Old Raven
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Dienstag, 9. Juli 2024

Old Raven The Pirate 9y

 

Whiskybase

English Text-Version


Die Kombination Old Raven und World Wide Whisky Gruppe (WWW) hat mich bis dato noch nie enttäuscht. Darum war es für mich ein absoluter No-Brainer blind zuzuschlagen, als ich voriges Jahr bei einem Anruf bei Old Raven für die Vorbereitung eines Besuchs der Brennerei mit Freunden erfuhr, dass es eine neue Gruppenabfüllung gibt.

Und „The Pirate“ wie am Label zu lesen ist, ist wirklich wieder eine spannende Abfüllung. Das erste Mal ist hier kein Sherry- oder Portweinfass für die Reifung bzw. das Finish verwendet worden. Der Whisky reifte seit Februar 2013 knapp 9 Jahre in einem First Fill Bourbon Cask und erhielt danach für weitere zwei Monate ein Finish in einem Rum Fass aus Jamaika. Selbstverständlich ohne Farbstoffzugabe und Kühlfiltration wurde der Pirat mit 58,1% in die Flaschen gefüllt.

Die Kombination Bourbonfass Reifung mit Jamaika Rum Finish und dem New Make von Old Raven ist in der Tat was Neues. Ich bin gespannt wie dieses Experiment gelungen ist.


Aussehen
Goldener Bernstein


Nase
Gleich von Beginn weg eine schöne Bourbonnase. Intensive Vanillenoten mit einer ordentlichen Süße, die sich zwischen Puderzucker und Honig aufteilt. Sind es anfänglich noch die typischen reifen gelben Äpfel und Birnen, die für den fruchtigen Part sorgen, wechselt es mit mehr Zeit und Sauerstoff im Glas immer mehr auf die tropische Seite des Fruchtspektrums. Saftige Stücke einer reifen Ananas, Physalis und Sternfrüchte - ein toller Mix aus süßen und säuerlichen Aromen. Im Hintergrund liegt eine Würzigkeit und mit einem leichten Pfefferl, die, zusammen mit den tropischen Fruchtnoten, an das Finish im Rumfass denken lässt.

Für knapp über 58% ist der Alkohol für seine etwas mehr als neun Jahren Reifezeit schon recht gut integriert. Lediglich, wenn man die Nase etwas zu sehr ins Glas kippt, ist ein leichtes Prickeln und eine frische Eukalyptus Note zu spüren.


Geschmack
Oh Gott ist der süß! Wie ein Fruchtkonzentrat. Süßes klebriges Karamell und Honig, zusammen mit den reifen Äpfeln und den tropischen Früchten, erfüllt den gesamten Mundraum. Im Mittelteil kommt der schwarze Pfeffer aus der Nase und wird von gemahlenem Zimt unterstützt. Ich kann kaum glauben, mit der hohen Alkoholstärke lässt er sich so gut trinken, unglaublich gefährlich süffig.

Mit ein paar Tropfen Wasser ist er zwar immer noch schön süß, die würzigen Aromen mit Muskat und Zimt bekommen etwas Aufwind ohne die Früchte aber zu übertrumpfen.


Abgang
Am Ende moderate bittere Noten vom Holz, der Mund wird trockener und leicht erdige, pilzige Aromen treten in den Vordergrund. Die Früchte und die Süße sind bis zum finalen Finish weiterhin präsent. Der Abgang ist mittellang.


Fazit
Ich finde das Experiment mit dem Ex-Bourbonfass und dem Finish im Rumfass ist gelungen. Gerade Finishes in Rumfässern spalten die Gemüter. Ob es jetzt das Bourbon- oder das Rumfass war, dass für diese enorme Süße und den fruchtigen Aromen verantwortlich war, kann ich nicht sagen. Was ich sagen kann, es funktioniert. Seine Intensität erinnert mich an fassgetriebene Abfüllungen der Hammerschmiede aus dem deutschen Harz. Vielleicht nicht für jeden Tag geeignet, aber wenn man Lust auf was süßfruchtiges hat, dann kann man locker zu dieser Abfüllung greifen.

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English Text-Version


The combination of Old Raven and the World Wide Whisky Group (WWW) has never disappointed me. So when I rang Old Raven last year in preparation for a visit to the distillery with friends and was told there was a new group bottling, it was an absolute no-brainer for me to go blindly for it.

And The Pirate, as you can read on the label, really is another exciting bottling. This is the first time that no sherry or port casks have been used for maturation or finishing. Since February 2013, the whisky has been matured for almost 9 years in first-fill bourbon casks, followed by a two-month finish in Jamaican rum casks. The Pirate was bottled at 58.1%, with no added colour and no chill filtration.

The combination of Bourbon cask maturation with a Jamaican rum finish and the New Make from Old Raven is indeed something new. I am curious to see how this experiment turns out.

Fotocredit: whiskybase.com


Appearance
Golden amber in colour


Nose
A beautiful Bourbon nose right from the start. Intense vanilla notes with a good sweetness, divided between icing sugar and honey. At first, the typical ripe yellow apples and pears provide the fruity part. But with more time and oxygen in the glass, the fruit becomes more tropical. Juicy pieces of ripe pineapple, physalis and starfruit - a great mix of sweet and tart flavours. There is a spiciness in the background with a hint of pepper which, together with the tropical fruit flavours, is reminiscent of a rum barrel finish.

At just over 58%, the alcohol is already quite well integrated for just over nine years of ageing. Only if you put your nose a little too far into the glass can you feel a slight tingling and a fresh eucalyptus note.


Palate
Oh God, it's so sweet! Like a fruit concentrate. Sweet, sticky caramel and honey, along with ripe apples and tropical fruits, fill the entire mouth. On the mid-palate, the black pepper from the nose comes through. This is backed up by ground cinnamon. I can hardly believe that it is so easy to drink with its high alcohol percentage, incredibly and dangerously drinkable.

With a few drops of water, it's still nice and sweet, but the spicy flavours of nutmeg and cinnamon get a little boost without overpowering the fruit.


Finish
Moderately bitter notes from the wood at the end, the mouth becomes drier and slightly earthy, with mushroom flavours coming to the fore. The fruit and sweetness remain until the end. The finish is medium long.


Conclusion
I think the experiment with the ex-bourbon cask and the rum cask finish was a success. Rum cask finishes in particular divide people's opinions. I can't say whether it's the bourbon or the rum cask that's responsible for the enormous sweetness and fruity aromas. What I can say is that it works. Its intensity reminds me of the cask-driven bottlings from Hammerschmiede in the German Harz mountains. Perhaps not for every day drinking, but if you are in the mood for something sweet and fruity, then this is an easy choice.


Mittwoch, 26. Januar 2022

Old Raven Lockdown 2011-2021

 

Whiskybase


Über die im Südburgenland in Österreich gelegene Old Raven Brennerei habe ich an anderer Stelle bereits mehr geschrieben. Die beiden bisherigen Abfüllungen, die ich bisher im Glas hatte waren beide sehr gut und von einem schottischen Destillat nicht zu unterscheiden.

Der Lockdown ist mit 10 Jahren die bisher älteste Standardabfüllung der Brennerei und wurde - wie es am Label steht - im "f**cking Lockdown 2021" mit 41,8 % Alkoholgehalt abgefüllt. Verwendet wurden für die Reifung sowohl First-Fill PX-Sherryfässer sowie Ex-Bourbon-Casks.


Aussehen
Helles Rostbraun. Viele Legs suchen sich relativ zügig den Weg am Glasrand hinab. Der Whisky zeigt eine mittlere Viskosität im Glas.


Nase
Campbeltown ähnlich mit etwas „dreckigen“ leicht rauchigen Anklängen gleich zu Beginn. Das Sherryfass zeigt sich mit appetitlichen Nuss-Nugart und Brombeermarmelade Noten sowie auch mit leicht süßlichem Karamell. Nach ein paar Minuten im Glas und Sauerstoffzufuhr kommen auch Leder- und Tabakaromen zum Vorschein. Etwas Frisches wie Menthol oder Minze blitzt immer wieder dezent auf, nicht unangenehm in Verbindung mit der Nuss-Nugart Schokolade. Unterschwellig die ganze Zeit präsent sind getrocknete Wald- und Küchenkräuter wie Oregano, Thymian und Majoran. Vom verwendeten Bourbonfass bekomme ich eher weniger zu fassen. Wenn dann eine feine und zarte hellfruchtige, fast schon Weintrauben ähnliche, Nuance die am Rand dahin schwebt und die Kräuternoten schön unterstützt.


Geschmack
Der Malt beginnt mit einem sehr cremigen, fast schon buttrigen Mundgefühl. Eine feine Süße ist da. Die bereits in der Nase erkannte Ähnlichkeit zu der typischen leicht schmutzigen Campbeltownnote ist im Geschmack fast noch deutlicher wahrzunehmen. Rauchig aber nicht stark, fast schon so etwas muffig, alt. Könnte dies der Brennereicharakter oder vom Holz der Fässer stammen? Dann übernimmt rasch die Nussschokolade sowie die Kräuter. Auch das alte Leder und der feuchte Tabak aus der Nase ist zugegen. Von der Brombeerenmarmelade ist jetzt im Geschmack eher weniger zu merken. Insgesamt sehr harmonisch und ausbalanciert zwischen der Süße und den herben würzigen Bestandteilen komponiert.


Abgang
Das Finish ist zumindest mittellang. Wenig bis fast keine Bitterstoffe aus den Fässern erkennbar. Die Tabakaromen und die Muffigkeit sind nun dominant und bleiben am Längsten spürbar im Mund haften. 


Fazit
Die dritte Abfüllung von Old Raven in meinem Glas, die erste nicht fassstark. Und auch diese weiß zu gefallen. Die knapp 42% reichen meiner Meinung nach völlig aus. Auch im Geschmack kommen die Aromen gut zur Geltung. Für mich dominiert hier das PX-Sherryfass über dem Ex-Bourbon Cask ohne aber zu überpowern. Rund und ausgewogen, wenn auch mehr auf der würzigen und nussigen Seite. Lecker und sehr süffig. Auch ohne geselliger Runde kann hier eine Flasche im nächsten Lockdown rasch leer werden.

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I have already written more about the Old Raven distillery in southern Burgenland, Austria. The two bottlings that I have had in my glass so far were both very good and indistinguishable from a Scottish distillate.


The Lockdown is with 10 years the oldest standard bottling of the distillery so far and was bottled - as it says on the label - in the "f**cking Lockdown 2021" with 41.8 % alcohol content. Both first-fill PX sherry casks and ex-bourbon casks were used for the maturation.


Appearance
Light rusty brown. Many legs find their way down the rim of the glass relatively quickly. The whisky shows a medium viscosity in the glass.


Nose
Campbeltown-like with some "dirty" slightly smoky hints right at the start. The sherry cask shows up with appetising nutty nugart and blackberry jam notes as well as slightly sweet caramel. After a few minutes in the glass and oxygenation, leather and tobacco aromas also emerge. Something fresh like menthol or mint flashes up discreetly again and again, not unpleasantly in connection with the nut-nugart chocolate. Dried forest and kitchen herbs like oregano, thyme and marjoram are present all the time. I get rather less of the bourbon barrel used. When it does, a fine and delicate light fruity, almost grape-like nuance floats along the edge and supports the herbal notes nicely.

Fotocredit: Old Raven


Taste
The malt starts with a very creamy, almost buttery mouthfeel. A subtle sweetness is there. The similarity to the typical slightly dirty Campbeltown note already recognised in the nose is almost more noticeable in the taste. Smoky but not strong, almost a bit musty, old. Could this be the distillery character or from the wood of the casks? Then the nut chocolate quickly takes over as well as the herbs. The old leather and damp tobacco from the nose is also present. There is less of the blackberry jam on the palate. Overall very harmonious and balanced between the sweetness and the tart spicy components.


Finish
The finish is at least medium long. Little to almost no bitterness from the casks detectable. The tobacco flavours and mustiness are now dominant and linger the longest noticeably in the mouth. 


Conclusion
The third bottling of Old Raven in my glass, the first not cask strength. And this one also knows how to please. The just under 42% is quite enough in my opinion. The flavours also come through well in the taste. For me, the PX sherry cask dominates over the ex-bourbon cask without overpowering. Round and balanced, although more on the spicy and nutty side. Tasty and very drinkable. Even without a social gathering, a bottle can be quickly emptied in the next lockdown.

Donnerstag, 19. August 2021

Old Raven 6y The Torrero

 

Whiskybase


Mit dem "The Torrero" habe ich hier nach dem "The Gentle" die zweite Abfüllung aus der kleinen burgenländischen Brennerei Old Raven im Glas. Und auch diesmal ist es eine Sonderabfüllung eines Einzelfasses für die World Wide Whisky Gruppe. Sechs Jahre reifte der Malt in einem PX-Fass und wurde mit 56,2% in die Flaschen gebracht.


Nase & Aussehen
Die Farbe ist dunkler Bernstein. Sehr ölig, richtig gehen schmierig am Glasrand, macht Lust auf mehr! Deutliche Anzeichen von Sherryeinfluss, rote dunkle Früchte, getrocknete Feigen, Rosinen. Süß. Spuren von After Eight im Hintergrund - eine schöne Kombo von Schokolade mit Pfefferminze. Saft und Zesten von Blutorangen. Immer wieder Assoziation von Rauch, dies muss die Eiche sein. Der Alkohol mit knapp 56% zeigt sich leicht mit einem Ziehen in der Nase, jedoch nicht unangenehm.
Nach dem ersten Schluck nimmt steigert sich die Schokolade im Geruch, auch Haselnüsse sind nun zu erkennen. Mit Wasser nimmt die Pfefferminze und der Rauchaspekt zu. Auch leichte florale Noten lassen sich nun im Hintergrund erahnen. Die Furchtkomponenten bleiben jedoch weiterhin im Sherryfrucht-Spektrum.


Geschmack
Sehr süßer Beginn, hier punktet voll das PX-Fass. Leder und Tabak sind nun sehr deutlich. Die Blutorange, aus der Nase, ist ebenso zu schmecken. Die Eiche kommt mit Würze, die man auch als Rauch assoziieren könnte. Danach getrocknete Küchenkräuter, Alkohol präsent, hitzig und wärmend. Mit Wasser noch mehr auf der süßen Seite und die Gewürze werden prägend. Immer noch angenehm wärmend und voll - der kann schon ordentlich Wasser nehmen.


Abgang
Auch zum Ende hin weiterhin süß, auch die Kräuter spielen im Geschmacksensemble weiterhin mit. Ganz leichte Bitterkeit, Leder und Tabak. Im Finish kommt der Alkohol nochmals und schiebt ordentlich an. Eher mittellang der Abgang, aber dies ist bei der Reifezeit von 6 Jahren auch nicht überraschend. Mit Wasser wird das Finish etwas in die Länge gezogen.


Fazit
Toller Tropfen, wenn man es nicht weiß, würde man hier nie und nimmer auf KEINEN Schotten tippen. Trotz seiner Jugend gibt es k eine metallischen Aromen im Geruch oder Geschmack, keine Fehlaromen. Brennmeister Andi von Old Raven versteht wirklich sein Handwerk. Ein Kraftpaket. Kann man gut mit Wasser spielen. Mit etwas Verdünnung und Zeit im Glas wird er gefährlich süffig. Wer PX mag, ist hier gut aufgehoben.

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With "The Torrero" I have the second bottling from the small austrian distillery Old Raven in my glass after "The Gentle". And this time, too, it is a special bottling of a single cask for the World Wide Whisky Group. The malt matured for six years in a PX cask and was bottled at 56.2%.


Nose & appearance
The colour is dark amber. Very oily, really going greasy at the edge of the glass, makes you want more! Clear signs of sherry influence, red dark fruits, dried figs, sultanas. Sweet. Traces of After Eight in the background - a nice combo of chocolate with peppermint. Juice and zest of blood oranges. Always associations of smoke, this must be the oak. The alcohol at just under 56% shows slightly with a tug in the nose, but not unpleasantly.
After the first sip, the chocolate increases in smell, hazelnuts can now also be detected. With water, the peppermint and the smoky aspect increases. Light floral notes can now also be detected in the background. The fear components, however, remain in the sherry fruit spectrum.


Taste
Very sweet start, here the PX cask scores fully. Leather and tobacco are now very evident. The blood orange, from the nose, can be tasted as well. The oak comes with spice that could also be associated as smoke. Then dried kitchen herbs, alcohol present, heated and warming. With water even more on the sweet side and the spices become dominant. Still pleasantly warming and full - it can take quite a bit of water.


Finish
Still sweet towards the end, the herbs also continue to play a part in the flavour ensemble. Very slight bitterness, leather and tobacco. In the finish, the alcohol comes again and gives a good push. The finish is rather medium in length, but this is not surprising given the maturation time of 6 years. With water, the finish is somewhat prolonged.


Conclusion
Great drop, if you didn't know, you would never, ever guess NO Scotch here. Despite its youth, there are k a metallic aromas in the smell or taste, no off flavours. Master distiller Andi from Old Raven really knows his craft. A powerhouse. You can play well with water. With a little dilution and time in the glass, it becomes dangerously drinkable. If you like PX, you're in good hands here.





Donnerstag, 7. Januar 2021

Old Raven 7y The Gentle

 

Diesmal wird ein österreichischer Single Malt verkostet. Genauer gesagt ein Old Raven 7 Jahre "The Gentle" aus der gleichnamigen südburgenländischen Brennerei. Der Malt wurde, wie bei Old Raven üblich, dreifach destilliert und bekam eine dreifache Fassbelegung verpasst. Die meiste Zeit reifte er in einem Bourbonfass, kam danach für ca. 2 1/2 Jahre in ein Oloroso-Sherryfass und durfte für die restlichen knapp sechs Monate noch Aromen aus einem Brandyfass abstauben. Der Malt wurde in Fassstärke von 54,4% abgefüllt.

Nase & Aussehen
Sehr ölig und bernsteinfarben liegt der The Gentle im Glas. Viele dünne ölige Beine sind am Glasrand zu sehen. Leichter Alkoholstich und metallisch - die Jugend blinzelt hervor. Aber nicht unangenehm. Das Brandyfass zeigt sich zuallererst mit hellen, leicht säuerlichen aber auch reifen zuckersüßen Trauben. Danach offenbart sich eine leckere Vanillesauce mit dunklen Beeren. Nach einiger Zeit kommen auch Aromen von gerösteten Nüssen und eine angenehme Würze zum Vorschein. 
Mit Wasserzugabe trübt sich der Malt im Glas etwas ein. Die Vanillekomponente nimmt an Fahrt auf. Die süßsauren Beeren werden ebenfalls stärker wahrnehmbar. 

Geschmack
Volles Mundgefühl mit einer dezenten Süße und Fruchtaromen. Überraschend wird es schnell würziger, fast schon so etwas wie Rauch ist zu schmecken. Kräuter wie Oregano und Majoran sowie Gewürze wie Muskat sind nun auch präsent.
Wasser braucht der Raven keines. Mit Wasser werden die Aromen wahrlich verwässert. Der Alkohol ist auch ohne Wasser sehr gut eingebunden und kaum zu schmecken. 


Abgang
Die würzige Eiche mit den Gewürzen und Vanille bleiben im Finish präsent. Der im Mund überraschend gefundene Rauch wandelt sich am Ende in eine angenehme alte Ledernote. Die Frucht ist jetzt nicht mehr da. Der Abgang ist mindestens mittellang. 

Fazit
Die dreifache Fassbelegung in seinen sieben Jahren Reifung hat gut funktioniert. Der Old Raven macht seinem Namen wirklich alle Ehre und kommt, vor allem in der Nase, sehr harmonisch und ausgewogen daher. Der The Gentle ist - obwohl auf der Website im Shop nicht eingetragen - immer noch direkt bei Old Raven via E-Mail-Kontakt um € 68,- bestellbar.
Ich kannte die Brennerei bis dato nicht. Dies wird sich jedoch ändern. Die Abfüllungen werde ich weiter beobachten. 
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