Dienstag, 6. Oktober 2026

Ballechin 13y Battle of Bannockburn - Legends of Scotland (whic)

 

Whiskybase

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Die erste Abfüllung zu einem Ereignis innerhalb der Legends of Scotland Serie von whic.de ist der Schlacht von Bannockburn gewidmet, bei der Robert the Bruce die englische Armee unter Eduard II. schlug und damit den Grundstein für ein eigenständiges Schottland schuf. Als passende Wahl wurde mit dem Ballechin 13 Jahre ein rauchiger Vertreter der Highland-Brennerei Edradour ausgesucht, der für seinen robusten, kernigen Charakter bekannt ist.

Der Whisky reifte von 2012 bis 2025 in einem 1st Fill Oloroso Sherry Butt mit der Fassnummer #539. 811 Flaschen wurden mit 46% Trinkstärke, ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltration abgefüllt.

Ich bin durchaus ein Fan dieser kleinen Brennerei und ihrer oft sehr intensiven Abfüllungen. Vor allem in Kombination mit diversen Sherry- oder Süßweinfässern hatte ich schon einige sehr leckere Tropfen im Glas. Daher bin ich gespannt, wie sich dieser Vertreter schlägt.


Aussehen
Mahagoni.


Nase
Die Nase eröffnet mit einem sehr dunklen Rauch, der sowohl erdige als auch rußige, speckige und holzige Eindrücke vermittelt. Gleichzeitig transportiert er eine ansprechende Süße von Rosinen und den üblichen getrockneten Früchten wie Feigen oder Datteln, die man von Sherryabfüllungen zur Genüge kennt. Aber im Gegensatz zu so vielen Abfüllungen, bei denen die Sherrynoten aufgesetzt wirken, sind sie hier schön mit dem Rauch verwoben und steuern so eine gewisse Tiefe zu den Aromen bei.

Hinter dem Rauch kommen Früchte wie reife Mango, Papaya sowie süßes Birnen- und Apfelkompott zum Vorschein. Aromatischer Pfeifentabak, geröstete Haselnüsse und Vanillepudding komplettieren das Duftensemble. Der Alkohol ist kaum zu spüren und gut eingewoben. Holzwürze finde ich, abgesehen vom Rauch, nur wenig.

Fotocredit: whic.de


Geschmack
Das Mundgefühl ist leicht, aber durchaus angenehm cremig. Der Rauch übernimmt zum Start das Kommando. Er ist gegenüber dem Geruch deutlich herber und würziger. Die Süße und Frucht werden durch mehr trockene, aschige Anteile ersetzt. Eine zarte Pfeffernote wird von glimmenden Fäden aus getrocknetem Pfeifentabak, getrockneten Küchenkräutern und etwas Asche begleitet.

Mit Fortdauer bekommt der Whisky mehr Körper und Struktur. Neben den nun dominierenden würzigen Aromen rücken die Fruchtanteile, hier vor allem Heidelbeeren, Rosinen und Feigen, etwas in den Hintergrund.

Wie im Geruch ist auch im Mund der Alkohol kaum spürbar.


Abgang
Durch den Rauch ist das Finale durchaus lang. Vor allem der speckige, leicht aschige Rauch tut sein Übriges. Tabak, Lederpolitur und auch nicht ganz leichte Anklänge von dunkler Schokolade und getrockneten Kräutern, aber durchaus auch Heidelbeeren und Feigen, begleiten den Rauch bis zum Ende.


Fazit
Die Abfüllung liefert absolut das ab, was man sich von einem Ballechin mit diesem Alter und dieser Fassbelegung erwarten darf. Die Kombination dieses so typischen, speckigen und dichten Holzrauchs mit der Sherryfassreifung funktioniert ziemlich gut. Ich mag diesen erdigen, untypischen und leicht schmutzigen Stil von Ballechin einfach.

Erfreulicherweise war das Fass nicht zu intensiv und lässt dem Destillat noch angemessenen Spielraum. Die in der Nase doch überraschend hellfruchtigen Aspekte hätte ich zwar gerne auch im Geschmack weiter gehabt, aber mit der stärker würzigen und dunkelfruchtigen Intensität kann ich durchaus leben.

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