Freitag, 4. September 2020

Old Pulteney 17y

 Old Pulteney 17y

Nase & Aussehen
Der beinahe volljährige Old Pulteney ist nicht kühlgefiltert, scheint jedoch gefärbt zu sein. Zumindest ist es nicht klar auf der Flasche ersichtlich, ob nicht - und was auf der Flasche steht, bzw. nicht steht gilt (laut Ralfy). Die Farbe, sofern natürlich, wäre ein schönes Gold.
Der aller erste Eindruck vom Geruch ist ein sehr schönes sattes und reifes Bourbonfass. Überlagert wird dies von einer gewissen mineralischen Frische, die man mit der, dem Pulteney nachgesagten, maritimen Note durchaus assoziieren kann. Eben auch diese oft zitierte leichte Salzigkeit ist spürbar. Aber gleich dahinter kommen gelbe Südfrüchte wie Mango und Honigmelone und reife Ananas. Das kommt sicher vom Bourbonfass. 
Die Eiche meldet sich nun ebenfalls mit einer schönen, harmonischen Würzigkeit. Nach einiger Zeit im Glas werden auch die Aromen von der Sherryfassreifung klarer. Die Früchte wandeln sich von Südfrüchten hin zu Orangenschale und -saft und Beeren. Auch süßer und malziger wird nun die Nase. 

Geschmack
Der Malt rinnt sehr ölig in den Mundraum. Leichte Süße, wie Karamell und eine eher undefinierbare Frucht ist zu Beginn präsent, die sehr rasch in eine leicht prickelnde, weißpfeffrige Schärfe übergeht - Ingwer nicht unähnlich. Sehr holzwürzig geht es weiter. Alkohol ist überhaupt nicht zu spüren. Aber, kann es sein, diese „maritime Salzigkeit“ ab dem zweiten Schluck ist auch wieder mit von der Partie. Interessant.

Abgang
Im Finish dominieren weiter Ingwer und die lange, lange Eichenfracht. Aber absolut keine Bitterkeit ist wahrzunehmen. Viele Holzaromen dafür. Sehr lange bleibt dieser Eichengeschmack im Mund zurück.

Fazit
Der 17y von Old Pulteney ist ein wahres Chamäleon. Der Malt benötigt wirklich Zeit und Ruhe im Glas. Die Nase ändert sich mit der Zeit von einer satten Bourbonbombe hin zu einer zarten Sherryfrucht. Sehr schön und lecker in der Nase.
Im Mund dann überraschend kaum bis keine Frucht. Dafür eine immens intensive Eiche. Aber die ganze Zeit, bis zum Finish, ist die Eiche harmonisch und würzig. Kaum bis keine Bitterkeit ist zu spüren und zu schmecken. Im Mund ist dahinter jedoch auch immer wieder die Seeluft vorhanden. 
Ich bin zwiegespalten. Die Nase ist wirklich sehr schön, die Kombination der Meeresbriese mit den sofort dominierenden Bourbonnoten ist sehr nett.
Auf der anderen Seite fehlen mit im Geschmack schon auch die Fruchtkomponenten. Da hätte ich gerne mehr von der Nase auch im Mund gehabt. Die Holzaromen sind sehr intensiv ohne überbordend oder bitter zu wirken. Wer elegante Eichensäfte im Geschmack liebt, der muss hier unbedingt zugreifen. Bin mir nicht sicher, ob dies ein Großflaschenkandidat für mich wäre.



Donnerstag, 27. August 2020

Green Spot Château Montelena

 Green Spot Château Montelena

Whiskybase

Für den Green Spot wurden Single Pot Still Whiskeys aus Bourbon- und Sherry-Fässern mit einem Alter zwischen 7 und 10 Jahren verwendet und danach noch einmal für 12 Monate in Zinfandel-Weinfässer aus europäischer Eiche gelagert. Das Château Montelena ist im kalifornischen Nappa Valley beheimatet. 

Nase & Aussehen
Dunkles Stroh oder auch ein helleres Gold mit einem Spritzer Rose, so könnte man die Farbe vom Green Spot deuten. Zunächst ein sehr verhaltener Beginn in der Nase. Nach einiger Zeit im Glas öffnet sich die Nase, der Alkohol verblasst. Eine sehr feine Fruchtigkeit kommt zum Vorschein. Helle, rote Beeren wie Ribisel und Himbeeren, vielleicht auch etwas Erdbeermus ist mit von der Partie. Etwas Vanille unterstreicht dieses nette Fruchtpotpourri. Dahinter liegt etwas grünwürziges, Gräser auf einer frisch geschnittenen irischen Wiese. Mit noch mehr Ruhe im Glas kombiniert sich die Frucht mit der Würzigkeit. Eine sehr schöne Nase!

Geschmack
Sehr weiches, samtenes Mundgefühl. Süßes Milchkaramell zusammen mit den Beerenfrucht sind sofort im Geschmack präsent. Dann kommen Gewürze, jedoch mildwürzig, keine Schärfe vorhanden. Mit dem zweiten Schluck wird nach der Karamellfruchtigkeit die Gewürze intensiver. Etwas Zimt

Abgang
Dunkle Kaffeearomen am Ende bleiben mittellang vorhanden. Aber auch die fruchtigen Noten sind bis zum Schluss im Mund präsent. Ganz am Ende könnte man die Traubenkerne vom Zinfandelfass schmecken. 

Fazit
Mein erster „Spot“ und er gefällt auf Anhieb. Das Weinfass ist bemerkbar aber - und das ist positiv - es wirklich nicht aufgesetzt oder überlagernd. Der Green Spot Château Mentelena zeigt sich als feingliedrig, aber mit Charakter! Wiede mal ein Ire, der mich positiv stimmt.

Donnerstag, 20. August 2020

Glenlivet 12y Amazing Whiskies Series (whic) vs. Glenlivet 2006 SV bottles for Whiskyzone

Glenlivet 12y Amazing Whiskies Series whic, Glenlivet 2006 SV Whiskyzone

Diesmal gibt es einen direkten Vergleich zwischen zwei Sherryfass-gelagerten 12jährigen Glenlivets von unabhängigen Abfüllern. Und zwar auf der einen Seite des Rings steht die dritte Abfüllung der Amazing Whiskies Serie von whic und auf der anderen Seite hat es sich mit dem 2006 Signatory Vintage für Whiskyzone abgefüllt der andere Kandidat gemütlich gemacht.
Beide Malts haben mit 46% bzw. 46,3% fast exakt den identen Alkoholgehalt. Vom 2006 SV habe ich auch noch die 61,5% Version als Samples verfügbar (vom genau demselben Fass) - hier wird es auch noch einen direkten Vergleich geben, wie sich der Geschmack zwischen Fassstärke und verdünnter Version ändert.

Nase & Aussehen
Beim Aussehen haben beide Kontrahenten eine dunkle, rötliche Gold-Farbe zu bieten, wobei der 2006 SV vielleicht um eine Spur heller ausfällt. Beide sind nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert. 
In der Nase zeigt sich beim 12y der Amazing Serie gleich eine satte, dunkelfruchtige Sherrynase mit Aromen von Beeren wie Heidelbeeren und Brombeeren. Nach einigen Minuten Ruhe im Glas wird es aromatisch holziger, auch deutliche Tabaknoten, kombiniert mit Leder, kommen zum Vorschein. 
Beim 2006 SV sind sofort schöne Orangen und hellere rote Früchten wie Erdbeeren und Himbeeren beim Hineinschnuppern in der Nase vorhanden. Assoziationen von süßem Orangenkuchen mit Vanille und Gewürzen kommen mir in den Sinn. 
Sehr interessant wie unterschiedlich beide in der Nase sind. Leider habe ich bei beiden keine genauen Infos, um was für ein Sherryfass es sich handelte. Einzig das es ein Butt war, beim 2006 SV weiß man zumindest, dass es 1st Fill war.

Geschmack
Der 12y der Amazing Serie beginnt mit einem runden, cremigen Mundgefühl. Eine anfängliche süße, karamellisierte Frucht - vor allem die Beeren aus der Nase - wird relativ rasch durch eine spritzig, würzige Geschmacksrichtung abgewechselt. Der Tabak kommt danach. Die Eiche wird im Geschmack deutlicher. 
Der 2006 SV ist sehr sanft und weich im Mund. Er startet ebenfalls mit einem süßen - eine Spur weniger süß als der 12y Amazing Series - fruchtigen Aroma. Zusätzlich dazu liegt im Mund eine fast blumige Note. Wenig Eiche, keine Bitteren Aromen, keine starken Gewürze. Sehr ausbalanciert.

Abgang
Die Eiche, das Holz ist beim 12jährigen von whic auch zu Beginn des Finales deutlich. Leichte Bitterkeit, eher dunkle Schokolade, ist vorhanden. Der Abgang ist mittellang und bleibt noch etwas länger mit Tabak und Lederaromen in Erinnerung.
Sehr fruchtbetont und weich geht der 2006 in den Abgang. Keine bitteren Aromen vom Fass sind wahrzunehmen. Leichte Adstringenz ist vorne beim Zahnfleisch zu merken. Das Finish ist wohlwollend mittellang. 

Fazit
Der 12y von whic kommt gleich satt mit einer vollen dunklen Sherryfracht in der Nase, die sich dann in Tabak, Leder und Holzaromen wandelt. Im Geschmack und im Abgang geizt er ebenfalls nicht mit Aromen und präsentiert sich kräftig und dominat. Der Abgang gefällt, da die Tabak und Lederbestandteile des Mix haften bleiben. Ein schöner Begleiter für einen winterlichen Abend vor dem Kamin im Ledersessel.
Der 2006 SV von Whiskyzone ist hier subtiler am Werk. Er haut in der Nase nicht sofort voll drauf. Langsamer entwickelt sich ein sehr schöner, hellfruchtiger und orangiger, Mix der vielleicht nicht so wuchtig ist aber elegant.  Hier finde ich Ähnlichkeiten mit der 18y Originalabfüllung von Glenlivet - vor allem die Orangen. Beim Geschmack und im Abgang ist der 2006 SV im Vergleich zum Kollegen auf der milderen, weicheren Seite. Etwas mehr Punch hätte ihm vielleicht gut getan. Von der schönen Orangennote konnte ich im Geschmack weniger wahrnehmen. 

Von der Nase her sehe ich beide - obwohl sehr unterschiedlich - gleichauf. Wobei ich beim 2006 SV von Whiskyzone es gut finde, dass man hier den Glenlivet Charakter noch hat.
Hingegen bei Geschmack und Abgang würde ich diesmal den 12y von whic vorziehen, weil er einfach hier präsenter war. Der 2006 SV wirkte hier fast ein wenig zu dünn. Ich habe ja noch die Fassstärke von diesem Fass und werde zeitnah austesten, ob mit mehr Alkoholpower hier mehr an Aromen rauszukitzeln ist. 

Freitag, 14. August 2020

Strathmill 2009 SV

Strathmill 2009 SV
Nase & Aussehen
Der Strathmill zeigt sich mit einem satten, dunklen Gelb und einem öligen Film im Glas. Trotz seiner stolzen 56,1% Alkohol bewegen sich einige Beine behände den Rand entlang.
Süßes Gebäck mit Honig. Auch Zitrone und andere reife Früchte wie Pfirsich, Zuckermelone und Birne sind sofort zu riechen. Danach kommen Trauben mit einem deutlich erkennbaren Weißweinaroma zum Vorschein. Sehr komplex!Alkohol ist in der Nase kaum zu bemerken. Sehr rund und weich im Geruch. 
Mit ein paar Tropfen Wasser werden auch die öligen Tränen zahlreicher am Glasrand. Die deutliche Fruchtaromatik tritt ein wenig in den Hintergrund. Zum süßen Gebäck gesellt sich Vanille hinzu. 

Geschmack
Schön öliges, cremiges Mundgefühl. Unglaublich Honigsüß und zugleich würzig, fast pfeffrig. Der Alkohol spritzelt deutlich auf der Zunge. Die Früchte sind als ganzes Potpourri weiterhin vorhanden. Wo in der Nase die Addition von Wasser nicht wirklich eine Verbesserung bewirkt, hebt Wasser im Mund den Geschmack deutlich an. Die Süße ist weiterhin vorhanden. Jedoch ebbt die würzige Schärfe ab und es wird im Ganzen runder und weicher. Die Frucht nimmt zu.

Abgang
Sehr wohlig wärmend. Auf der Zunge trocken werdend. Dann kommt die Eiche im Finish. Zum Ende hin, wird es leicht bitter, wie wenn man auf Traubenkerne beißt. Auch beim Abgang hilft Wasser. Die bittere Note bleibt, weiterhin Kerne. Es ist der Alkohol nun nicht mehr so krass auf der Zunge zu spüren. 

Fazit
Für seine nur 9 Jahren Alter ist der Strathmill überraschend komplex mit vielen Aromen. Das Hogshead hat hier tolle Arbeit geleistet. Der Malt wirkt deutlich älter als er ist - mindestens 12 wenn nicht sogar 15 oder 16 Jahre. Der Malt hat eine wirklich unglaubliche Honigsüße im Geschmack, sie wird auch vom Wasser nicht allzu sehr gemindert. Die angenehme Wärme im Rachen und Magen nach dem Schlucken ist super. Rundherum eine ehrliche Kaufempfehlung für diesen Malt.

Donnerstag, 6. August 2020

James E. Pepper 1776 Straight Bourbon Whiskey

James E. Pepper Bourbon

Nase & Aussehen
Der Bourbon zeigt sich kupferfarben, die Tränen rinnen leicht ölig in größeren Abständen hinab. Die erste Nase, beim ersten Hineinschnuppern, zeigt sich mit einer dezenten Klebernote, wie sie bei Bourbons häufig aufzutreffen ist. Sie verfliegt aber rasch und dahinter wird es überraschend würzig. Interessant, riecht fast schon wie ein Rye. Karamell und Vanille zeigen sich deutlich. Der Alkohol zeigt sich immer wieder etwas, trotz nur 46% Alkohol.

Geschmack
Der 1776er kommt gleich mit einem kurzen süßen, leicht honiggleichen Antritt der sich sehr rasch in einen kräftigen würzigen roggendominierten Geschmack verändert. Also wenn der Bourbon schon so deutlich auf der Roggenseite ist, wie heftig muss dann der Rye erst sein? Zusammen mit der Würze ist auch Vanille vorhanden. 

Abgang
Würzig und leicht bitter präsentiert sich das Ende. Das Rye-Aroma bleibt noch etwas länger im Mund vorhanden, ansonsten ist das Finish er maximal mittellang. 

Fazit
Ich hatte überhaupt keine Erwartungen an diesen Bourbon und bin positiv überrascht. Sehr süffig und lecker. Das er mehr in der würzigen, roggenlastigen Seite ist, macht ihn interessant. Er ist nicht langweilig. Um diesen Preis ist er eine klare Kaufempfehlung, wer mal von den sanften Bourbons wegkommen, aber nicht gleich einen Rye im Glas haben will.

Donnerstag, 30. Juli 2020

Tormore 2004 Bordeaux Red Wine Cask MoS

Tormore 2004 MoS

Nase & Aussehen
Der erste Tormore und die erste Flasche vom deutschen unabhängigen Abfüller Malts of Scotland in meinem Glas. 14 Jahre ist dieser Tormore alt und erfuhr in einem Bordeaux Rotweinfass sein Finish. Wie lange das Finish dauerte, konnte ich leider nicht herausfinden. 
Die ungefärbte Farbe entspricht im Snifter einem deutlich, sattem Goldton. Entsprechend seinem hohen Alkoholgehalt von 59,4% bildet sich am Glasrand zwar ein schöner öliger Film aber defacto gibt es kaum Legbildung. 
Der Alkohol ist auch mit einer leichten frischen Mentholnote in der Nase greifbar. Aber nicht störend, man muss halt darauf achten, wie tief man seinen Geruchszinken ins Glas hält. 
Dahinter aber sogleich eine Menagerie an Beeren, wie Erdbeeren und Himbeeren und eine gewisse fruchtige Säure, aber nur dezent. Wie Vanilleeis mit Himbeersauce. Eine aromatische Eiche addiert sich dazu. Eine Süße schwingt die ganze Zeit im Aroma mit. Nach dem ersten Schluck wird es in der Nase sogar noch beeriger, himbeeriger. Mit Wasserzugabe schiebt die Vanille stärker an. Die Beerenmischung ist aber auch weiterhin schön präsent. 

Geschmack
Ein sehr weiches fast schon cremig, sahniges Mundgefühl. Sofort eine tolle Honigsüße im Antritt. Die Süße wird in der Mitte zu dunklem Karamell. Dunkle Schokolade mit Himbeerstücke. Läßt sich sehr gut auch ohne Wasser genießen. Mit Wasser wird es zwar runder und sanfter aber er verliert auch etwas an Aromen.

Abgang
Zum Ende im Mund und auch im Finish eine sehr zarte Bitterkeit. Frucht und das Karamell bleiben auch gegen Ende hin vorhanden. Aber überraschend wenig Eiche am Ende. Länge vom Abgang ist gut mittellang.

Fazit
Dieser Tormore ist ein richtiger Beerenfruchttopf. Kombiniert mit der Vanille und der tollen Honig/Karamellsüße im Mund ergibt das eine tolle Mischung. Trotz seines hohen  Alkoholgehalts ist er erstaunlich gut pur zu trinken. Ich finde ihn richtig lecker und ich behalte Tormore im Auge. 

Donnerstag, 23. Juli 2020

Highland Park 16y Twisted Tattoo

Highland Park 16y Twisted Tattoo

Nase & Aussehen
Highland Park färbt nicht und somit findet sich ein dunkles Gelb mit einem kleinen rötlichen Einschlag als Farbe im Glas. Schön ölig im Snifter.  Der erste Eindruck ist interessant und überraschend zugleich. Von dem für mich immer mit HP in Verbindung gebrachten Heidekrautaroma fehlt mir jede Spur. Auch Rauch habe ich nicht wirklich wahrgenommen. Dafür beginnt eine frische Heunote mit etwas Vanille und - könnte es der Torf sein? - einem unterschwelligen für mich nicht genau zu deutenden Geruch. Dahinter liegt etwas säuerliches. Könnte der Rioja sein. Wirklich Beeren kann ich beim ersten Reinriechen nicht erkennen. Aber auch etwas florales, fast schon leicht parfümiertes schwebt immer am Rand des Geruchsfeldes herum. Alkoholseitig ist immer so ein ganz flüchtiges Prickeln in der Nase spürbar. Also die 46,7% sind präsent und zeigen sich.
Nach dem ersten Schluck wandert das Heu in den Hintergrund und die Nase wird deutlich süßer und fruchtiger. Jetzt habe ich auch etwas wie eine leichte Torfassoziation und etwas Heidekraut.

Geschmack
Schön cremig, weiches Mundgefühl. Und jetzt habe ich das für mich HP-typische Heidekraut in der Kombination mit dem Torf. Viel deutlicher als zuerst in der Nase. Dann wird es schokoladig und würzig. 
Beim zweiten Probieren wird es auch im Mund nun viel süßer und fruchtiger. Das Heidekraut und der Torf in der Kombination ergeben ein nettes Geschmacksprofil. Im Vergleich zur Nase, wo man den Alkohol anfänglich doch gespürt hat, ist er im Geschmack sehr gut eingebunden.

Abgang
Schön wärmender Abgang. Die Gewürze und die dunkle Schokolade, jetzt nicht die superherbe, aber so rund um 50% Kakao wird es schon sein, sind weiterhin präsent. Torf ist auch im Mund weiterhin vorhanden. Der Twisted Tattoo bleibt einem länger erhalten. 

Fazit
Der Twisted Tattoo hat durchaus seinen Twist! Man sollte sich nicht von dem ersten Eindruck in der Nase täuschen lassen. Erst im Mund und auch erst danach beim zweiten Reinschnuppern zeigt sich die wahre Deutung dieses Highland Parks. Die Riojafässer sind anfänglich zur subtil wahrnehmbar, zeigen dann aber im späteren Verlauf, dass sie dem klassischen HP-Aroma durchaus etwas hinzugefügt haben. Ich finde diese sanfte Vermischung der beiden Geschmacksrichtungen durchaus interessant. Zum aktuellen Preis kann man - vor allem, wenn man HP Fan ist - durchaus sich mit dem Kauf einer Flasche anfreunden.

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