten Standzeit öffnet sich die Nase mehr. Die Vanille wird feiner, nicht mehr so künstlich, jetzt ist es mehr der Duft einer geöffneten Bourbon Vanilleschote. Milchschokolade mit weichem Toffee, Creme Brûlèe mit gebranntem Karamell. Im Hintergrund erkennt man eine leichte Fruchtnote, wie getrocknete Stücke von Mango und Papaya.


Geschmack
Süßer, jedoch gottseidank nicht zu süßer, Antritt mit cremigem Mundgefühl. Creme Brûlée mit viel Vanille und Milchschokolade. Leichte Noten von Zimt und Muskatnuss mit etwas Holzwürze, aber nur sehr dezent im Hintergrund. Die Schokolade bekommt beim zweiten Schluck mehr Kakaoanteil und eine Füllung von Kokosnuss, ähnlich einem Bounty. Die Frucht wandelt sich mehr in Richtung Orange und frischer Mango, spielt aber weiterhin nur die zweite Geige im Geschmack.


Abgang
Die leicht würzigen und bitteren Aspekte vom Holz nehmen etwas zu. Es bleibt aber weiterhin ein sehr weiches und ausgewogenes Aromenspiel. Die Bounty Assoziation ist wieder da. Das Finish ist insgesamt aber eher von kurzer Dauer.


Fazit
Wie schon die beiden jüngeren Abfüllungen ist auch der 20y Vertreter von Malteco mehr etwas für Einsteiger oder für Genießer von eher leichten weichen Rums. Die fünf Jahre mehr an Reifung gegenüber dem 15y erkennt man an einem höheren Grad an Ausgewogenheit. Jedoch hatte der jüngere Bruder ein volleres Aromenspiel. Der 20jährige benötigt etwas Anlaufzeit. Positiv ist, dass er doch weniger süß ist, dies kommt ihm bzw. meinem Geschmacksprofil zu Gute. Ein angenehmer Rum, der nicht zu viel Aufmerksamkeit benötigt, aber sehr süffig ist.

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English Text Version


Appearance
Amber.


Nose
Initially a little reserved and light. Apart from a good portion of caramel and vanilla, not much comes out of the glass at the beginning. The 15y brother was much more powerful and generous with its aromas. After few minutes, the nose opens up more. The vanilla becomes more delicate, no longer so synthetic, now it's more the aroma of an opened bourbon vanilla bean. Milk chocolate with soft toffee, crème brûlée with burnt caramel. In the background you can detect a slight fruity note, like dried pieces of mango and papaya.


Taste
Sweet, but thankfully not too sweet, start with a creamy mouthfeel. Creme brûlée with lots of vanilla and milk chocolate. Light notes of cinnamon and nutmeg with some wood spice, but only very subtle in the background. The chocolate gets more cocoa percentage at the second sip and a filling of coconut, similar to a Bounty. The fruit turns more towards orange and fresh mango, but continues to play second fiddle to the flavour.


Finish
The slightly spicy and bitter aspects from the wood increase a little. But it remains a very soft and balanced flavour play. The Bounty association is there again. The finish is rather short-lived overall.


Conclusion
Like the two younger bottlings, the 20y representative of Malteco is more something for beginners or for fans of rather light soft rums. The five more years of maturation compared to the 15y can be recognised by a higher degree of balance. However, the younger brother had a richer aroma. The 20 year old needs some time to mature. On the positive side, it is less sweet, which benefits it and my taste profile. A pleasant rum that doesn't need too much attention, but is very drinkable.

Montag, 14. August 2023

Appleton Estate 8y Reserve

 

RumX Link

English Text Version

Jamaika ist in der Rumwelt das schottische Islay in der Whiskywelt. Rum aus Jamaika hat durch seine hohen Esterwerte einen ganz typischen, einzigartigen Geschmack. Wie bei rauchigen Whiskys ist es auch bei Rums aus Jamaika, man liebt sie oder man hasst sie. Wer sich mit dem Thema Rum intensiver beschäftigen will, sollte zumindest einmal einen Rum aus Jamaika mit diesem besonderen Funk gekostet haben.

Die Abfüllungen von Appleton Estate sind hier vielleicht ein guter Einstieg in diese Aromenwelt. Sie verbinden meiner Meinung nach sehr gut diese speziellen Hochesternoten mit den, für den Einsteiger, typischen Rum-Aromen und kombinieren sie zu einem hocharomatischen Ganzen. Der Appleton Estate Rare Blend 12y war mein erster Berührungspunkt mit dieser Brennerei. Ein toller Rum. Der jüngere Bruder davon ist der 8y Reserve.

Er ist ein Blend aus Pot- und Column Still-Rums und wird mit 43% Alkoholstärke in die Flasche gefüllt. Der Rum wird aus Melasse erzeugt.


Aussehen
Terracotta


Nase
Dezente Anklänge der typischen Esternoten gleich zu Beginn. Weiters Ananas mit Bananenmus, Vanillecreme und Kokosraspeln. Stücke von einer reifen Ananas. Leichtes Prickeln und ein frischer Hauch vom Alkohol in der Nase. Insgesamt ein recht harmonisches Aromenprofil. Mit ein, zwei Tropfen Wasser tritt eine schöne Würzigkeit mit Muskatnuss, Currygewürz zu Tage.


Geschmack
Leicht süßer Antritt. Weiches, etwas wässriges Mundgefühl. Tropische Frucht mit leichtem Estereinschlag. Wieder viel Kokosnussraspeln mit Vanille und Milchschokolade. Leichte Würzigkeit vom Holz der Fässer. Im Geschmack ist der Alkohol sehr schön integriert. Ein Tropfen Wasser hilft beim Entfalten der Aromen.


Abgang
Die Vanille und die Kokosnuss ziehen sich länger im Geschmack, ansonsten recht kurzer Abschied. Schön wärmend im Finish, eine leicht bittere Note legt sich auf den Gaumen.


Fazit
Ein sehr runder, weicher Jamaikaner mit einem unaufgeregten dezenten aber delikaten Aromenspiel. Ester und ordentlich Vanille und Kokos dominieren im Geruch wie auch im Geschmack. Lässt sich sehr gut pur trinken, macht aber sicher auch in diversen Cocktails eine gute Figur. Der 12jährige größere Bruder ist jedoch was Aromendichte und Harmonie betrifft, für mich nochmals ein Stück höher zu bewerten, er kostet jedoch auch ungefähr € 10,- im Schnitt mehr. 

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English Text Version

In the rum world, Jamaica is like the Scottish Islay in the whisky world. Due to its high ester values, rum from Jamaica has a very typical, unique taste. As with smoky whiskies, it is the same with rums from Jamaica: you love them or you hate them. Anyone who wants to delve more deeply into the subject of rum should at least once have tasted a rum from Jamaica with this special funk.

The Appleton Estate bottlings are perhaps a good introduction to this world of aromas. In my opinion, they combine very well these special high star notes with the typical rum flavours for beginners and combine them into a highly aromatic whole. The Appleton Estate Rare Blend 12y was my first contact with this distillery. A great rum. The younger brother of this is the 8y Reserve.

It is a blend of pot and column still rums and is bottled at 43% alcohol strength. The rum is produced from molasses.


Appearance
Terracotta


Nose
Discreet hints of the typical estery notes right at the beginning. Further pineapple with banana puree, vanilla cream and coconut flakes. Pieces of ripe pineapple. Slight tingling and a fresh hint of alcohol on the nose. Overall, quite a harmonious aroma profile. With a drop or two of water, a nice spiciness emerges with nutmeg, curry spice.


Taste
Slightly sweet attack. Soft, somewhat watery mouthfeel. Tropical fruit with a slight estery touch. Again, lots of coconut shavings with vanilla and milk chocolate. Slight spiciness from the wood of the barrels. The alcohol is nicely integrated in the taste. A drop of water helps the flavours to unfold.


Finish
The vanilla and coconut linger longer on the palate, otherwise quite a short farewell. Nice and warming finish, a slightly bitter note settles on the palate.


Conclusion
A very round, smooth Jamaican with an unexciting discreet but delicate play of flavours. Ester and a good amount of vanilla and coconut dominate the smell as well as the taste. Drinks very well straight, but certainly also cuts a good figure in various cocktails. The 12-year-old bigger brother is, however, in terms of aroma density and harmony, to be rated a bit higher for me, but it also costs about € 10,- more on average. 

Sonntag, 26. Februar 2023

Foursquare 2005 Cask Strength 12y

 

RumX Link

English Text-Version

Dieser Rum ist die sechste Abfüllung aus der Exceptional Cask Serie aus der Foursquare Destillerie auf Barbados. Er wurde 2018 als Supreme Champion der International Spirits Challenge ausgezeichnet. Bei dieser Einzelfassabfüllung wurden Pot-Still- und Column-Still-Rums miteinander vermischt und lagerte danach für 12 Jahr in Ex-Bourbon Fässern. 

Der Blend wurde ohne Zucker und Farbstoffzugabe mit fassstarken 59% Alkohol in insgesamt 12.000 Flaschen abgefüllt. Von den insgesamt 12.000 Flaschen kamen je 6.000 Stück nach Europa und die USA.


Aussehen
Bernstein.


Nase
Kräftiger pfeffriger, leicht alkoholischer Antritt zu Beginn in der Nase - verfliegt sehr rasch. Danach folgen Aromen nach braunem karamellisiertem Zucker, Kokosnuss, Vanille, Rosinen, Muskatnuss, Zimt, und die würzige Eiche. Alle Geruchsnoten sind sehr harmonisch miteinander verwoben. Komplettiert wird das Duftbouquet durch getrocknete Bananenchips mit braunem Karamell. Mit mehr Zeit im Glas reduziert sich der Alkoholstich immer mehr.


Geschmack
Schöner kräftiger, vollmundig, cremiger Antritt der mit einer leckeren dezenten Süße mit Karamell und eingelegten Rosinen aufwartet. Kokosnuss und Vanille mit den Bananenchips aus der Nase und Zimt zeigen sich nach der süßen Note. Angenehme Würzigkeit der Eichenfässer, leichte Eukalyptusnote. Alkohol ist gut eingebunden, im Mund ist von Pfeffer oder Ingwerschärfe nichts mehr zu merken.


Abgang
Schön wärmend, kräftig. Die Kokosnuss, zusammen mit der Eiche und den Rosinen sowie dem Muskat sind weiterhin dominant. Leichte bittere Aspekte gegen Ende hin mit einer leichten Trockenheit hinten am Gaumen. Mittel bis langes Finish.


Fazit
Toller Barbados Rum. Leckeres Aromenspiel in einer perfekten Harmonie. Genauso muss Rum schmecken. Lässt sich trotz Fassstärke gut pur trinken, ein paar wenige Tropfen Wasser stören jedoch nicht. Ich weiß, warum Barbados und im Speziellen Foursquare zu meinen Favoriten bei Rumnationen und -brennereien gehört. Bin ich froh, dass ich eine Flasche von diesem Traumnektar noch habe.

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English Text-Version


This rum is the sixth bottling from the Exceptional Cask Series from the Foursquare distillery in Barbados. It was awarded Supreme Champion of the International Spirits Challenge in 2018. This single cask bottling blended pot still and column still rums and then aged for 12 years in ex-bourbon casks. 

The blend was bottled without sugar and colouring at a strong 59% alcohol in a total of 12,000 bottles. Of the total 12,000 bottles, 6,000 each were shipped to Europe and the USA.

Fotocredit: Foursquare


Appearance
Amber.


Nose
Strong peppery, slightly alcoholic attack at the beginning of the nose - fades very quickly. This is followed by aromas of brown caramelised sugar, coconut, vanilla, sultanas, nutmeg, cinnamon, and the spicy oak. All the olfactory notes are very harmoniously interwoven. The bouquet is completed by dried banana chips with brown caramel. With more time in the glass, the alcoholic tinge reduces more and more.


Taste
Nice strong, full-bodied, creamy attack that has a delicious subtle sweetness with caramel and pickled sultanas. Coconut and vanilla with the banana chips from the nose and cinnamon show up after the sweet note. Pleasant spiciness from the oak barrels, light eucalyptus note. Alcohol is well integrated, nothing of pepper or ginger spiciness in the mouth.


Finish
Nice and warming, strong. The coconut, along with the oak and sultanas and nutmeg continue to be dominant. Slight bitter aspects towards the end with a slight dryness at the back of the palate. Medium to long finish.


Conclusion
Great Barbados rum. Delicious interplay of flavours in a perfect harmony. That's exactly how rum should taste. Can be drunk neat despite the strength of the barrel, but a few drops of water do not interfere. I know why Barbados, and Foursquare in particular, is one of my favourite rum nations and distilleries. I'm glad I still have a bottle of this dream nectar.



Mittwoch, 17. August 2022

Quick-Notes: Malteco 10y

 

Rum-X-Eintrag

English-Version

Aussehen
Dunkles Rotgold


Nase
Nicht sehr intensiv in der Nase dafür aber harmonisch mit einer leichten Süße mit viel Vanille und Karamell. Milchschokolade und Nugat mit gerösteten Mandeln. Alkohol ist nicht wahrzunehmen.


Geschmack
Leichter und gleichzeitig weicher Körper mit mehr Zuckersüße als im Geruch. Dazu eine ordentliche Portion Vanille und Karamell. Leichte Aromen von Zimt und Muskatnuss. Etwas Würze der Fässer.


Abgang
Das Final zeigt einen dezenten Holzeinfluss, der sich mit einer leichten Trockenheit mit etwas Würzigkeit am Gaumen präsentiert. Dazu immer noch viel Vanille und Gewürze. Insgesamt eher kurz im Abgang.


Fazit
Ähnelt schon deutlich seinem älteren Bruder, dem 15y. Ein angenehmer Rum mit einer starken Vanille- und Karamellnote. Trotz dem er nachgezuckert ist, fällt die Süße nicht extrem auf. Das gefällt mir. Die Aromen auf der Zunge sind luftig und leicht. Ein wenig mehr Intensität wäre schön. Alles in allem aber ein sehr gutes PLV. Ich würde jedoch den 15y dem 10y vorziehen, um ein paar Euro mehr bekommt man intensivere Aromen und Geschmacksnoten - vor allem im Mund war der 10y mir etwas zu leicht.

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English-Version


Appearance
Dark red gold


Nose
Not very intense on the nose but harmonious with a slight sweetness with lots of vanilla and caramel. Milk chocolate and nougat with toasted almonds. Alcohol is not perceptible.


Taste
Light and at the same time soft body with more sugar sweetness than in the smell. In addition, a good portion of vanilla and caramel. Light aromas of cinnamon and nutmeg. Some spice from the casks.


Finish
The finish shows a subtle wood influence with a slight dryness with some spiciness on the palate. Still plenty of vanilla and spice to go with it. Overall, rather short on the finish.


Conclusion
Already clearly resembles its older brother, the 15y. A pleasant rum with a strong vanilla and caramel note. Despite being sweetened, the sweetness is not extremely noticeable. I like that. The flavours on the tongue are airy and light. A little more intensity would be nice. All in all, however, a very good PLV. However, I would prefer the 15y to the 10y, for a few euros more you get more intense aromas and flavours - especially in the mouth the 10y was a bit too light for me.

Sonntag, 12. Juni 2022

The Pearl of Mauritius

 


RumX Link


Spiced Rums, also Rum der mit zusätzlichen Mazerate - also Aromen - vermischt oder veredelt wird, ist eigentlich nicht so meine erste Wahl. Das Sample vom The Pearl of Mauritius bekam ich bei meinem letzten Kauf bei Rumzentrum in Baden dazugescheckt. Also warum nicht eine Chance geben und verkosten.

Die als Rum-Spirituose deklarierte Abfüllung ist ein Rum-Blend und wurde mit 42% Alkohol sowie mit Haselnuss und Vanille Mazerate vermischt. 


Ausehen
Mattes helles Bernstein


Nase
Sofort starke Assoziationen zu Nutella und Knoppers. Haselnusscreme mit Vanille und Keksen. Dahinter etwas Gewürze wie Kardamon, Muskat und Zimt. Sehr süß in der Nase, der Alkohol ist leicht spürbar. 


Geschmack
Sehr süßer Antritt und gleichzeitig sehr cremiges Mundgefühl. Die hinzugefügten Haselnuss- und Vanille Mazerate sind absolut im Vordergrund. Beide Geschmacksnoten dominieren. Es schmeckt aber etwas künstlich. 


Abgang
Leicht wärmend durch den Alkohol. Die Süße klebt noch leicht am Gaumen. Die etwas künstliche Vanille und die Nugatcreme wehen noch kurz nach. Alles in allem recht kurz.


Fazit
Es gibt durchaus eine Fan-Gruppe von solchen „veredelten“ Rum Spirituosen. Meine Sache ist es jedoch nicht. Weder die sehr starke süße - nachgezuckerte - Grundstruktur noch die Mazeration. Wer einmal den Weg in Richtung nicht nachgesüßte R(h)ums eingeschlagen hat, der kommt mit dieser Art von Spirituose nicht mehr klar. Wer jedoch auf der Suche nach einem flüssigen Schoko/Nuss Dessert ist, der ist hier perfekt aufgehoben.

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Spiced rums, i.e. rums that are mixed or refined with additional macerates - flavours - are not really my first choice. I was given a sample of The Pearl of Mauritius with my last purchase at Rumzentrum in Baden. So why not give it a chance and taste it.

Declared as a rum spirit, the bottling is a rum blend and was mixed with 42% alcohol as well as hazelnut and vanilla macerates. 


Appearance
Matt light amber


Nose
Immediately strong associations with Nutella and Knoppers. Hazelnut cream with vanilla and biscuits. Behind that some spices like cardamom, nutmeg and cinnamon. Very sweet on the nose, the alcohol is slightly noticeable. 


Taste
Very sweet attack and at the same time very creamy mouthfeel. The added hazelnut and vanilla macerates are absolutely in the foreground. Both flavours dominate. It tastes a little artificial though. 


Finish
Slightly warming due to the alcohol. The sweetness still sticks slightly to the palate. The somewhat artificial vanilla and nougat cream still waft briefly. All in all, quite short.


Conclusion
There is definitely a fan group of such "refined" rum spirits. However, it is not my cup of tea. Neither the very strong sweet - post-sugared - basic structure nor the maceration. Once you have taken the path towards unsweetened r(h)ums, you will not be able to cope with this type of spirit. However, if you are looking for a liquid chocolate/nut dessert, this is the perfect choice.



Samstag, 14. Mai 2022

Karukera L‘Espression Brut de fût 50,1%

 

RumX Link


Ausehen
Dunkler Bernstein


Nase
Sehr schöne aromatische Süßholznoten mit Milchschokolade, Vanille, getrocknete Trauben, geraspelte Kokosnuss in Zuckersirup eingelegt, kandierte Orangen, Muskat, Zimt. Alkohol zeigt sich mit einer leichten Frische und Minzschokolade, After Eight nicht unähnlich, wenn man die Blättchen auseinander bricht. Mit ein paar Tropfen Wasser einerseits mehr Gewürze aber nun auch Schokobananen. 


Geschmack
Schöne leichte Süße der getrockneten Trauben und der kandierten Orange und Kokosnuss. Schnell prickelnd, würzig mit etwas Pfeffer. Tabakblätter mit Gewürzen. Viel Zimt und Muskat und dunkle Schokolade mit Nuss. Mit Wasser wird es cremig süßer mit einem Mehr an Frucht und der Geschmack wird runder, harmonischer.


Abgang
Viele Rosinen und Tabak mit einer sehr schönen holzigen Note. Nüsse und Kokosnuss. Lange im Mund verweilend. 


Fazit
Vom Beginn bis zum aromatischen Finish ein sehr schöner Rum, der mich vor allem von seinen tollen holzigen und Gewürz-Noten überzeugt. Zusammen mit einem sehr schönen ausgewogenen Fruchtanteil. Man kann die knapp 50% wunderbar pur trinken, dann hat er mehr Wumms, aber er belohnt einen dafür auch mehr im Geschmack. Das Cognac Fass merkt man meiner Meinung nach durch die Traubenassoziation und vor allem auch durch dieses schöne Holzaroma. Mein erster Rum aus Guadeloupe, sicher nicht mein letzter! 

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Fotocredit: rhum-karukera.com

Appearance
Dark amber


Nose
Very nice aromatic liquorice notes with milk chocolate, vanilla, dried grapes, grated coconut soaked in sugar syrup, candied orange, nutmeg, cinnamon. Alcohol shows up with a slight freshness and mint chocolate, After Eight not unlike when you break the leaves apart. With a few drops of water on the one hand more spices but now also chocolate bananas. 


Taste
Nice light sweetness of the dried grapes and candied orange and coconut. Quickly tingling, spicy with some pepper. Tobacco leaves with spices. Lots of cinnamon and nutmeg and dark chocolate with nut. With water it becomes creamy sweeter with more fruit and the taste becomes rounder, more harmonious.


Finish
Lots of sultanas and tobacco with a very nice woody note. Nuts and coconut. Lingering in the mouth for a long time. 


Conclusion
From the start to the aromatic finish, a very nice rum that convinces me especially with its great woody and spicy notes. Together with a very nice balanced fruit content. You can drink the almost 50% wonderfully neat, then it has more punch, but it also rewards you more in taste. In my opinion, you notice the cognac barrel through the grape association and especially through this beautiful wood aroma. My first rum from Guadeloupe, but certainly not my last! 


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