Arran
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Mittwoch, 31. Juli 2024

Arran Sauternes Cask Finish

 

Whiskybase

English Text-Version


Und weiter geht es bei mir mit dem "Abbau" meiner älteren Samples - wie letzte Woche bereits erläutert. Diese Woche ist es ein Arran Sauternes Cask Finish mit 50% Alkoholstärke. Vor dem in seiner Länge nicht bekannten Finish in den französischen Süßweinfässern lagerte der Whisky acht Jahre in Ex-Bourbon-Casks.


Aussehen
Gelbes Stroh oder Gelbgold


Nase
Das Finish in den Süßweinfässern hat Früchte getragen. Aus dem Glas strömen sofort nach dem Einschenken deutlich süße und fruchtige Aromen. Bei der Süße sind es überwiegend Cremeblütenhonig und Traubenzucker. Den fruchtigen Anteil dominieren anfänglich eine sehr schöne reife Honigmelone sowie ein paar Spritzer Zitronensaft. Mit Fortdauer wandelt sich die Frucht mehr in Richtung Haribo Ananas und Apfel Gummibärchen - es funktioniert jedoch ohne zu künstlich zu wirken. Auch etwas Birnenkompott schwingt mit. Butterkekse mit viel Vanille duften im Hintergrund. Eine doch spürbare alkoholische Note ist vom Start weg vorhanden. Erst nach rund einer halben Stunde verfliegen die zeitweise prickelnd, stechenden Alkoholblitzer und zurück bleiben die süß, fruchtigen Aromen. 


Geschmack
Sehr süß! Sehr viel Traubenzucker sofort auf der Zunge! Gefolgt von einem prickelnden sauren Geschmack, der die Fruchtnoten, hier vor allem Honigmelone, Apfel und Birnen, begleitet. Auch die malzigen Butterteigkekse mit viel Vanille zeigen sich. Es wechselt aber dann rasch auf die würzige Seite. Das Eichenholz wird mit einer leichten Bitternote dominanter im Mund.

Mit ein paar Tropfen Wasser wird der Traubenzucker-Effekt sogar noch stärker. Hingegen die würzig, bitteren Aromen etwas in den Hintergrund treten. 


Abgang
Gegen Ende hin wird es trockener - vor allem vorne am Zahnfleisch und an der Innenseite der Lippen. Eine leichte Schärfe der Eichenwürze ist ebenfalls vorhanden. Insgesamt ist das Finish kurz. Mit etwas Wasserverdünnung verliert auch im Abgang die würzige Seite ihre Führung im Geschmack, die Eiche wird aromatischer. Er bleibt auch etwas länger am Gaumen präsent.


Fazit
Ich sitze gemütlich auf der Terrasse in der Abendsonne und genieße die letzten Tropfen von diesem Single Malt. Und genau in so einer Umgebung funktioniert der Sauternes Cask Finish hervorragend. Sommer, Sonne, nicht zu heiße Temperaturen. Die Süße und die Frucht vom Süßwein kommen gut rüber. Der Wechsel im Geschmack auf die würzige Seite passt gut, ansonsten würde es zu eintönig werden. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist der anfänglich zeitweise etwas störende Alkohol. Wasserverdünnung braucht der Arran jedoch keine, der Geruch und Geschmack bekommen dadurch keinen erkennbaren positiven Boost.

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English Text-Version


And I continue with the "dismantling" of the archive of my older samples - as I explained last week. This week it's an Arran Sauternes Cask Finish at 50% ABV. The whisky was matured for eight years in ex-bourbon casks before being finished for an unknown time in French sweet wine casks.

Fotocredit: whiskybase.com


Appearance
Yellow straw or yellow gold


Nose
The sweet wine cask finish has borne fruit. From the moment it is poured into the glass, the nose is clearly sweet and fruity. The sweet aromas are primarily creamy blossom honey and grape sugar. The fruity flavours are initially dominated by a very nice ripe honeydew melon and a few splashes of lemon juice. As the nosing progresses, the fruit becomes more like Haribo pineapple and apple gummy bears - but it works without being too artificial. There is also a hint of stewed pear. Butter biscuits with lots of vanilla in the background. There is a noticeable alcoholic note right from the start. Only after half an hour do the occasional sparkling, pungent flashes of alcohol fade away. The sweet, fruity flavours remain. 


Taste
Very sweet! Lots of grape sugar right on the tongue! This is followed by a sparkling sourness that accompanies the fruity notes, mainly honeydew melon, apple and pear. The malty butter dough biscuits with lots of vanilla also make an appearance. The palate quickly switches to the spicy side. The oak becomes more dominant in the mouth, with a slightly bitter note.

With a few drops of water, the glucose effect becomes even stronger. On the other hand, the spicy and bitter flavours fade into the background. 


Finish
It gets drier towards the end, especially on the front of the gums and the inside of the lips. There is also a slight spiciness from the oak. Overall, the finish is short. With a little water dilution, the spicy side of the finish loses its edge and the oak becomes more aromatic. It also lingers a little longer on the palate.


Conclusion
I'm sitting on the terrace in the evening sun, enjoying the last drops of this single malt. And the Sauternes Cask Finish works perfectly in such an atmosphere. Summer, sun, not too hot. The sweetness and the fruit of the sweet wine come through very well. The change in palate to the spicier side fits well, otherwise it would be too monotonous. The only real point of criticism is the alcohol, which is a little unpleasant at first. However, the Arran does not need to be diluted with water, and the aroma and flavour are not noticeably enhanced.

Mittwoch, 14. Februar 2024

Arran 13y Private Cask Austrian Special Release #1

 

Whiskybase

English Text-Version


An einem Donnerstagabend letzten Jahres stand unter den zahlreichen Flaschen, die jedesmal den großen Holztisch Donnerstag beim Hirschenbrunner in der Neustiftgasse in Wien bevölkern, auch eine Flasche dieses Arrans. Knapp eine Woche vorher war diese 13 Jahre alte Private Cask Abfüllung speziell für Österreich im Ladenlokal gelandet und ein lieber Club-Kollege hatte die Flasche gespendet. Ein paar Drams später war das Regalfach um eine weitere Flasche leerer und ich um eine Flasche reicher. 

Ich ließ sie als Club-Flasche im Ladenlokal von Monika und Erik und konnte den Whisky in den nächsten Wochen so regelmäßig verkosten. Aber, eine 100prozentige Aussage kann ich nur treffen, wenn ich einen Whisky in dem mir gewohnten Nosing Glas und in Ruhe zuhause probiere. Gedacht, getan, die Flasche weilt in der Zwischenzeit in meinem Whiskyregal daheim.

Ein paar Worte noch zu den Eckdaten. Der Whisky wurde am 14.12.2009 gebrannt, kam danach in das Fass mit der Nummer 2009/941, einem Oloroso Sherry Hogshead. Am 30.08.2023 wurde der Inhalt des Fasses ungefärbt und ohne Kühlfiltration auf 280 Flaschen aufgeteilt. 


Aussehen
Dunkler Bernstein


Nase
Eine feine Nase, die anfänglich die Aromen verhalten preisgeben will. Was jedoch sofort in die Nase steigt ist der Duft von viel Vanille sowie einer ordentlichen Portion Honig, Blütenhonig. Und auch, dass es ein Arran ist. Die für mich bei Arran so typischen klaren, sauberen Aromen nach Zitrone, ein wenig ins Tropische gehende beim Obst, gepaart mit einer leichten Malzigkeit, finden sich hier reichlich. 

Nach einiger Zeit und Sauerstoffaustausch im Glas kommt nicht nur das Aromenspiel deutlicher in Fahrt, der Oloroso Sherryeinfluss wird ebenfalls prägnanter, ohne jedoch das Grunddestillat zu überdecken. Hier wurden eindeutig keine dieser typischen nassen Fässer verwendet. 

Die Sherryaromen kommen hier elegant zur Geltung. Ein Hauch dunkler getrockneter Früchte bilden das Rückrat, zusammen mit dunkler Milchschokolade und Haselnüssen. Darauf liegt eine Schicht von unterschiedlichen roten Früchten, Himbeeren, Erdbeeren, ein paar Heidelbeeren und vielleicht auch vereinzelt Ribiseln, die für einen fruchtig sauren Touch sorgen. Ein warmer Marillenröster sorgt für das Topping. Unverdünnt prickelt der Alkohol anfänglich eine Spur in der Nase, dies nimmt mit der Zeit jedoch deutlich ab. 


Geschmack
Beim ersten Probieren eine schöne deutliche Süße, die sowohl Honig als auch cremiges Karamell vereint, mit einer durch den Alkohol schönen Präsenz im Mund. Danach, wie bereits im Geruch, sind anfänglich die Arran typischen Geschmacksnuancen mit Zitrone, dem Anflug von tropischen Früchten und den malzigen Noten auszumachen. Darauf folgen rasch die Sherryaromen, wie geröstete Haselnüsse, Milchschokolade, Marillenmarmelade sowie die roten Beeren. Ein leichtes Pfefferl leitet zum würzigen Teil über. Der Fasseinfluss wird spürbar mehr. 

Mit ein paar Tropfen Wasser bleibt die Süße zu Beginn, die Sherryaromen erscheinen flotter auf der geschmacklichen Bildfläche. Dafür ist die zwischenzeitliche pikante Ingwernote weniger deutlich ausgeprägt.


Abgang
Der schwarze Pfeffer flacht in Richtung Finish wieder ab. Die Nüsse und die Schokolade, nun mit mehr Kakaoanteil versehen, zeigen sich weiterhin. Vorne an der Innenseite der Wange wird es nun leicht trocken, adstringierend. Eine leichte Bitterkeit zeigt sich, es leibt aber immer sehr aromatisch. Insgesamt ist es ein mittellanges Ende.


Fazit
Ich habe diesen Single Malt nun über einen längeren Zeitraum bereits mehrfach im Glas gehabt. Und jedesmal hat er mir gefallen - auch jetzt in Ruhe und mit dem richtigen Nosingglas. Da hat jemand wirklich ein gutes Fass ausgewählt. Zu keinem Zeitpunkt übertüncht das Fass das Destillat. Auch wenn der Sherryeinfluss nicht zu kurz kommt. So machen Sherry-Vollreifungen Spaß. Trotz seines doch höheren Alkoholgehalts bleibt er immer gefährlich süffig. Für mich eine sehr schöne Einzelfassabfüllung von Arran. Vielleicht kommt irgendwann auch eine #2 dieser Austrian Special Release raus. 

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English Text-Version


On a Thursday evening last year, there was a bottle of this Arran among the many bottles that populate the large wooden table at Hirschenbrunner on Neustiftgasse in Vienna every Thursday. Just one week earlier, this 13-year-old private cask bottling had landed in the shop especially for Austria and a dear club colleague had donated the bottle. A few drams later, the shelf was one bottle emptier and I was one bottle richer. 

I left it as a club bottle in Monika and Erik's shop and was able to sample the whisky regularly over the next few weeks. However, I can only make a 100 per cent statement when I taste a whisky in my usual nosing glass and in peace and quiet at home. No sooner said than done, the bottle is now sitting on my whisky shelf at home.

A few words about the key data. The whisky was distilled on 14 December 2009 and then filled into the cask with the number 2009/941, an Oloroso sherry hogshead. On 30/08/2023, the contents of the cask were bottled uncoloured and without chill filtration in 280 bottles. 

Fotocredit: whiskybase.com


Appearance
Dark amber colour


Nose
A fine nose that initially reveals the aromas with restraint. However, what immediately hits the nose is the aroma of lots of vanilla and a good portion of honey and blossom honey. And also that it is an Arran. The clear, clean flavours of lemon that are so typical of Arran for me, with a hint of tropical fruit, coupled with a light maltiness, can be found in plentiful supply here. 

After some time and an exchange of oxygen in the glass, not only does the interplay of flavours become more pronounced, but the Oloroso sherry influence also becomes more prominent without overwhelming the base distillate. Clearly none of these typical wet casks were used here. 

The sherry flavours are elegantly accentuated here. A hint of dark dried fruit forms the backbone, together with dark milk chocolate and hazelnuts. On top of this is a layer of various red fruits, raspberries, strawberries, a few blueberries and perhaps a few currants, which provide a fruity, sour touch. A warm apricot roaster provides the topping. Undiluted, the alcohol initially tingles a little on the nose, but this decreases significantly over time. 


Flavour
On first tasting, a nice clear sweetness that combines both honey and creamy caramel, with a nice presence in the mouth due to the alcohol. Then, as in the nose, the typical Arran flavours of lemon, a hint of tropical fruit and malty notes can initially be detected. This is quickly followed by sherry flavours such as roasted hazelnuts, milk chocolate, apricot jam and red berries. A slight peppery flavour leads to the spicy part. The cask influence becomes noticeably stronger. 

With a few drops of water, the sweetness remains at the beginning and the sherry flavours appear more quickly on the palate. The spicy ginger flavour is less pronounced in the meantime.


Finish
The black pepper flavour fades again towards the finish. The nuts and chocolate, now with a higher cocoa content, continue to make themselves known. On the inside of the cheek, it now becomes slightly dry and astringent. There is a slight bitterness, but it remains very aromatic. Overall, it is a medium-long finish.


Conclusion
I have now had this single malt in my glass several times over a longer period of time. And I've enjoyed it every time - even now in a calm state and with the right nosing glass. Someone has really chosen a good cask. At no point does the cask drown out the distillate. Even if the sherry influence is not too short. This is what makes sherry maturation fun. Despite its higher alcohol strength, it always remains dangerously drinkable. For me, a very nice single cask bottling from Arran. Perhaps a #2 of this Austrian Special Release will be released at some time.

Mittwoch, 8. Februar 2023

Arran 18y (2020)

 

Whiskybase

English Text-Version

Seit der Designumstellung bei Arran 2019 hat sich auch deren 18jähriger farblich immer wieder verändert. Die ersten Batches im neuen Design waren erstaunlich dunkel. Grund dafür war eine andere Fassbelegung. Bei der "alten" Version kamen 70 Prozent Ex-Bourbon- und 30 Prozent Sherry-Fässer zur Anwendung, bevor sie miteinander vermählt wurden. Nun soll die neue Version zu 100 % aus Sherry-Fässern stammen. Auch der Preis änderte sich, er stieg um rund € 15,- von damaligen durchschnittlich € 75,- auf mindestens € 90,-. Die anderen Rahmendaten, wie ungefärbt und ungefiltert sowie die Alkoholstärke von 46% blieben ident.

Die Kritiken zur neuen sherrylastigen Abfüllung sind seitdem durchwegs mehr als positiv, sogar teilweise euphorisch. Die machte mich entsprechend neugierig. Denn ich bin auf der Suche nach einen Ersatz für den Glendronach 18y Allardice. Die Flaschen vor der Schließlich von Glendronach und vor den geschmacklichen Änderungen durch Rachel Berrie sind, wenn man sie übehaupt noch bekommt, preislich für mich nicht mehr attraktiv. Und dieser 18y Arran klingt nach allem was man hört und liest als geeigneter Kandidat.

Interessanterweise ist gerade das aktuelle Batch nicht mehr so dunkel ausgefallen. Also musste ein Sample von der früheren dunklen Brühe herhalten.


Aussehen
Dunkles Mahagoni 


Nase
Der erste Eindruck im Geruch bestätigt die sehr dunkle Farbe vom Malt. Zuerst ein kurzes Aufblitzen von Küchenkräutern a la Salbei und Rosmarin in der ersten Nase. Aber sofort danach schwappt eine intensive Welle an dunkelfruchtigen Fruchtaromen gegen die Nasenflügel und schiebt die kurze Kräuterprise sehr schnell weg. Das ist aber eine Sherrybombe par excellence. Reife fleischige Pflaumen dominieren zu Beginn, sind jedoch in einem Wechselspiel mit dunklen roten Beeren, die auch etwas Fruchtsäure in die Geruchskomposition mit hineinbringen. Dazu gesellen sich Rosinen und ein Spritzer Aceto Balsamico di Modena Creme. Ummantelt werden die Aromen durch eine Süße von dunklem Waldhonig und etwas Muskatnuss. Eine leichte Mentholnote sorgt für einen erfrischenden Kontrapunkt zur Sherryfracht. Mit mehr Luft und Standzeit wechseln die roten Beeren etwas zu Marillen und reifen Sommerpfirsichen. Der dichte Sherrycharakter mit der markanten Säure bleibt jedoch die gesamte Zeit über bestehen. Ein paar wenige Tropfen Wasser bringen hellere Noten und auch blumige, fast schon parfümierte Aromen zu Tage. Interessant.


Geschmack
Mit einem öligen Film gleitet der Malt in den Mundraum, ein schönes cremiges Mundgefühl. Danach schieben sich die Aromen der dunklen Früchte mit Pflaumenmus und die süßsäuerliche Balsamico Creme in den Vordergrund. Es folgen die Küchenkräuter, die zusammen mit einer aromatischen Holzwürze, die Fruchtbasis etwas in den Hintergrund schieben. Geröstete Nüsse, Walnüsse und Haselnüsse, und etwas dunkle Schokolade mit Zimt und Muskatnuss zeigen sich ebenfalls im letzten Drittel. Insgesamt ist der Geschmack doch würziger, als die Nase vermuten ließ. Mit etwas Wasser wird der Gesamteindruck runder. Er wird süßer und fruchtiger. Die doch markante Würzigkeit und Säure geht in den Hintergrund. Gefällt mir deutlich besser.


Abgang
Angenehme Eukalyptusnoten mit einer schönen schwarzen Mokkatasse in Kombination. Darüberhinaus schmeckt man weiterhin die Pflaume und den Waldhonig. Die Eichenfässer grüßen mit einer leichten aromatischen Holzigkeit und Astringenz, sind jedoch weit weniger präsent, als ich bei einer Reifezeit von 18 Jahren erwartet hätte.
Auch im Finish hilft etwas Wasser. Die Trockenheit geht weg, es bleibt die angenehme Holzaromatik mit Zimt und Muskatnuss sowie etwas von der Pflaume. 


Fazit
Ich bin zwiegespalten. Meine Hoffnung, einen würdigen Nachfolger für meinen heiß geliebten Glendronach 18y Allardice zu finden, hat sich leider nicht erfüllt. Dafür hat der Arran ein für ich zu modernes Sherryprofil erhalten. Die Aromen wirken zeitweise aufgesetzt und nicht in Harmonie mit dem Grunddestillat. Auf der anderen Seite gefällt er mir mit ein paar Tropfen Wasser wirklich gut! Da öffnet er sich regelrecht und wird zugänglicher. Die doch teilweise mir fast zu dominaten Sherryaromen reduzieren sich und lassen mehr Raum für das Arran Destillat. Ein Beweis dafür, was ein paar wenige Tropfen Wasser in einem Single Malt bewirken können. Das aktuelle Batch von Ende '22, Anfang '23 ist deutlich heller ausgefallen. Laut transparenter Kommunikation durch Arran sind diesmal mehr Bourbonfässer in die Mischung mit eingeflossen. Und da Arran nicht färbt und kein Finish mit nassen Sherryfässern für die Farbgebung verwenden wollte, sollen bei diese Abfüllung wieder mehr die tropischen Fruchtaromen, wie bei der alten 18y-Flasche noch vor dem Designwechsel, im Vordergrund stehen. Mein Fazit. Ohne Wasser fast too much Modern Sherry Style, mit Wasser sehr lecker und eine Empfehlung. Und ich versuche ein Sample vom Aktuellen zu ergattern, die tropischen Früchte…

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English Text-Version


Since Arran's design change in 2019, their 18-year-old has also changed colour again and again. The first batches in the new design were surprisingly dark. The reason for this was a different cask allocation. The "old" version used 70 per cent ex-bourbon and 30 per cent sherry casks before they were blended together. Now the new version is supposed to be 100 % sherry casks. The price also changed, rising by around € 15 from an average of € 75 at the time to at least € 90. The other basic data, such as uncoloured and unfiltered as well as the alcohol strength of 46% remained identical.

Since then, the reviews of the new sherry-heavy bottling have been more than positive, even partly euphoric. This made me correspondingly curious. Because I am looking for a replacement for the Glendronach 18y Allardice. The bottles before Glendronach's eventual launch and before Rachel Berrie's taste changes are, if you can still get them at all, no longer attractive to me in terms of price. And this 18y Arran sounds like a suitable candidate by all accounts.

Interestingly, the current batch in particular hasn't turned out that dark. So a sample from the earlier dark brew had to do.

Fotocredit: whiskybase.com


Appearance
Dark mahogany 


Nose
The first impression in the smell confirms the very dark colour of the malt. First a brief flash of kitchen herbs a la sage and rosemary in the first nose. But immediately afterwards an intense wave of dark fruity fruit flavours spills against the nostrils and pushes the short herbal surprise away very quickly. But this is a sherry bomb par excellence. Ripe fleshy plums dominate at the beginning, but are in an interplay with dark red berries, which also add some fruit acidity to the olfactory composition. They are joined by sultanas and a dash of Aceto Balsamico di Modena cream. The aromas are surrounded by a sweetness of dark forest honey and a little nutmeg. A slight menthol note provides a refreshing counterpoint to the sherry freight. With more air and standing time, the red berries change somewhat to apricots and ripe summer peaches. However, the dense sherry character with the distinctive acidity remains throughout. A few drops of water bring lighter notes and also floral, almost perfumed aromas to light. Interesting.


Taste
The malt glides into the mouth with an oily film, a nice creamy mouthfeel. Then the flavours of dark fruits with plum jam and the sweet and sour balsamic cream push to the fore. The kitchen herbs follow, which together with an aromatic wood spice, push the fruit base somewhat into the background. Roasted nuts, walnuts and hazelnuts, and some dark chocolate with cinnamon and nutmeg also show up in the last third. Overall, the taste is spicier than the nose suggested. With a little water, the overall impression becomes rounder. It becomes sweeter and fruitier. The distinctive spiciness and acidity fade into the background. I like it much better.


Finish
Pleasant eucalyptus notes combined with a nice black mocha cup. On top of that, you can still taste the plum and the forest honey. The oak casks greet with a slight aromatic woodiness and astringency, but are far less present than I would have expected with 18 years of ageing.
A little water helps in the finish too. The dryness goes away, leaving the pleasant woody aromas with cinnamon and nutmeg and a little of the plum. 


Conclusion
I am of two minds. My hope to find a worthy successor for my beloved Glendronach 18y Allardice was unfortunately not fulfilled. Instead, the Arran has been given a sherry profile that is too modern for me. At times, the aromas seem artificial and not in harmony with the base distillate. On the other hand, I really like it with a few drops of water! It really opens up and becomes more accessible. The sherry aromas, which are sometimes almost too dominant for me, are reduced and leave more room for the Arran distillate. Proof of what a few drops of water can do in a single malt. The current batch from the end of '22, beginning of '23 is much lighter. According to transparent communication by Arran, this time more bourbon casks have been added to the blend. And since Arran does not colour and did not want to use a finish with wet sherry casks for the colouring, the tropical fruit flavours, as with the old 18y bottle even before the design change, should be more in the foreground again with this bottling. My conclusion. Without water almost too much Modern Sherry Style, with water very tasty and a recommendation. And I'll try to get hold of a sample of the current one, the tropical fruits...

Donnerstag, 18. November 2021

Arran 10y

 

Whiskybase

Bei den vor kurzen erstmals statt gefundenen OSWA Awards hat der Arran 10y sowohl in den Kategorien „Best Entry Level Single Malt 2021“ und „Best Single Malt Scotch Whisky 2021“ gewonnen. Vor allem der Sieg als Zehnjähriger bei der letzten Kategorie macht mich neugierig auf diese Abfüllung.

Da die letzten Arrans, die in meinem Glas landeten, schon einige Zeit zurück liegen, ist dies eine gute Gelegenheit die Brennerei wieder einmal glasweise zu besuchen. Arran hat gegen Ende 2019 ihr Flaschen- und Verpackungsdesign radikal verändert. Auch einige im Sortiment vorhandenen Abfüllung wurden dabei fassreifungstechnisch etwas neu konzipiert.
So soll auch dieser 10jährige etwas anders schmecken, als sein Kollege im alten Design. Die verwendeten Fässer sind nicht bekannt. Was man weiß ist, der Alkoholgehalt beträgt 46% und es wurde nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert - sehr schöne Parameter für einen Einsteiger!


Nase & Aussehen
Mit einem dunklen Gold im Glas und vielen langsam hinab gleitenden Tränen präsentiert sich der Arran optisch schon mal ansprechend. Gleich beim ersten reinschnuppern zeigt sich viel Honig und Vanille. Mehr exotische und reife Zitrusfrüchte Im Aroma, als die klassischen Äpfel und Birnen. Sehr bourbonfasslastig. Im Hintergrund liegen dezente Holzeindrücke und eine Spur von Kokos und Schokolade.


Geschmack
Der Malt beginnt mit einem vollen und öligen Mundgefühl. Neben Honig und Vanille ist auch die Zitrone und nun auch Grapefruit am Start. Die exotischen Fruchtnoten aus dem Geruch zeigen sich im Geschmack vor allem in einer zarten Süße. Relativ rasch wird es spritzig und leicht pfeffrig mit ein paar Kokosraspeln kombiniert.


Abgang
Das Holz der Fässer zeigt sich nun immer deutlicher. Dunkler Kakao mit rund 60% und ein wenig schwarzer Kaffee - aber nicht zu bitter, eher aromatisch. Die Frucht verändert sich Richtung rote Apfel- und Birnenschalen. Generell ist der Abgang mittellang.


Fazit
Ein schöner harmonischer Einsteiger, der über eine wirklich schöne Nase und einem guten Geschmack und Finish verfügt. Die Fassbelegung wird von Arran nicht preisgegeben. Vor allem der Geruch lässt auf Bourbonfässer schließen - mindestens 2nd Fill. Im Geruch und im Abgang sind einige Holzeinflüsse erkennbar, dies könnte von Virgin Oak Fässern herrühren.

Ist er awardverdächtig? Ansichtssache. Für einen Einstiegsmalt ist er wirklich sehr gut, harmonisch und hat mit einem Preis von rund € 35,- ein tolles Preis/Leistungsverhältnis. Für die „Best Malt“ Klasse sehe ich ihn aber trotzdem nicht, da fehlt ihm vielleicht dann doch noch das eine oder andere Jährchen. 


Online Scotch Whisky Awards - Live Ceremony


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At the OSWA Awards, which recently took place for the first time, the Arran 10y won both the categories "Best Entry Level Single Malt 2021" and "Best Single Malt Scotch Whisky 2021". Especially the win as a ten year old in the last category makes me curious about this bottling.

As the last Arran that ended up in my glass was some time ago, this is a good opportunity to visit the distillery by the glass again. Arran radically changed their bottle and packaging design towards the end of 2019. Some of the existing bottlings in the range have also been redesigned in terms of cask maturation.
This 10-year-old is said to taste a little different from its counterpart in the old design. The casks used are not known. What is known is that the alcohol content is 46% and it has not been coloured or chill-filtered - very nice parameters for a beginner!


Nose & Appearance
With a dark gold in the glass and lots of tears slowly sliding down, the Arran presents itself visually appealing. The first sniff reveals a lot of honey and vanilla. More exotic and ripe citrus fruits in the aroma than the classic apples and pears. Very bourbon barrel-heavy. In the background are subtle wood impressions and a hint of coconut and chocolate.

Foto: whiskybase.com


Taste
The malt starts with a full and oily mouthfeel. Besides honey and vanilla, lemon and now grapefruit are also at the start. The exotic fruit notes from the smell show up in the taste, especially in a delicate sweetness. Relatively quickly it becomes tangy and slightly peppery with some coconut flakes combined.


Finish
The wood of the barrels now shows itself more and more clearly. Dark cocoa at around 60% and a little black coffee - but not too bitter, rather aromatic. The fruit changes towards red apple and pear skins. In general, the finish is medium long.


Conclusion
A nice harmonious starter that has a really nice nose and a good taste and finish. Arran doesn't disclose the cask allocation. Especially the smell suggests bourbon casks - at least 2nd fill. There are some wood influences in the smell and the finish, this could come from Virgin Oak casks. 

Is it award-worthy? A matter of opinion. For an entry-level malt, it is really very good, harmonious and, with a price of around €35, great value for money. But I still don't see it in the "best malt" class, perhaps it still lacks a year or two. 

Donnerstag, 19. November 2020

Arran Sherry Cask 2019 vs 2020



Whiskybase Arran Sherry Cask 2019

Whiskybase Arran Sherry Cask 2020

Da ich sowohl von der damals neu auf den Markt gekommenen 2019er Version als auch von der diesjährigen Abfüllung ein Sample hatte, wollte ich mal sehen ob der Masterblender bei Arran einen guten Job macht, oder ob es vielleicht doch deutliche Unterschiede bei den beiden Samples gibt. 

Beide haben den identen Alkoholgehalt von 55,8%, sind ungefärbt und nicht kühlgefiltert. Das Alter der beiden ist mir nicht bekannt, auch nicht ob vielleicht eine der beiden Versionen älter wäre.

Nase & Aussehen
Bei der Farbe zeigt sich in den Gläsern ein rötliches Bernstein. Wenn auch nur um eine Spur, so könnte die 2020iger Version um einen Hauch dunkler sein. 

2019
Leichte Sherry-Noten und sofort dahinter der für mich bei Arran NAS Abfüllungen wie dem Amarone Cask immer typische frisch fruchtig süße Geruch nach Kirschen und Erdbeeren. Ein zarter Hauch von blumigem Parfum umweht die Nase. Der Alkohol zeigt sich in einer klaren Mineralnote. Mit einiger Zeit kommt ein wenig Vanille ums Eck. Auch etwas dunklere Früchte wie Pfaumen und Datteln, aber auch eine saftige Mandarine zeigen sich mit längerer Verweildauer im Glas. Mit Wasser verändert sich die Nase unmerklich.

2020
Hier ist die Nase etwas verschlossener als bei der älteren Version. Auch die hellfruchtigen Aromen von Kirsche und Erdbeere habe ich nicht gleich zu Beginn. Dafür hat die Nase zu Anfang mehr Sherry und auch mehr aromatische Gewürze, hier scheint mehr Einfluss des Holzes vom Fass erkennbar zu sein. Süßes Karamell und Vanille ist sofort deutlicher präsent. Mit mehr Zeit im Glas nähert sich diese Version der älteren dann an. Die Früchte in der Nase werden auch hier zu Zwetschken und Datteln. Die Mandarine jedoch, die fehlt mir hier.

Geschmack

2019
Schönes weiches und cremiges Mundgefühl. Der Malt beginnt mit einem süßen Antritt, geht dann rasch in eine würzige Bitterkeit über, die an dunkle Schokolade mit Zimteinfluss erinnert. Auch etwas Vanille ist vorhanden. Mit ein paar Tropfen Wasser bleibt die Süße länger stehen, Frucht ist vorhanden, jedoch fast eher hellfruchtiger, vielleicht Grapefruit. Die dunklen Sherryaromen von der Nase sind nicht mehr zu schmecken.

2020
Auch hier ein schönes cremiges Mundgefühl. Der Antritt gestaltet sich vielleicht sogar etwas süßer als beim Vorgänger. Man könnte sogar Honig ins Spiel bringen. Etwas dunkler präsentiert er sich, seitens Gewürzeinflüssen wie Muskat und Nelke. Auf Seiten der Fruchtaromen sind hier die dunklen roten zu schmecken. Die prickelnde Eiche ist auch hier gegen Ende zu merken. Mit Wasser wird er deutlich süßer, fruchtiger und Vanille kommt hinzu. 

Abgang

2019
Der Abgang ist nicht sehr lange. Neben dem Zimt und der Schokolade wird der Malt gegen Ende hin deutlich adstringierend. Die bitteren Aromen ünernehmen die Führung im Mund. Mit Wasser reduzieren sich zwar die doch starken bitteren Aspekte, die Trockenheit im vorderen Mundraum bleibt bestehen.

2020
Auch im Finish ist die jüngere Version nicht so auf der bitteren Seite ohne Wasser, wie der Vorgänger. Der Mund wird auch auch trockener, jedoch fällt die Bitterkeit weniger dominant aus. Dafür hat er am Ende leicht seifige Assoziationen. 

Fazit
Beide Versionen vom Sherry Cask sind vom Grundcharakter sehr ähnlich - Good Job Mr. Arran Masterblender. Die 2019er Version ist vielleicht um eine Spur heller als die aktuelle Variante aus 2020. Der 2020iger ist in der Nase und im Geschmack etwas dunkler. Wobei die bekannten Sherrykomponenten generell bei der Abfüllung nicht dominant sind. Ist einer der beiden besser? Wenn ich wählen müsste, würde ich eher zum 2020 Jahrgang greifen. Aber wirklich überzeugt haben mich beide nicht. Sie sind beide angenehme Easy-Going Drams. Aber sie bleiben nicht in Erinnerung. Vielleicht hätten sie länger im Fass reifen sollen? Da bleibe ich doch lieber bei den alten Versionen vom 18er und 21er - die sind andere Kaliber. 

Dienstag, 19. Mai 2020

Arran The Côte-Rôte Cask Finish


Nase & im Glas:
Die Farbe vom Malt ist schon mal interessant. Ein helles Rosérot zeigt sich im Glas - die Assoziation mit einem Rosewein ist durchaus gegeben. Die Nase beginnt mit einer fruchtigen Note. Säuerlich, traubig! Untermalt wird der erste Eindruck durch einen Hauch von dunkleren roten Früchten, Sherrynoten nicht unähnlich. Quasi im Nachklang der Aromen sticht der Alkohol ein wenig nach. Ich weiß nicht genau, wie lange der Malt im Fass lag. Meine Vermutung liegt zwischen 6 und 7 Jahren. Auch trotz Hinzugabe von ein paar Tropfen Wasser bleibt die frische Menthol-Note bestehen. Die Nase wirkt wirklich wie die Farbe, hellfruchtig und frisch.

Geschmack:
Der erste Antritt kommt mit einer schönen Honigsüße zusammen mit einem Potpourri aus leckerer Säure, verbunden mit einer Frucht, die mich an Trauben erinnert. Danach übernimmt im Mund weißer Pfeffer - spritzig. Nach dem zweiten Schluck bleibt die Süße länger im Mund haften.


Abgang:
Ein wenig Eiche am Ende. Frucht die relativ schnell verblasst. Die Kerne der Trauben, eine ganz leichte Bitterkeit, bleibt noch etwas länger im Mund zurück.

Fazit:
Er ist nicht sonderlich komplex. die Aromen sind nicht super intensiv, aber das Gesamtbild ist stimmig. Ich denke, wie ein schön gekühlter Rosewein, ist auch dieser Whisky von Arran ein schöner leichter Begleiter eines warmen Sommerabends.

Donnerstag, 30. Januar 2020

The Arran 21y


Whiskybase 

Bevor Arran sein Flaschen- und Etiketten-Design komplett erneuerte, hatte ich noch die Chance mir ein Sample von der "alten" Abfüllung des 21jährigen zu sichern. Ob Arran neben dem äußeren Design auch die Komposition der Malts geändert hat, kann ich noch nicht sagen - die "neue" Range muss noch verkostet werden.

Nase & Aussehen
Im Glas präsentiert sich der 21jährige Arran mit einer Farbe, die an ein dunkles Ocker erinnert. Für 21 Jahre doch überraschend hell.
Zu Beginn im Glas etwas verhalten - leichte Frische in der Nase - gewähre ich ihm ein paar Minuten Ruhezeit. Danach erwacht der Whisky und bietet ein tolles Bouquet in der Nase!
Die Basis in der Nase ist der für mich typische Arran Style mit reifen Zitronen, mit tropischen Fruchtanteilen und Orangen. Darüber legt sich eine sehr schöne Blütenhonignote und Würzigkeit. Und es könnten auch ein paar Stück Milchschokolade in dieser Mischung vorhanden sein. Die 21 Jahre im Eichenfass kann und will der älteste Arran aus der Core Range nicht verläugnen.

Geschmack
Schöne feine Honigsüße, nicht allzu süß, eher fruchtigsüß im ersten Antritt. Wundervoll ölig bewegt er sich im Mund. Danach bekomme ich eine prickelnde Würzigkeit - ja schon fast ein wenig Pfeffer, die mit der Süße schön spielt. Schön kräftig im Mund. Diese Spritzigkeit ist für mich typisch bei Arrans. Die 46% sind weder in der Nase noch im Mund wirklich zu spüren. Sherrynoten habe ich hier eher weniger.

Abgang
Ah! Jetzt kommen doch ein paar Sherrynuancen. Schön! Die Gewürze verlagern nun nochmals deutlicher Richtung Zimt und Muskat. Die Eiche kommt jetzt spürbar gegen Ende hin zum Vorschein. Für 21 Jahre aber eher weniger aufdringlich wie man vermuten könnte. Die Eiche bleibt aber zumindest mittellang im Mund stehen und macht auf einen kleinen italienischen Espresso Lust.

Fazit
Im Vergleich zum 18jährigen ist der drei Jahre Ältere wieder eine Steigerung. Er braucht etwas Zeit und Geduld im Glas. Aber dann präsentiert er eine wirklich schöne Nase! Im Mund kräftig mit einem schönen Wechselspiel zwischen einer angenehmen fruchtigen Blütenhonigsüße und einer überraschenden Würzigkeit, die ein Prickeln auf der Zunge verursacht. Was ich bisher von Arran hatte, hat mir auch gut gefallen. Da macht der 21y hier keinen Unterschied. Er ist ein schöner Abschluss der Core-Range.

Sonntag, 10. November 2019

The Arran 14y


Whiskybase

Nase & im Glas:
Wie beim vorhin probierten Knockando 21 Master Reserve sind hier sowohl Sherry- als auch Bourbonfässer zum Einsatz gekommen. Wenn es stimmt, dann war das Verhältnis 20:80 zu Gunsten des Bourbons. Das spiegelt sich auch bei der Farbe wieder. Ein schönes helles Gold ist es geworden. Ich hab vom Arran bis jetzt den 18er sowie den Amarone und den Côte-Rôtie verkostet und ich finde bei der Nase des 14y sofort die Arran Note. Der erste Eindruck in der Nase ist vor allem bei den beiden Cask Finishes sehr ähnlich. Eine hellfruchtige Note mit einer deutlichen Malzigkeit im Vordergrund mit einem Hauch von einer floralen Note, fast schon Parfum. Das hab ich vor allem beim Amarone und dem Côte-Rôtie so empfunden. Am Anfang kriege ich den Alkohol etwas mehr in die Nase, aber ansonsten ein harmonisches Geruchsbild.

Geschmack:
Gleich zu Anfang bekomme ich eine satte Süße in den Mund, gefolgt von einer Birnenfrucht. Schön! Dann kommt was scharf pfeffriges. Aber nicht schlecht. Beim zweiten Schluck verbindet sich die Süße am Anfang noch mit einer spritzigen Fruchtnote.

Abgang:
In dieser Art gehts Richtung Ende. Eiche kommt hinzu. Aber nicht heftig, eher dezent bleibt sie im Mund stehen. Mit der Eiche kommt ein wenig dunkler Espresso. Nach dem ersten Versuch wird die Eiche und die bittere Note stärker ohne zu intensiv zu werden.

Fazit:
Er gefällt mir. Eine schöne Arran Note in der Nase und im Mund dann eine tolle Kombi von Süße und pfeffrige Würzigkeit und gegen Ende hin in Eichen/Espresso-Variation endet. Ich werde noch zum Arran-Fan. Im Vergleich zum vorigen Knockando hat dieser 14jährige Ecken und Kanten! Schmeckt mir!
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