Mittwoch, 16. September 2026

Oban Little Bay

 

Whiskybase

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Die Standard Range der beschaulichen im gleichnamigen Ort beheimateten Brennerei Oban ist seit je her sehr überschaubar. Lange Zeit gab es nebem dem Flaggschiff Oban 14y nur die Distillers Edition im Sortiment. Daneben gibt es die jährliche Abfüllung im Rahmen der Special Releases von Diageo, Oban ist seit der zweiten Ausgabe 2002 Teil der Kollektion (dies war eine 32 Jahre alte Ausgabe von 1969). 

Ende 2014, Anfang 2015 veröffentlichte Diageo mit Oban Little Bay eine eigene Travel Retail Abfüllung, die 2016 auch für den regulären Markt verfügbar wurde. Dabei handelt es sich um eine NAS-Version ohne Altersangabe mit 43% vol, gefärbt und kühlgefiltert.

Der Name Little Bay, kleine Bucht, ist eine Anspielung auf den Ort Oban. Der Single Malt ist eine Mischung aus verschiedenen Altersstufen und Fassbelegungen. So soll nach der Basisreifung in Ex-Bourbon- und Sherryfässern auch eine Nachreifung in kleinen Eichenfässern Teil des Reifungsprozesses sein.


Aussehen
Dunkles Gold.


Nase
In der Nase finden sich zunächst Getreideflocken und Müsli, begleitet von einer leicht säuerlichen Note, die an Sauerteig erinnert. Dahinter entwickeln sich fruchtige Aromen von Marillenröster und einem Kompott aus roten Äpfeln. Süßer Kuchenteig, Honig und Vanille verleihen dem Duft eine angenehme Wärme. Im Hintergrund kommt zudem eine florale Note zum Vorschein, die an eine blühende Blumenwiese erinnert.


Fotocredit: whiskybase.com



Geschmack
Am Gaumen präsentiert sich der Whisky cremig und weich, bleibt dabei aber eher leicht im Körper. Neben der Honigsüße zeigt sich eine leicht „schmutzige“ Note mit einem Hauch von Rauch, die dem ansonsten eher gefälligen Whisky etwas Charakter verleiht. Dazu kommen Aromen von Orangen und Marillen, die von Vanille begleitet werden. Zimt und schwarzer Pfeffer sorgen für würzige Akzente.


Abgang
Der Abgang fällt relativ kurz aus. Eine leicht bittere Eichennote verbindet sich mit den Aromen von Apfelschalen und Zimt, dazu kommt eine gewisse Herbe. Vanille sorgt noch für etwas Süße, bevor ein Hauch von Pfefferminze den Abgang abschließt.


Fazit
Ein solider Einsteiger-Whisky, der vor allem in der Nase mit seiner fruchtig-süßen Aromatik durchaus funktioniert. Am Gaumen verliert er allerdings relativ rasch an Spannung. Auf die anfängliche Kombination aus Süße und Frucht folgen zunehmend würzige und teilweise scharf wirkende Aromen, bei denen die Fassnoten deutlich in den Vordergrund treten. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass hier der Fass-Einfluss stärker zur Geltung kommt als die Tiefe und Komplexität des Destillats.

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