Spirits of the Forest
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Mittwoch, 21. Januar 2026

Linkwood 2012 – Spirits of the Forest IV (Whic)

 

Whiskybase

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Eine Kehlkopfentzündung ist fürs Whiskytrinken eher suboptimal, wie ich in den letzten zwei Wochen am eigenen Leib – und vor allem am eigenen Kehlkopf – erfahren musste. Entsprechend war es mir auch nicht möglich, das wöchentliche Tasting für meinen Blogartikel abzuhalten. Glücklicherweise habe ich mir über die Jahre angewöhnt, stets ein oder zwei Verkostungsnotizen in Reserve zu haben, um für genau solche Fälle gewappnet zu sein.

Diesen neunjährigen Linkwood aus dem Jahr 2012, die vierte Abfüllung aus der Spirits of the Forest-Serie von whic.de, habe ich tatsächlich bereits im Mai des vergangenen Jahres an einem warmen Sonntagnachmittag verkostet und meine Eindrücke festgehalten. Daher auch die blühenden Blumen auf dem Foto – aktuell verwandelt sich der Garten draußen eher in eine Landschaft aus Eisskulpturen. Zudem passt dieser Whisky aus meiner Sicht deutlich besser in Frühling oder Sommer als zu den derzeit eisigen Temperaturen.

Das verwendete Hogshead wurde vor der Befüllung mit dem Linkwood-Newmake frisch ausgeschabt und anschließend erneut ausgebrannt. Dieses Verfahren wird als Dechar/Rechar bezeichnet. Nach der vollständigen Reifung in diesem Fass wurden im Jahr 2022 insgesamt 383 Flaschen mit 47 % Alkohol abgefüllt.


Nase
Eine zarte Rauchnote verbindet sich mit einer Duftkomposition aus Malz, Getreide, einer leicht bäuerlichen Note und Zitrusfrüchten. Dazu gesellen sich Heidekraut und eine feine Honigsüße. Mit zunehmender Zeit im Glas wandeln sich die Fruchtaromen von Zitrusfrüchten hin zu reifer Birne und weicher Zuckermelone. Der Heidekrautanteil nimmt zu, Vanille kommt hinzu. Der Alkohol, der zu Beginn leicht in der Nase sticht, tritt deutlich in den Hintergrund. Die leicht „schmutzige“ Bauernhof-Attitüde bleibt präsent und verleiht der Nase zusätzliche Tiefe und Charakter.

Fotocredit: whiskybase.com



Geschmack
Weiches, cremiges Mundgefühl. Der Antritt ist überraschend süß mit Waldhonig sowie warmem Birnenkompott, begleitet von Vanille- und Zitronencreme. Erneut zeigen sich leichte Raucharomen, nun kombiniert mit angeräucherten und getrockneten Kräutern. Der Holzeinfluss ist im Mund präsenter als in der Nase und äußert sich vor allem durch eine leicht bittere Kakaonote sowie eine gewisse Trockenheit im Mundraum. Eine feine Würzigkeit mit rotem Pfeffer sorgt für einen sanften Hauch von Schärfe. Der Alkohol ist dabei gut eingebunden.


Abgang
Weiterhin fruchtig und honigsüß, mit dunkler Schokolade, die für leicht bittere Akzente sorgt. Die rauchigen Röstaromen bleiben länger präsent im Rachen und Mundraum.


Fazit
Trotz seines jungen Alters ist dieser Linkwood ein sehr passabler Begleiter. Die leichte Rauchnote – vermutlich dem nachbehandelten Fass geschuldet – sowie die dezent „schmutzige“ Note, vor allem in der Nase, sorgen für ein spannendes und eigenständiges Aromenspiel. Das macht durchaus Spaß.

Mittwoch, 11. September 2024

Knockando 10y 2011 - Secrets of the Forest V (whic)

 

Whiskybase

English Text-Version


Die Idee hinter der Serie Secrets of the Forest von Whic.de, die Whiskys fassreifungstechnisch relativ naturbelassen abzufüllen fand ich recht gut. Quasi als Kontrapunkt zu den in letzter Zeit häufig zu sehenden sehr intensiven Fassreifungen oder Finishes, die oft den Whisky im Fass aromaseitig erschlagen.

Ich hatte einige Veröffentlichungen aus der Secrets of the Forest Reihe von Whic im Glas und es war mehr Licht als Schatten. So gefiel mir zwar der 12y Benrinnes im 2nd Fill Oloroso Fass nicht so überwältigend, jedoch der 8y Ben Nevis im Portfass und der 14y Secret Orkney aus dem Ex-Bourbonfass gefielen mir wirklich gut.

Aus den paar noch übrigen Samples, die ich dankenderweise von Whic vor einiger Zeit zugeschickt bekam, wählte ich mit dem zehnjährigen Knockando aus 2011 eine Brennerei aus, von der ich bis dato nur ältere Abfüllungen (den 18y und den 21y) aus der Standard-Range kenne. Wie bei der Serie üblich wurde auch dieser Whisky mit 47% Alkoholstärke abgefüllt. Für die Reifung kam ein Dechar/Rechar Hogshead zum Einsatz.


Aussehen
Sattes Strohgelb


Nase
Neben Zitrusfrucht mit Anklängen einer dezenten Honigsüße dominieren vor allem würzige Getreidenoten. Man könnte fast meinen, einen Rye vor sich zu haben. Knackige, herbe Cerealien mit einer erkennbaren Pfefferminze. Ein leichtes Stechen in der Nase von den 47% ist zu bemerken. Der Whisky wirkt im Ganzen noch jung und etwas ungestüm. Nach ein paar Minuten Verweildauer im Glas gesellen sich zu den Getreide-, Roggennoten doch auch ein paar Aromen von hellem Kernobst sowie Wal- und Haselnüssen hinzu. Markant bleibt aber das herbe Getreide.


Geschmack
Das Mundgefühl ist angenehm weich und cremig. Honigsüßer Kuchenteig mit einer ordentlichen Portion an Zitronensaft sowie Stücken von gezuckertem Knuspermüsli. Der Beginn ist überraschend und positiv zugleich. Vom überwiegenden Roggenanteil im Geschmack, wie in der Nase ist wenig zu merken. Nach dem Kuchendessert folgen fruchtige Noten von Zitronen- und Apfelschalen mit einem leicht herben Touch. Danach folgen geröstete Nüsse mit dunkler Schokolade. Geht es mehr in Richtung Abgang wird es etwas würziger mit einer feinen Pfefferaromarik. Der Alkohol spielt beim Geschmack keine Rolle und wirkt ordentlich integriert.


Abgang
Das Finale ist nicht von allzu langer Präsenz. Die Obstschalen mit ihrem dezent bitteren Geschmack, zusammen mit der dunklen Schokolade und etwas Würze vom Eichenholz komplettieren die Geschmackseindrücke.


Fazit
Vor allem im Geschmack ist er durchaus gefällig und sorgt für angenehme Genussmomente. In der Nase ist die Rye-Assoziation doch überraschend und etwas gewöhnungsbedürftig. Im Großen und Ganzen ein grundsolider junger Speysider, der in nicht allzu intensiven Fässern lag und die Kernidee der Reihe gut wiedergibt.

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English Text-Version


I really liked the idea behind the Secrets of the Forest series from Whic.de to bottle the whiskies in a relatively natural state in terms of the cask maturation. As a kind of counterpoint to the very intensive cask maturations or finishes that have been seen recently, which often kill off the flavour of the whisky in the cask.

I had a couple of releases from the Secrets of the Forest range in my glass and there was more light than shade. I didn't like the 12yo Benrinnes in the 2nd fill Oloroso cask that much, but I really liked the 8yo Ben Nevis in the port cask and the 14yo Secret Orkney from the ex-bourbon cask.

From the few remaining samples that Whic kindly sent me some time ago, I chose the ten-year-old Knockando from 2011, a distillery from which I had only seen older bottlings (the 18y and the 21y) from the standard range. As usual for the range, this was bottled at 47% ABV. A Dechar/Rechar hogshead was used for maturation.

Fotocredit: whiskybase.com


Appearance
Rich straw yellow in colour


Nose
Spicy cereal notes dominate alongside citrus fruit with a hint of honeyed sweetness. You could almost think you were drinking rye. Crisp, tart cereal with a recognisable peppermint note. There is a slight sharpness in the nose from the 47%. The whisky as a whole is still young and a little boisterous. After a few minutes in the glass, the cereal and rye notes are joined by some flavours of light pomaceous fruit, as well as walnuts and hazelnuts. The acidity of the cereal remains prominent.


Palate
The mouthfeel is pleasantly soft and creamy. Honey-sweet cake dough with a good portion of lemon juice and pieces of sugared crunchy muesli. The start is both surprising and positive. The predominance of rye on the palate, as on the nose, is hardly noticeable. The cake dessert is followed by fruity notes of lemon and apple peel with a slightly bitter note. This is followed by roasted nuts and dark chocolate. Towards the finish, the palate becomes slightly spicier with a hint of pepper. The alcohol does not play a role in the palate and seems well integrated.


Finish
The finish is not too long. The fruit peel, with its subtly bitter flavour, together with the dark chocolate and some spice from the oak complete the flavour impressions.


Conclusion
The taste is really pleasant and offers pleasant moments of pleasure. On the nose, the rye association is surprising and takes some getting used to. All in all, a rock-solid young Speysider, matured in casks that are not too intense and that reflect the basic idea of the range.

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Ben Nevis 2014/2023 8y - Spirits of the Forest (whic)

 

Whiskybase

English Text-Version


Von der schottischen Ben Nevis Brennerei in den Highlands gibt es seit einigen Jahren recht wenig im Originalsortiment. Neben dem in den letzten Jahren eher nur noch sporadisch erscheinenden 10y gab bzw. gibt es nur noch vereinzelt NAS-Abfüllungen wie den McDonald's Traditional und Coire Leis. Der japanische Mutterkonzern Nikka hat für seine Blends, allen voran Nikka from the Barrel, die Fasslager von Ben Nevis offensichtlich vehement leergeräumt. Es wird also, wenn überhaupt, noch dauern, bis es wieder regelmäßig einen Standard mit Age Statement geben wird.

Umso erfreulicher ist es, dass man bei unabhängigen Abfüllern, wie Signatory Vintage, Elixir Distillers, Duncan Taylor und anderen immer wieder fündig wird. Das Alter der veröffentlichten Flaschen liegt hier meist zwischen acht bis zehn Jahren. 

Genau in dieser Altersbandbreite liegt der Ben Nevis 2014/2023, die neunte Ausgabe der Spririts of the Forest Reihe von whic.de. Seine vollen acht Jahre durfte der Malt in einem Portweinfass verbringen. Die Alkoholstärke beträgt 47%, 811 Flaschen wurden ungefärbt und ohne Kühlfiltration abgefüllt.


Aussehen
Helles Bernstein


Nase
Gleich zu Anfang weht eine frische, mit etwas Pfefferminze angereicherte, Duftwolke aus dem Glas. Ein Anflug von fruchtig, würzigen Noten nach weißem Pfeffer, kombiniert mit reifen roten Äpfeln mit einem Spritzer süßem Pfirsichsaft aus der Dose, zeigt sich nach dem minzigen Beginn. Es folgen Créme Brûlée mit einer knackigen dünnen karamellisierten Zuckerglasur und viel Vanille sowie Milchschokolade mit gerösteten Haselnüssen. Die Nase wechselt ständig die Richtung, spannend. Denn danach wird es im Geruch herb und trocken, als würde man in eine Teedose mit Darjeeling Schwarztee hinein schnuppern.


Geschmack
Der Malt gleitet beim ersten Schluck sehr cremig, fast honigwachsgleich in den Mund. Eine schöne süße Karamellnote, gefolgt von der Créme Brûlée mit ihrer Vanille sowie Milchschokolade mit Haselnüssen sind anfänglich tonangebend. Auf der fruchtigen Seite, die sich im Mund langsam aufbaut, sind vor allem reife rote Äpfel, im Ofen gebacken, aber auch eine Spur von Aprikosenmarmelade zusammen mit einem cremigen Pflaumenmus. Untermalt wird das ganze von einer leicht scharfen Pfeffer/Ingwernote, die sich in Richtung Abgang verflüchtigt.


Abgang
Gegen Ende hin erscheint ein cremiger, malziger Rosinenkuchen auf dem Aromenspektrum. Die Vanille mit der Aprikosenmarmelade ist weiterhin präsent. Im Finish zeigt sich etwas das Eichenholz der Fässer mit einem gewissen Eindruck von Bitterschokolade, es wird leicht trockener im Mundraum, bleibt aber weiterhin harmonisch. Insgesamt eher ein kurzer bis mittellanger Abgang. 


Fazit
Die Reifung im Portfass hat gut funktioniert. Der Fasseinfluss, wie die Farbe bereits suggeriert, war nicht zu dominant, es bleibt genug Raum für den Brand von Ben Nevis. Vor allem in der Nase mit ihrer aromatischen Sprunghaftigkeit und der damit verbundenen Lebhaftigkeit zeigt sich das junge Alter. Im Geschmack ist er dafür deutlich homogener. Die Kombination aus süßem Karamell, mit der cremigen fruchtigen Konsistenz und den herben Aromen gefallen mir gut. Das Finish könnte eine Spur länger ausfallen, ist wahrscheinlich der Jugend geschuldet. Eine Portweinreifung die mal nicht rosinig mit viel dunklen Früchten und süß daher kommt. Für den aufgerufenen Preis durchaus ein schöner unkomplizierter Begleiter durch den Abend.

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English Text-Version


The original range from the Scottish Ben Nevis distillery in the Highlands has been rather limited for some years now. In addition to the 10y, which has only been released sporadically in recent years, there have only been a few NAS bottlings such as McDonald's Traditional and Coire Leis. The Japanese mother concern Nikka has obviously emptied the Ben Nevis cask stocks for its blends, above all Nikka from the Barrel. So it will be a while, if ever, before there is a regularly released standard with Age Statement again.

It is therefore all the more welcome that independent bottlers such as Signatory Vintage, Elixir Distillers, Duncan Taylor and others continue to find what you are looking for. The age of the bottles released here is usually between eight and ten years. 

The Ben Nevis 2014/2023, the 9th edition of whic.de's Spririts of the Forest series, falls exactly within this age range. The malt was allowed to spend its full eight years in a port cask. The alcohol strength is 47%, 811 bottles were bottled uncoloured and without chill filtration.

Fotocredit: whic.de


Appearance
Light amber colour


Nose
Right at the start, a fresh cloud of flavours, enriched with a little peppermint, wafts out of the glass. A hint of fruity, spicy notes of white pepper, combined with ripe red apples with a splash of sweet tinned peach juice, emerges after the minty start. This is followed by créme brûlée with a crunchy thin caramelised sugar glaze and lots of vanilla as well as milk chocolate with roasted hazelnuts. The nose constantly changes the direction, fascinating. After that, the flavour becomes tart and dry, as if you were sniffing into a tea tin of Darjeeling black tea.


Flavour
The malt glides very creamy, almost like honey wax, into the mouth on the first sip. A lovely sweet caramel note, followed by créme brûlée with its vanilla and milk chocolate with hazelnuts initially set the tone. On the fruity side, which slowly builds up in the mouth, there are mainly ripe red apples, baked in the oven, but also a hint of apricot jam together with a creamy plum jam. The whole is accompanied by a slightly spicy pepper/ginger note, which evaporates towards the finish.


Finish
Towards the end, a creamy, malty sultana cake appears on the flavour spectrum. The vanilla with the apricot jam is still present. In the finish, the oak wood from the barrels is somewhat evident with a certain impression of dark chocolate, it becomes slightly drier in the mouth, but remains harmonious. Overall, a rather short to medium-long finish. 


Conclusion
The maturation in the port cask worked well. The cask influence, as the colour already suggests, was not too dominant, leaving enough room for the Ben Nevis spirit. The young age is particularly evident in the nose with its aromatic volatility and the associated agility. The flavour is much more homogeneous. I like the combination of sweet caramel, the creamy fruity consistency and the tart flavours. The finish could be a little longer, but this is probably due to its youth. A port maturation that is not raisiny with lots of dark fruit and sweet flavours. For the price, this is a nice, uncomplicated companion throughout the evening.

Mittwoch, 6. September 2023

Secret Orkney 2009 14y - Spirits of the Forest VIII (whic)

 

Whiskybase

English Text-Version


Wie schon beim Secret Speyside von letzter Woche ist das "Secret" bei diesem Secret Orkney kein wirkliches Geheimnis. Denn auch bei dieser Abfüllung beginnt die Fassnummer mit "DRU" und somit ist klar, dass das Fass von der Edrington Group stammt. Und da der Konzern Eigentümer der Highland Park Brennerei auf Orkney ist (die zweite auf der Insel befindliche Brennerei wäre Scapa), ist das Geheimnis sehr rasch gelüftet.

Also haben wir hier einen 14 Jahre alten Highland Park im Glas, der in einem Bourbon Hogshead reifen durfte. 411 Flaschen wurden ohne Farbzugabe und Kühlfiltration mit einer guten Trinkstärke von 47% abgefüllt. 


Aussehen
Strohgelb 


Nase
Ein sehr frischer, würzig kräftiger Einstieg. Neben gerebelten Kräutern wie Thymian, Salbei und Oregano ist die für HP typische Heidekrautnote auch präsent, aber nicht so ausgeprägt, wie ich es bei anderen Vertretern dieser Orkney Brennerei bereits hatte. Hinzu gesellt sich ein nicht sehr stark ausgeprägter Geruch nach Lagerfeuer, dass bereits am ausgehen ist. Neben dieser würzigen Seite sind vor allem intensive Zitrusfruchtnoten dominant. Hatte ich schon lange nicht mehr in dieser Ausprägung - nett. Zitronen zusammen mit einer Süße die an Zitronenzuckerln erinnern, ebenso Limetten und deren abgeriebene Schale. Auch reife Ananas ist im Obstkorb enthalten. Mit mehr Zeit und Luft im Glas gesellen sich weitere mineralische, leicht maritim anmutende Eindrücke hinzu. In der Nase ist immer wieder ein Pritzeln zu merken, eine zarte Schärfe, nicht unangenehm - unterstreicht den frischen Grundcharakter des Whiskys. Wenn man den Rauch mal außen vor lässt, hat der Malt durchaus seine Ähnlichkeiten mit einem Islay Vertreter wie zb. einem Ardbeg 10y oder einem unpeated Caol Ila. 


Geschmack
Ein kräftiger Antritt mit einer schönen süßen Anfangsphase, etwas Karamell aus Honig zeigt sich. Der Rauch bzw. die Asche vom Feuer ist nun stärker präsent. Die Gewürze, die getrockneten Kräuter aus der Nase gewinnen rasch die Oberhand. Jedoch ist auch weiterhin die Zitrone mit abgeriebener leicht herber Schale Teil des Gesamtbildes. Zur würzigen Dominanz trägt auch die frische Pfeffernote bei. Auch der mineralische, leicht maritime Touch mit einer Assoziation nach Meeressalz und -Prise ist zugegen. 


Abgang
Zum Ende hin kommen Stücke bitterer Schokolade zum Vorschein. Immer noch etwas Asche und die in der Glut verglimmten Kräuterstengel sind deutlich zu schmecken. Es wird nun, vor allem innen an der Lippe etwas trocken, adstringierend. Das Finish ist durchaus mittel bis lang.


Fazit
Das Fass hat dem Spirit viel Raum für seine Entfaltung gegeben. Was mir gefällt. Die Nase ist sehr frisch und fruchtig mit einer gefälligen Kräuternote, in der auch das typische Heidekraut mitschwingt. Im Mund ist er würziger und der Rauch ist intensiver.

Ich kann in diesem Secret Orkney den jungen Whitlaw, der mir damals recht gut gefallen hat, durchaus erkennen. Obwohl die Aromen insgesamt gesetzter sind, ist sein Grundcharakter ein frisch fruchtiger. 14 Jahre Reifezeit hätte ich ihm blind zwar nicht zugetraut, aber es stört auch nicht. Ein wirklich süffig leckerer Whisky. Highland Park funktioniert auch ohne Sherryfass ganz gut.

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English Text Version


As with last week's Secret Speyside, the "Secret" in this Secret Orkney is not really a secret. Because also in this bottling the cask number starts with "DRU" and thus it is clear that the cask comes from the Edrington Group. And because the group owns the Highland Park distillery on Orkney (the second distillery located on the island is Scapa), the secret is very quickly revealed.

So here we have a 14-year-old Highland Park in the glass, which was allowed to mature in a bourbon hogshead. 411 bottles were bottled without colour addition and chill filtration at a good drinking strength of 47%. 

Fotocredit: whic.de


Appearance
Straw yellow 


Nose
A very fresh, spicy, vibrant entry. Besides rubbed herbs like thyme, sage and oregano, the typical HP heather note is also present, but not as prominent as I have had with other samples from this Orkney distillery. In addition, there is a not very strongly noticeable smell of campfire, which is already going out. Besides this spicy side, intense citrus notes are dominant. I haven't had this for a long time - nice. Lemons together with a sweetness reminiscent of lemon drops, as well as limes and their grated peel. Ripe pineapple is also in the fruit basket. With more time and air in the glass, more mineral, slightly maritime impressions join in. In the nose, there is always a tingle, a delicate spiciness, not unpleasant - underlines the fresh basic character of the whisky. If you leave out the smoke, the malt has its similarities with an Islay representative like an Ardbeg 10y or an unpeated Caol Ila. 


Taste
A good start with a nice sweet beginning, some caramel from honey shows up. The smoke or ash from the fire is now more present. The spices, the dried herbs from the nose quickly gain the upper hand. However, the lemon with its grated, slightly tart peel is still part of the overall picture. The fresh pepper note also contributes to the spicy dominance. The mineral, slightly maritime touch with an association of sea salt and pinch is also evident. 


Finish
Chunks of bitter chocolate emerge towards the end. Still some ash and the stalks of herbs smouldering in the embers can be clearly tasted. It's getting a bit astringent now, especially on the inside of the lips, a bit dry. The finish is definitely medium to long.


Conclusion
The cask has given the spirit plenty of room to develop. What I like. The nose is very fresh and fruity with a pleasing herbal note that also includes the typical heather note. In the mouth it is spicier and the smoke is more intense.

I can definitely recognise the young Whitlaw in this Secret Orkney, which I quite liked at the time. Although the flavours are more balanced overall, its basic character is fresh and fruity. I wouldn't have thought it had 14 years of maturation, but it doesn't bother me either. A really delicious whisky. Highland Park works quite well without a sherry cask.

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