Glenfarclas
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Mittwoch, 28. Dezember 2022

Glenfarclas 105 Cask Strength

 

Whiskybase

English Version


Die beiden Sampleflaschen des 10y und 12y Glenfarclas aus der bekannten roten Samplebox habe ich bereits verkostet. Der Dritte im Bunde, der 105er fehlte noch. Ich habe mir dieses Sampleset vor drei Jahren zu Weihnachten gekauft, somit schließt sich für mich der Kreis der Standard Range von Glenfaclas.

Die Bezeichnung 105 stammt noch von der britischen Maßeinheit Proof und wurde zur Messung der Brennbarkeit von Flüssigkeiten und somit zur Ermittlung deren Alkoholgehalt verwendet. Dabei wurde Schießpulver mit der Flüssigkeit vermischt und angezündet. Wenn zb. der Whisky mit einer blauen Flamme brannte, war er proof, kam es zu einer Explosion war er over-proof. Diese korrekte proof Mischung beträgt 57% Alkoholgehalt bzw. 7/4 der Volumenprozente des Alkohols im Whisky. Somit ergeben 105 proof, wie beim Glenfarclas angegeben, in etwa 60% Alkoholstärke.

In den USA wird beim Bourbon immer noch oft mit proof der Alkoholgehalt angegeben. Jedoch haben es sich die Amerikaner etwas leichter gemacht und den Proof-Gehalt einfach verdoppelt um den Alkoholgehalt zu ermitteln. So sind 100 Proof bei Bourbons 50% Alkohol.

Der Glenfarclas 105 ist ein Non-Age-Statement (NAS) Whisky und damit der einzige in der Core Range der Brennerei ohne Altersangabe. Früher war der 105er mit einer Altersangabe von mindestens 10 Jahre versehen - es gab auch eine 20, 22 und sogar 40jährige Abfüllung. Die aktuelle Flasche soll, wie man hört, acht bis zehn in den Sherry-Fässern reifen. Wie bei dem Familienunternehmen aus der Speyside üblich, kommt der Malt ungefärbt und ungefiltert in die Flasche.  


Aussehen
Dunkles Rotgold


Nase
Die 60% merkt man schon in der Nase. Ein leichtes Ziehen und Stechen, kombiniert mit einer frischen Pfefferminz/Mentholnote, macht sich anfänglich bemerkbar. Die Aromen sind etwas verschlossen, er braucht etwas Zeit, der Alkohol muss sich noch beruhigen. Mit der Zeit erscheint das für mich bei der Standardreihe von Glenfarclas so typische Geruchspotpourri mit englischer Orangenmarmelade, gefolgt von saftigen reifen hellen Äpfeln mit etwas Vanille und angenehmen süßen und malzigen - einem warmen Kuchenteig nicht unähnlichen - Aromen. Immer wieder kitzelt der Alkohol zwischendurch kurz beim Reinriechen. Die verwendeten Sherryfässer werden mit längerer Dauer im Glas immer präsenter, vor allem durch das Erscheinen der klassischen roten Beeren, vor allem Erdbeeren, Himbeeren und dann auch Aprikosengelee. Dahinter erscheint Milchschokolade mit Haselnüssen und eine aromatische Holzfracht der Fässer. 

Mit ein paar Tropfen Wasser wird die Nase etwas blumiger, wie Veilchenduft. Allgemein tritt der Alkohol in den Hintergrund, die Fruchtaromen und die Vanille nehmen zu. 


Geschmack
Ohne Wasser pur gleitet der Malt sehr kräftig und ölig in den Mundraum und belegt diesen gleich mit einer leichten Süße aber dafür mit einer umso deutlicheren Würzigkeit. Zu der herben Würze addiert sich eine scharfe Ingwer- und Pfeffernote. Von der doch deutlichen Fruchtigkeit im Geruch ist im Geschmack eher weniger geblieben. Vielleicht noch etwas von der herbsüßen Orangenmarmelade mit kleinen Stückchen der Schale, die mit ein wenig Vanille verfeinert wurde. 

Mit leichter Wasserzugabe wirkt er zuerst süßer. Jedoch wechselt es überraschend schnell zu einer scharfwürzigen Pfefferpaste - fast schon Chilinote - über. Interessant. Mit mehr Wasser wird er deutlich zugänglicher, die Frucht kommt mehr raus. Aber insgesamt flacht er etwas ab.


Abgang
Vor allem dunkle Schokolade und die Aromen der Eichenfässer dominieren das Finish. Die Schalen der Äpfel und die Zesten der Orange sind als Frucht noch vorhanden. Insgesamt ein eher mittellanger Abgang. Mit Wasser gleitet er sehr wärmend den Rachen hinab und verweilt dort lange. 


Fazit
Die 60% Alkoholgehalt sind schon eine Ansage. Wenn man sich an diese Alkoholfracht erstmals gewöhnt hat, bekommt man schöne dichte Aromen im Geruch geliefert. Der 105er hat deutlich mehr in der Nase zu bieten als zb. der 10y oder 12y der Core Range. Klar, der deutliche höhere Alkohol macht sich hier bemerkbar. Jedoch muss auch etwas vorhanden sein, was der Alkohol transportieren kann. Und dies hat der 105er durchaus. Im Geschmack dominieren die würzigen, von den Fässern getragenen Geschmacksnuancen. Wasserverdünnung hilft der Nase vielleicht zu mehr Harmonie, im Mund jedoch bewirkt es eher das Gegenteil - hier wird es deutlich würziger. Wasser ist für mich daher nicht zwingend nötig, Wer Glenfarclas mag und auch deren Standard Range, der ist mit dem 105 gut bedient. Ich würde ihn den 10y und 12y Abfüllungen jederzeit vorziehen. 

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English Version


I have already tasted the two sample bottles of the 10y and 12y Glenfarclas from the well-known red sample box. The third in the group, the 105, was still missing. I bought this sample set three years ago for Christmas, thus closing the circle of the standard range of Glenfaclas for me.

The designation 105 still comes from the British unit of measurement Proof and was used to measure the flammability of liquids and thus to determine their alcohol content. Gunpowder was mixed with the liquid and set alight. If, for example, the whisky burned with a blue flame, it was proof; if there was an explosion, it was over proof. This correct proof mixture is 57% alcohol content or 7/4 of the alcohol by volume in the whisky. Thus, 105 proof, as indicated for Glenfarclas, results in about 60% alcohol strength.

In the USA, proof is still often used to indicate the alcohol content of bourbon. However, the Americans have made it a little easier and simply doubled the proof content to determine the alcohol content. So 100 proof for bourbons is 50% alcohol.

The Glenfarclas 105 is a non-age statement (NAS) whisky and thus the only one in the distillery's core range without an age statement. Previously, the 105 had an age statement of at least 10 years - there was also a 20, 22 and even 40 year old bottling. The current bottle is rumoured to be aged eight to ten in the sherry casks. As is customary with the family-owned Speyside company, the malt comes uncoloured and unfiltered in the bottle.  

Appearance
Dark reddish gold


Nose
The 60% is already noticeable in the nose. A slight draw and pang, combined with a fresh peppermint/menthol note, is initially noticeable. The aromas are a bit closed, it needs some time, the alcohol still has to settle down. In time, the olfactory potpourri so typical for me in the standard Glenfarclas range appears, with English orange marmalade, followed by juicy ripe light apples with a little vanilla and pleasant sweet and malty - not unlike a warm cake batter - aromas. Again and again, the alcohol tickles briefly in between when smelling in. The sherry casks used become more and more present with longer time in the glass, especially through the appearance of the classic red berries, above all strawberries, raspberries and then also apricot jelly. Behind this, milk chocolate with hazelnuts and an aromatic woodiness of the barrels appear. 

With a few drops of water, the nose becomes a little more floral, like violet scents. In general, the alcohol recedes into the background, the fruit flavours and the vanilla increase. 


Taste
Without water, the malt glides into the mouth in a very powerful and oily way and immediately occupies the mouth with a slight sweetness but all the more distinct spiciness. The tart spiciness is complemented by a sharp ginger and pepper note. Less of the clear fruitiness in the aroma remains in the taste. Perhaps a little of the tart-sweet orange marmalade with small pieces of the peel, refined with a little vanilla. 

With a slight addition of water, it seems sweeter at first. However, it changes surprisingly quickly to a hot spicy pepper paste - almost chilli notes. Interesting. With more water, it becomes much more accessible, the fruit comes out more. But overall it flattens out a bit.


Finish
Mainly dark chocolate and the flavours of the oak barrels dominate the finish. The peel of the apples and the zest of the orange are still present as fruit. Overall, a rather medium-long finish. With water it glides down the throat very warming and lingers there for a long time. 


Conclusion
The 60% alcohol content is quite a statement. When you first get used to this alcohol load, you get nice dense aromas in the smell. The 105 has much more to offer on the nose than, for example, the 10y or 12y of the Core Range. Of course, the significantly higher alcohol is noticeable here. However, there must also be something that the alcohol can transport. And the 105 certainly has that. The spicy flavours carried by the casks dominate the taste. Water dilution may help the nose to achieve more harmony, but in the mouth it tends to have the opposite effect - here it becomes clearly spicier. Water is therefore not absolutely necessary for me. If you like Glenfarclas and also their standard range, you are well served with the 105. I would prefer it to the 10y and 12y bottlings any day.

Mittwoch, 1. Juni 2022

Glenfarclas 10y & Glenfarclas 12

 

Das 3er 05cl Sample-Set von Glenfarclas in der hübschen roten Box mit dem 10y, 12y und dem hochprozentigen 105er habe ich schon einige Zeit auf meinem Board stehen. Da ich bereits den 15y, 18y, 21y und 25y aus der Standard Reihe von Glenfarclas verkostet habe, wollte ich nun auch die beiden jüngeren mit Altersangabe probieren.

Wie bei Glenfarclas üblich, durften beide Abfüllungen die volle Reifezeit in Ex-Oloroso Sherryfässern verbringen. Der Zehnjährige kommt mit 40%, der Zwölfjährige mit 43% in die Flasche. 

Glenfarclas 10y

Whiskybase


Ausehen
Helles Goldgelb


Nase
Eine leichte, feine Nase. Die ersten Eindrücke sind sommerliche Steinobstaromen von reifen, saftigen und süßen Aprikosen und Weingartenpfirsichen. Und die klassische Glenfarclas Nase mit der Orangenmarmelade, dem Anflug von Blütenhonig und ein Hauch an Vanille ist auch sofort am Start. Eine leichte Würze und Malzigkeit ist vorhanden. Aber keine Spur von Holzigkeit durch die Eichenfässer.
Man merkt die 40% Alkohol in der Nase absolut nicht, der Geruch fühlt sich an, als würde man an einer Fruchtsaftflasche riechen. Sehr angenehm.


Geschmack
Der Malt gleitet mit einem weichen, cremigen Mundgefühl auf die Zunge. Sogleich eine zarte Süße die sich angenehm mit den in der Nase bereits vorgefundenen Steinobstfrüchten kombiniert. Dann entsteht in Richtung Finale eine leichte pfeffrige und würzig wärmende Note, die einen angenehmen Kontrapunkt zum Fruchtanteil gibt.


Abgang
Gegen Ende wird es trockener mit einer Spur von Eiche. So etwas wie eine Melange oder eine Schokolade mit mittlerem Kakaoanteil. Das Holz bleibt noch etwas im Mundraum vorhanden, ansonsten ist er relativ rasch dahin.


Fazit
Ein sehr leichter, angenehmer Vertreter. Die Nase ist überraschend hellfruchtig, im Geschmack zeigen sich durchaus auch würzige Aromen. Die verwendeten Sherryfässer müssen meiner Meinung nach aus amerikanischer Weißeiche hergestellt worden sein. Dafür spricht die Hellfruchtigkeit und die doch wenigen bitteren Aromenstoffe im Geschmack. Über die 40% kann man meckern. 43% hätten ihm und seinen Aromen sicherlich gut getan. Er ist jedoch sehr süffig und für einen Einsteiger in der Preisklasse mehr als ordentlich. 


Glenfarclas 12y

Whiskybase


Ausehen
Gold

Fotocredit: whiskybase.com


Nase
Überraschend säuerlich fruchtig startet der Whisky gleich beim ersten Hineinschnuppern. Die für mich so typische Orangennote bei Glenfarclas Malts ist hier zu Beginn überhaupt nicht vorhanden. Dafür süßsaure Zitronenbonbons, Stachelbeeren und Physalis. Ein paar geröstete Haselnüsse liegen zusätzlich in einer Eichenholzschale. Mit der Zeit zeigen sich aber dann Erdbeeren, Himbeeren und eine Spur von Zimt und Vanille - die Sherryfass-Reifung kommt nun deutlicher zum Vorschein.
Der Alkohol ist gut eingebunden und die 43% sorgen für einen ordentlichen Transport der Aromen zur Nase.


Geschmack
Ein weiches, samtiges Mundgefühl. Es beginnt recht würzig und mit ordentlich Muskatnuss und Zimt. Kräftig und wärmend. Die leichte aber doch vorhandene Süße, sie erinnert an Blütenhonig, behauptet sich nur kurz gegen die Würzigkeit. Als Fruchtanteil sind eher die säuerlichen Zitronen- und Stachelbeerenaromen gegenwärtig. Die typischen Sherryfrüchte fehlen jedoch im Geschmack. 


Abgang
Dunkle Schokolade und Haselnüsse zeigen sich am Anfang vom durchaus wärmenden Finale. Die Eiche ist deutlich und bleibt auch etwas länger präsent. 


Fazit
Die fruchtig, säuerlichen Aromen im Geruch haben mich überrascht, er roch doch anders, als die anderen Vertreter der Core Range von Glenfarclas. Im Geschmack überwiegt die Würzigkeit und die Eiche. Der Fruchtanteil tritt mehr in den Hintergrund. Der 12jährige hat durchaus Charakter. Sicherlich für Einsteiger geeignet. Ein passabler Abendbegleiter an einem Abend unter Freunden. 


Gesamtfazit
Hat mir die hellfruchtige Nase beim 10 jährigen überraschend gut gefallen so sehr gefiel mir die würzige, fast schon leicht kantige Art des 12jährigen Vertreters im Geschmack. Für die aktuellen Preise sind es durchaus gute Einsteigermalts. Ob sie ein guter Einstieg in die Geschmackswelt von Glenfarclas sind, wage ich nicht gänzlich zu behaupten. Da würde ich persönlich eher zum 15jährigen mit 46% tendieren. Der wirkte reifer und zeigte bereits, was Glenfarclas mit mehr Jahren im Fass zu bieten im Stande ist.

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I've had the 3-pack 05cl sample set from Glenfarclas in the pretty red box with the 10y, 12y and the high-proof 105 on my board for some time. Having already tasted the 15y, 18y, 21y and 25y from Glenfarclas' standard range, I now wanted to try the two younger ones with age statements.

As usual with Glenfarclas, both bottlings were allowed to spend the full maturation period in ex-Oloroso sherry casks. The ten-year-old is bottled at 40%, the twelve-year-old at 43%. 


Glenfarclas 10y

Whiskybase


Appearance
Pale golden yellow

Fotocredit: whiskybase.com


Nose
A light, delicate nose. First impressions are summer stone fruit aromas of ripe, juicy and sweet apricots and vineyard peaches. And the classic Glenfarclas nose of orange marmalade, hints of floral honey and a touch of vanilla is also immediately at hand. There is a slight spiciness and maltiness. But no trace of woodiness from the oak barrels.
You absolutely don't notice the 40% alcohol in the nose, the smell feels like smelling a fruit juice bottle. Very pleasant.


Taste
The malt glides onto the tongue with a soft, creamy mouthfeel. Immediately a delicate sweetness that combines pleasantly with the stone fruit already found in the nose. Then, towards the finish, a light peppery and spicy warming note emerges, providing a pleasant counterpoint to the fruit content.


Finish
Towards the end it becomes drier with a hint of oak. Something like a melange or a chocolate with a medium cocoa content. The wood lingers in the mouth for a bit, otherwise it's gone relatively quickly.


Conclusion
A very light, pleasant representative. The nose is surprisingly light fruity, in the taste spicy flavours show up as well. In my opinion, the sherry casks used must have been made from American white oak. The light fruitiness and the few bitter aromas in the taste speak for this. One can complain about the 40%. 43% would certainly have done it and its aromas good. However, it is very drinkable and more than decent for a newcomer in this price range. 


Glenfarclas 12y

Whiskybase


Appearance
Gold


Nose
Surprisingly tart and fruity, the whisky starts off right on the first sniff. The orange note so typical of Glenfarclas malts for me is not present here at all at the beginning. Instead, sweet and sour lemon sweets, gooseberries and physalis. There are also a few roasted hazelnuts in an oak wood bowl. With time, however, strawberries, raspberries and a hint of cinnamon and vanilla show up - the sherry cask maturation now becomes more apparent.
The alcohol is well integrated and the 43% ensures a proper transport of the flavours to the nose.


Taste
A soft, velvety mouthfeel. It starts off quite spicy with decent nutmeg and cinnamon. Strong and warming. The slight but still present sweetness, reminiscent of blossom honey, only briefly asserts itself against the spiciness. The tart lemon and gooseberry aromas are more present as a fruit component. The typical sherry fruits, however, are missing in the taste. 


Finish
Dark chocolate and hazelnuts show up at the beginning of the quite warming finish. The oak is clear and remains present a little longer. 


Conclusion
I was surprised by the fruity, acidic aromas in the nose, it smelled different from the other representatives of Glenfarclas' Core Range. In the taste, the spiciness and the oak predominate. The fruit content recedes more into the background. The 12-year-old has a lot of character. Certainly suitable for beginners. A passable evening companion on a night out with friends. 


Overall conclusion
If I liked the light fruity nose of the 10 year old surprisingly well, I liked the spicy, almost slightly edgy character of the 12 year old representative in the taste. For the current prices, these are definitely good entry-level malts. Whether they are a good introduction to the taste of Glenfarclas, I don't dare to say. Personally, I would tend towards the 15-year-old with 46%. It seemed more mature and already showed what Glenfarclas is able to offer with more years in the cask.

Mittwoch, 19. Januar 2022

Glenfarclas 18y

 

Whiskybase


Ich möchte schon seit Längerem die Core Range mit Altersangabe von Glenfarclas einmal durchkosten. Dafür hatte ich mir vor einiger Zeit auch die zwei erhältlichen 3er-Sample-Sets zugelegt. Das eine mit dem 15y, 21y und 25y habe ich in der Zwischenzeit bereits durch. Das andere Set mit dem 10y, 12y und dem 105er steht hier noch ungeöffnet. Vom 17y gibt es leider kein offizielles Sample zu erstehen (warum auch immer liebe Leute bei Glenfarclas!). Dafür habe ich mir irgendwann einmal ein Sample vom 18jährigen besorgt.
Einst exklusive für den Duty-free-Markt gedacht, ist der 18jährige aktuell auch noch im normalen Handel erhältlich. Noch. Denn soviel ich gehört habe, soll er vom Markt verschwinden. Vereinzelt kann man ihn noch beim Local Dealer oder einem Online Händler finden.
Eigentlich wie bei allen Abfüllungen von Glenfarclas sollen auch hier ausschließlich Sherry Fässer (wenn auch sicherlich Refill) zum Einsatz gekommen sein. Jedoch hört bzw. liest man immer wieder, dass auch ein paar Ex-Bourbon-Casks hier bei der Reifung verwendet wurden - offiziell gibt es von der Brennerei diesbezüglich keine Angaben.
In die Flasche kommt der volljährige Speysider mit 43%, zwar ungefärbt jedoch mit Kühlfiltration. Im Moment bekommt man ihn in der 1 Liter Flasche zwischen € 70,- und € 80,-.


Aussehen
Dunkelgold.
Nach dem Schwenken entsteht ein dünner öliger Film am Glasrand woraus sich einigen Tränen bilden. Relativ rasch zerfließt der Film und es entstehen zahlreiche kleine Tröpfchen, die dann am Rand haften bleiben.


Nase
Ja! Dies ist der typische Glenfarclas Geruch, den ich bei der Original Range mehr oder weniger immer habe. Zuerst beginnt es mit einer ordentlichen Portion Orangensaft mit etwas Abrieb - eine angenehm fruchtig, säuerliche Note. Etwas Honig sorgt für den passenden süßen Aspekt. Mit etwas mehr Zeit im Glas gesellen sich auch einige von den wahrscheinlich verwendeten Refill-Sherryfässern gewohnten Aromen wie rote Früchte - Beeren, Feigen, rote Äpfel - und leicht angeröstete Nüsse zum Geruchspotpourri hinzu. Untermalt wird alles von einer leicht würzigen Eichen. Die 43% sind sehr sanft und weich nur Nase. 


Geschmack
Ein leichter Körper mit einem durchaus weichen Mundgefühl. Der Honig mit einer nicht allzu starken Süße und die Orangen für die säuerliche Fruchtkomponente sind sofort am Start. Dann wird es ziemlich flott würziger im Mund. Mehr dunkle Schokolade vom Eichenholz der Fässer zeigt sich. Ebenso etwas Zimt und Ingwer. Der Malt tendiert immer mehr zu einer gewissen Trockenheit am Gaumen. Der Alkohol ist auch hier richtig gut eingebunden.


Abgang
Mit den leicht würzig, prickelnden Geschmacksaromen geht es auch in Richtung Finish. Die Süße klingt ab, es übernehmen die trockenen Holzfasselemente. Die Eichennoten sind noch länger im Mund zu schmecken, dazu noch etwas geröstete Nüsse und etwas von der Schale der roten Äpfel. In Summe relativ langer Abgang.


Fazit
Eine leichte aromatische Nase, wie man sie bei den OAs von Glenfarclas kennt. Kein Sherrybrummer, der seine Aromen einem ungefragt ins Gesicht klatscht. Ruhig und ausgewogen. Im Mund wird es dann würziger, schokoladiger und holziger. Rundherum ein gelungener Standard, dem man aber seine 18 Jahre im Fass nicht wirklich anmerkt. Aber der schon auch seine gediegenen Momente hat. Ein Großflaschenkandidat? Hm, da würde ich momentan sogar eher zum jüngeren 15jährigen tendieren. Vielleicht weil hier mehr Sherryaromen und mehr Alkoholgehalt waren? Wahrscheinlich eine Frage der Tagesform, was einem wann mehr gefällt.  

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I've been wanting to taste Glenfarclas' Core Range with age statement for a while now. For this purpose, I bought the two available 3-sample sets some time ago. In the meantime, I have already tasted the one with the 15y, 21y and 25y. The other set with the 10y, 12y and the 105 is still here unopened. Unfortunately, there is no official sample of the 17y available (for whatever reason, dear people at Glenfarclas!). Instead, I got myself a sample of the 18y at some point.
Once intended exclusively for the duty-free market, the 18y is currently still available in the normal trade. For now. Because as far as I've heard, it's supposed to disappear from the market. Occasionally, you can still find it at a local dealer or an online retailer.
Actually, as with all Glenfarclas bottlings, only sherry casks (although certainly refill) were used. However, one hears or reads again and again that a few ex-bourbon casks were also used here for the maturation - officially, there is no information from the distillery in this regard.
The fully matured Speysider is bottled at 43%, uncoloured but with chill filtration. At the moment you can get it in the 1 litre bottle between € 70,- and € 80,-.


Appearance
Dark gold.
After swirling, a thin oily film appears on the rim of the glass, from which some tears form. Relatively quickly, the film dissipates and numerous small droplets form, which then stick to the rim.

Fotocredit: Glenfarclas

Nose
Yes! This is the typical Glenfarclas smell that I more or less always have with the Original Range. First it starts with a fair amount of orange juice with some rubbing down - a pleasantly fruity, tart note. A little honey provides the appropriate sweet aspect. With a little more time in the glass, some aromas familiar from the refill sherry casks probably used, such as red fruits - berries, figs, red apples - and slightly toasted nuts join the olfactory potpourri. Underpinning it all is a slightly spicy oakiness. The 43% is very smooth and soft only nose. 


Taste
A light body with a thoroughly soft mouthfeel. The honey with a not too strong sweetness and the oranges for the tart fruit component are immediately at the start. Then it gets rather briskly spicier in the mouth. More dark chocolate from the oak of the barrels shows up. Also some cinnamon and ginger. The malt tends more and more towards a certain dryness on the palate. The alcohol is also really well integrated here.


Finish
With the slightly spicy, tingling flavours, it also heads towards the finish. The sweetness subsides and the dry wood barrel elements take over. The oak notes can be tasted in the mouth for longer, along with some roasted nuts and some of the red apple skin. All in all, a relatively long finish.


Conclusion
A light aromatic nose, as you would expect from Glenfarclas' OAs. Not a sherry roar that slaps its flavours in your face unasked. Calm and balanced. In the mouth, it becomes spicier, chocolatier and woodier. All in all, a successful standard that doesn't really show its 18 years in the cask. But it also has its dignified moments. A candidate for a large bottle? Hm, at the moment I would even tend towards the younger 15-year-old. Maybe because there were more sherry aromas and more alcohol content? It's probably a question of what you like more and when. 


Mittwoch, 4. August 2021

Glenfarclas 15y

 

Whiskybase


Mit dem Glenfarclas 15 Jahre führe ich einerseits meine Verkostungsreise durch die diversen Standardserien vor allem der schottischen Brennereien fort. Andererseits ist dies auch die letzte Flasche meines ersten Samplesets (25y, 21y & 15y) von Glenfarclas. Das zweite mit dem 105, 10y und 12y steht schon bereit.


Nase & Aussehen
Farblich ist er seinen älteren Kollegen, dem 21y und 25y nicht unähnlich und zeigt sich mit einem satten Bernsteinton. Eine intensive Kombination aus klassischen Sherryaromen wie dunkle rote aber auch getrockneten Früchten. Auch die für Glenfarclas typischen Orangennoten - durchaus auch mit einer saftigen Fruchtsäure - zusammen mit einer ordentlichen Portion an Honig und Toffee zeigen sich sofort in der Nase. Sehr voll, sogar deutlich intensiver als beim 21y - scheine ein gutes Batch ergattert zu haben. Auch die Eiche zeigt sich mit einer schönen gesetzten Würzigkeit im Hintergrund. Die 46% sind gut eingebunden. 


Geschmack
Der Malt präsentiert sich mit einem leicht cremigen Mundgefühl. Nach einer sehr schönen anfänglichen Süße, wird es rasch prickelnd - wie Brausepulver und Ingwer. Die Fruchtanteile aus der Nase zeigen sich im Geschmack deutlich, wobei es nun eher in Richtung rote reife Äpfel und Orangen geht. Die getrockneten Fruchtanteile aus der Nase sind eher weniger vorhanden. Richtung Abgang finden sich auch Holzeinflüsse vom Eichenfass.


Abgang
Ledrig und auch leichte Tabaknuancen vom Fass schwingen im Finish mit. Halbdunkle Schokolade komplettiert den Abgang. Die leichte bittere Note sowie die aromatische Eiche sind mittel- bis lang im Mundraum zu schmecken.


Fazit
Überraschend volle Sherrynase - ohne den eigenen Glenfarclas-Style zu vermissen - der höhere Alkoholgehalt von 46% anstatt den sonst bei der Standard Range verwendeten 40% bzw. 43% machen sich positiv bemerkbar. Sehr schöne Standardabfüllung. Auch im Geschmack und Finish gefällt er mir gut. Gefährlich süffig und man kann sich mit ihm auch intensiver auseinander setzen. Für den aktuellen Preis eine durchaus empfehlenswerte Standardabfülllung. 

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With the Glenfarclas 15years, on the one hand, I continue my tasting journey through the various standard series of mainly Scottish distilleries. On the other hand, this is also the last bottle of my first sample set (25y, 21y & 15y) of Glenfarclas. The second one with the 105, 10y and 12y is already ready.


Nose & Appearance
Color-wise, it is not dissimilar to its older colleagues, the 21y and 25y, showing a rich amber hue. An intense combination of classic sherry aromas like dark red but also dried fruits. Also, the orange notes typical of Glenfarclas - definitely also with a juicy fruit acidity - together with a good portion of honey and toffee show up immediately in the nose. Very full, even significantly more intense than the 21y - seem to have got hold of a good batch. The oak also shows up with a nice set spiciness in the background. The 46% is well integrated. 


Taste
The malt presents with a slightly creamy mouthfeel. After a very nice initial sweetness, it quickly becomes tingly - like sherbet and ginger. The fruit components from the nose show up clearly on the palate, though now it's more along the lines of red ripe apples and oranges. The dried fruit components from the nose are rather less present. Towards the finish, wood influences from the oak barrel can also be found.


Finish
Leathery and also light tobacco nuances from the barrel resonate on the finish. Semi-dark chocolate completes the finish. The slight bitter note as well as the aromatic oak can be tasted medium to long in the mouth.


Conclusion
Surprisingly full sherry nose - without missing Glenfarclas' own style - the higher alcohol content of 46% instead of the 40% and 43% usually used in the Standard Range make a positive impact. Very nice standard bottling. I also like the taste and finish. Dangerously drinkable and you can also deal with it more intensively. For the current price, a thoroughly recommendable standard bottling. 

Donnerstag, 14. Januar 2021

Glenfarclas 21y

 


Whiskybase

Glenfarclas, eine der wenigen noch in Familienbesitz befindlichen Brennerei in Schottland, hat neben den bekannten Einzelfass-Abfüllungen wie die Family-Cask- und die Persönlichkeiten-Reihe auch eine sehr umfangreiche Core-Range. Diese beginnt beim 10y und endet bei der nicht ganz günstigen 40y-Abfüllung. Nach dem ich letztes Jahr den 25jährigen verkostet habe, ist diesmal der etwas jüngere 21y an der Reihe. Der Single Malt reifte in Oloroso Sherry Casks und wurde mit 43% Alkohol abgefüllt. Die verwendeten Fässer waren ziemlich sicher keine 1st Fill Fässer, eher 2nd, wenn nicht sogar 3rd oder 4th Fill Fässer. 

Nase & Aussehen
Die Farbe vom Whisky ist ein schönes dunkles Gold. Am Glasrand schmiegt er sich mit einem dünnen Film an, der langsam in die typischen Legs übergeht. Gleich ein ganzer Korb voller reifer Früchte in der Nase. Da zeigen sich Orangen, Mandarinen neben roten Äpfel und Birnen. Auch tropische Früchte wie Ananas und vielleicht sogar eine kleine Mango blitzen hervor. Der Sherry ist eher dezent im Hintergrund. Also eine Sherrybombe ist er nicht. Macht aber nichts. Der Fruchtcocktail wird die ganze Zeit von Vanille und einer deutlichen Süße umrahmt, die honiggleich ist, aber auch Assoziationen von Milchtoffee zulässt. Generell ist die Nase sehr rund und harmonisch. Sehr fein. Hinter der Frucht findet man auch ein wenig Würze der Fässer, leichten weißen Pfeffer. 

Geschmack
Cremiges, leicht wässriges Mundgefühl. Anfangs dezenter süßer Antritt bei dem sich der Fruchtkorb aus der Nase anfangs zuerst in eine Grapefruit wandelt. Beim nächsten und übernächsten Schluck gesellen sich auch dunkle, getrocknete Fruchtanteile hinzu. Auch die eine oder andere Rosine zeigt sich und er wird süßer. Der sanfte Pfeffereindruck im Geruch verstärkt sich im Geschmack und verbindet sich mit Ingwer und mehr Würze von den Fässern. 

Abgang
Zum Schluss nehmen die Taninne aus dem Eichenholz der Fässer an Fahrt auf. Beim doch mittleren Abgang werden kakaolastige Schokolade mit dunkleren Fruchtkomponenten nun dominanter. Zum Finale wird der Malt noch leicht adstringierend. 

Fazit
Also für seine 21 Lenze überrascht der Glenfarclas mich doch mit seinem tollen frischen Fruchtcocktail in der Nase. Im Geschmack wird er, nach ein wenig Anlaufschwierigkeit, ebenfalls sehr lecker. Im Vergleich zu seinem älteren Bruder, dem Glenfarclas 25y, finde ich ihn deutlich fruchtiger und weniger fassdominiert. Wer hier jedoch einen klassischen Sherrymalt mit viel dunkler Frucht und co erwartet hat, wird enttäuscht sein. Ich bin es ganz und gar nicht. Er zeigt die für mich typische Glenfarclas Nase und Geschmack. Bei dem aktuellen Preis für einen 21y sicherlich eine Kaufoption.

Donnerstag, 29. Oktober 2020

Glenfarclas No. 23 Jakob I. 1989-2019



Whiskybase

Obwohl der Glenfarclas 25y vor meiner Whisky-Hobbyzeit der mit Abstand teuerste und mir am meisten im Gedächtnis gebliebene Malt für lange Zeit war, habe ich bis dato wenige Whiskies aus dieser Brennerei gekostet. Dieser Zustand muss geändert werden. Den Beginn meiner „spirit“uellen Reise starte ich mit der No. 23 Jakob I. aus der Persönlichkeiten Edition. Der 29jährige von 1989 bis 2019 hat 46% Alkohol, selbstverständlich ungefärbt und nicht kühlgefiltert.

Nase & Aussehen
Die Farbe im Glas ist ein dunkles Kupfer. Schöne Schlieren rinnen langsam am Rand des Snifters entlang. Gleich beim Eingießen ins Glas weht eine Wolke von Sherryaromen in die Nase. Jedoch eher die hellfruchtigen, anstatt der vollen schweren. Schöne süße Orangensaftigkeit sticht hervor. Nach ein paar Minuten Ruhe im Glas fügt sich dem Geruch süßer Honigduft hinzu. Auch reife, saftige rote Weinbergpfirsiche sind präsent. Die Eiche meldet sich mit gerösteten Haselnüssen. 

Nach den ersten beiden Schlücken addieren sich noch dunkle Beeren zu den bereits vorhanden Aromen. Insgesamt eine sehr feine, schöne und elegante Nase.


Geschmack
Ein sehr cremiges Mundgefühl. Karamellsüß und sehr fruchtig mit deutlicher Orange und Pfirsich. Überraschend frisch und leicht für seine lange Lagerzeit im Geschmack. Nach dem ersten Schluck melden sich, wie in der Nase auch im Geschmack, die Beeren. Die Eiche macht sich nur durch eine leicht, prickelnde Würzigkeit bemerkbar, die langsam in Zimt und Muskatgewürze übergeht.

Abgang
Sehr dezente Eiche für 29 Jahre. Kaum bis keine Bitterkeit. Schokolade mit einem Hauch von Rauchassoziation. Lange bleibt der Eichengeschmack im Mund haften. Aber auch die Orange, nun eher die Zesten, sind weiterhin vorhanden. Auch so etwas wie Tabaknoten sind zu bemerken.

Fazit
Irgendwie habe ich von der Nase bis zum Ende das Gefühl, den großen Bruder vom 25jährigen aus der Core Range vor mir zu haben. Die Aromen sind alle um eine Spur gesetzter und ausbalancierter. Sehr lecker und süffig. Die lange Reifezeit von fast 30 Jahren hätte ich zwar jetzt blind nicht herausgeschmeckt, die Qualität jedoch schon. Auf jeden Fall ein sehr schöner Einstieg in die Welt von Glenfarclas, außerhalb der Core Range.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Glenfarclas 25y

Glenfarclas 25y

Es wird Zeit, dass ich mich diesem Klassiker zuwende. Der 25jährige Glenfarclas aus der Standardrange war mein erster „teure“ Whisky (damals um die € 75,-), den ich mir nach einer Whiskyverkostung im Potstill in Wien Ende der 90iger gegönnt hatte. Schon damals gefiel er mir sehr gut, obwohl ich zu dieser Zeit noch lange keine Ahnung und Erfahrung hatte. 

Nase & Aussehen
Sehr ölig rinnen die Legs in einen hellen Kupfer am Glas hinab. Der Sherryeinfluss ist klar erkennbar, aber weniger die tief dunklen Aromen wie Dörrobst und Leder oder Tabak, sondern eher auf der elegant dezenten Seite ist hier der Sherry vorhanden. Dafür mehr Orange, Pfirsich oder reife Nektarinen, sehr fruchtig für einen 25jährigen. Auch ordentlich Honig ist dabei. Und auch eine schöne Eichenwürze schwingt mit. Kein Alkohol, kein Stechen. Sehr rund und ausgewogen in der Nase.

Glenfarclas 25y

Geschmack
Sehr schönes cremiges Mundgefühl. Deutliches Karamell gleich zu Beginn im Mund. Zur Süße gesellt sich auch eine schöne Fruchtnote. Dann geht es in eine Gewürzmischung mit Zimt und Muskat sowie auch einem markanten Nusseinschlag weiter. Zusätzlich meldet sich die Eiche mit einer deutlichen Spritzigkeit, fast schon Pfeffernote.

Abgang
Die pfeffrige Eichenwürze reicht in den Abgang hinein. Sehr dezente Bitterkeit, eher in Richtung dunkle Schokolade. Die Eiche bleibt deutlich länger im Mund spürbar. Sehr angenehm.

Fazit
Ich habe hier ein Originalsample von Glenfarclas verkostet. Ich bin froh, dass ich zusätzlich mir eine Großflasche von diesem Klassiker besorgt habe. Dies ist ein rundum eleganter, angenehmer Begleiter durch den Abend. Eine sehr gelungene Standardabfüllung. Von der Nase bis zum Finish weiß er zu gefallen. Sehr angenehm ist diese nicht überbordende Sherryfracht. Ob er zu früheren Jahren noch besser war, kann ich nicht beurteilen. Aber jetzt ist er immer noch im oberen Drittel der Standards angesiedelt.
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