Donnerstag, 12. Juni 2025

Glengoyne 16y (ADoS)

 

Whiskybase

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Glengoyne ist in den Flaschen-Serien vom Brühler Whiskyhaus ein eher seltener Gast – was allein schon Grund genug war, mir schnell ein Sample dieser Abfüllung zu sichern. Der andere Grund: pure Neugier. Glengoyne harmoniert bekanntlich hervorragend mit Sherryfassreifung; in der Brennerei kommen sowohl Oloroso- als auch PX-Fässer zum Einsatz.

In letzter Zeit hat sich mein Geschmack allerdings gewandelt – reine Bourbonreifungen reizen mich zunehmend mehr. Bei Sherry- oder Weinfass-Einflüssen achte ich inzwischen besonders darauf, dass das Fass den Whisky nicht überlagert.

Genau das ist jedoch bei Abfüllungen vom Brühler Whiskyhaus eher die Ausnahme. Marco Bonn bevorzugt intensive Fassprägung – süß, kräftig und aromatisch. Oft gerät dabei der Whisky selbst etwas in den Hintergrund.

Der Glengoyne reifte vollständig in einem PX Sherry Hogshead und wurde mit 52,6 % vol. in 271 Flaschen abgefüllt. Ich war gespannt, was mich hier erwartet.

Fotocredit: whiskybase.com


Aussehen
Dunkles Mahagoni.


Nase
Unverdünnt zieht der Alkohol beim ersten Schnuppern ordentlich in die Nase. Mit etwas Zeit im Glas legt sich dieser erste Eindruck, und eine klassische Sherry-Nase entfaltet sich – klassisch im besten Sinne des Wortes. Neben einem fein eingekochten Zwetschkenröster zeigen sich getrocknete Datteln, Feigen und Aprikosen. Die Früchte ruhen in einer cremigen, karamellisierten Milchschokoladenmasse mit gerösteten Haselnussstücken. Überraschend: Die erwartete PX-Süße bleibt dezent im Hintergrund – von einem Zuckerschock keine Spur.

Dazu kommen würzige Noten wie getrocknete Tabakblätter, Zimt, Gewürznelken und Eichenholz. Nach dem ersten alkoholischen Schub präsentiert sich eine klassische, angenehm ausgewogene Sherryreifung.

Geschmack
Hier zeigt sich der Alkohol noch präsenter als anfangs in der Nase. Sehr pikant, fast schon mit Chilischärfe vergleichbar, überrollt der Whisky den Gaumen und wärmt kräftig den Rachen. Die eigentlichen Aromen haben es schwer – herbe Holztöne und ein leicht seifiger Eindruck (Veilchenseife?) drängen sich in den Vordergrund. Da hilft nur Wasser.

Und tatsächlich: Mit ein paar Tropfen Wasser wird die Schärfe gezähmt und der Whisky deutlich zugänglicher. Nun kommen endlich auch die vermissten Sherrynoten zum Vorschein – Marillenmarmelade, Pflaumenmus mit Zimt, geröstete Nüsse. Die herben Holzaromen bleiben jedoch weiterhin präsent, ebenso diese störende Seifigkeit. Kann die vom Fass kommen?


Abgang
Der Nachklang ist eher kurz. Bittere, herbe Eichennoten bleiben erhalten, begleitet von einem Hauch Apfelschale und etwas Pflaumenmus. Leichte Tabakreste verweilen auf der Zunge.


Fazit
Der Alkohol ist hier das Hauptproblem – nicht gut eingebunden und zu dominant. Die Vollreifung im PX-Fass über 16 Jahre bringt zwar eine schöne Nase hervor, lässt aber im Geschmack zu viele bittere Holztöne zu. Mit Wasser wird es besser, doch der Whisky bleibt für mich unausgewogen.

Während die Nase Lust auf mehr macht, bleibt der Geschmack deutlich dahinter zurück. Der seifige Eindruck stört, und auch Wasser bringt hier keine klare Rettung. Für mich leider keine rund gelungene Abfüllung – wir werden wohl keine Freunde.

Mittwoch, 4. Juni 2025

Laphroaig Càirdeas 2025 Lore Cask Strength

 

Whiskybase

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Eigentlich gibt es bei mir nur zwei feste Größen, wenn es um Whisky geht. Der eine Fixstern sind neue Abfüllungen aus der Cask Exploration Series von Port Charlotte. Ich liebe einfach diese faszinierende Kombination aus spannenden Fassreifungen und der intensiven, eigenwilligen Rauchigkeit, für die die rauchigen Bruichladdichs bekannt sind. Jedes Jahr aufs Neue ein Highlight.

Der zweite Pflichttermin ist das Fèis Ìle Festival auf Islay – genauer gesagt: der Moment, in dem Laphroaig seine jährliche Càirdeas-Abfüllung präsentiert. Die Frage nach dem eingesetzten Fasstyp ist jedes Mal spannend – und bisher wurde ich noch nie enttäuscht.


Der Càirdeas 2025 ist da
Kaum war der diesjährige Càirdeas im Online-Shop für die „Friends of Laphroaig“ verfügbar, hatte ich ihn auch schon bestellt. Und weil – wie schon im letzten Jahr bei der „Cask Favourites“-Abfüllung – die Flasche mit Freunden geteilt wird, war sie natürlich schnell geöffnet und einer ersten Verkostung unterzogen.

Die diesjährige Festivalflasche trägt den Namen Lore Cask Strength – und damit ist im Grunde schon viel gesagt: Es handelt sich um eine fassstarke Version der beliebten Lore-Abfüllung. Und „fassstark“ ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen, denn mit satten 59,6 % Vol. Alkohol ist dies die bisher stärkste Càirdeas-Abfüllung überhaupt.


Was macht den Lore aus?
Der Lore lebt von der Kombination verschiedener Altersstufen und – noch entscheidender – von der Auswahl und Komposition fünf unterschiedlicher Fasstypen. Zum Einsatz kommen neben Virgin European Oak, First Fill Bourbon Casks auch Refill Bourbon Casks, Quarter Casks und Oloroso Sherryfässer. Die exakte Fassverteilung bleibt wie immer Laphroaigs Geheimnis.


Aussehen
Dunkles Bernstein, sattes Kupfer.


Nase
Ich beginne mit dem unverdünnten Dram. Noch bevor meine Nase das Glas erreicht, weht mir eine massive Rauchwand entgegen – kraftvoll, phenolisch und mit einem Aroma, das an schmutziges Getriebeöl erinnert. Roh, kompromisslos, geradezu brachial: ein echter „in your face“-Start. Und was für einer! Der Rauch ist intensiv und charakterstark – neben dem markanten Phenol zeigen sich maritime Noten, Jod, eine mineralische Kante und eine unterschwellige Süße, die an Karamell erinnert.

Hat man sich erst einmal durch die erste Rauchattacke geschnuppert, treten weitere Facetten zutage: angekohlte Holzreste wie aus einem abgebrannten Lagerfeuer und eine Karamellnote, die sich zunehmend mit fruchtigen Sherryeinflüssen verbindet – rote Beeren, getrocknete Aprikosen, aber auch leicht säuerliche Nuancen von Ribiseln oder unreifen Heidelbeeren. Dazu kommen dezente Kräuteranklänge und eine angenehme Holzwürze, die das Aromenspiel abrunden. Eine tiefgründige, typische „Laphi“-Nase, die sich an den Wurzeln der Marke orientiert.

Mit ein paar Tropfen Wasser bleibt der Rauch angenehm präsent. Zusätzlich tritt eine Vanillenote in den Vordergrund – vorher nur im Abgang wahrnehmbar – und die beerige Fruchtigkeit wird spürbar intensiver.


Geschmack
Ein fulminanter Einstieg: kraftvoll, ölig, den gesamten Mundraum auskleidend. Der phenolische Rauch legt sich dominant auf den Gaumen, begleitet von einem Hauch kalter Steinkohleasche. Eine aromatische Pfeffernote folgt, nicht bloß scharf, sondern vielschichtig und ausgewogen. Würzige Akzente, die an geräuchertes Paprikapulver erinnern, sorgen für Spannung.

Dann der Umschwung: Die Süße übernimmt mit Noten von weichem Karamell, eingekochtem Beerenkompott, Pflaumen und Aprikosenmarmelade. Fruchtig, cremig, komplex – und überraschend vielschichtig. Trotz der hohen Alkoholstärke lässt sich der Whisky hervorragend pur genießen. Besonders gefällt mir das harmonische Wechselspiel aus Rauch, Würze und Fruchtigkeit – letzteres hätte ich so intensiv aus der Nase nicht erwartet.

Mit Wasser wird der Dram äußerst süffig. Die cremige Textur bleibt erhalten, der Rauch dominiert weiterhin den Auftakt, doch Süße und Frucht treten stärker hervor. Die Würze bleibt präsent und verankert den Geschmack im kräftigen Grundcharakter.


Abgang
Wärmend und lang anhaltend gleitet der Whisky den Rachen hinunter. Der phenolische Rauch und die Asche verweilen eindrucksvoll lange am Gaumen. Zugleich hält sich eine milde Süße, nun verstärkt durch feine Vanillenoten, bis weit in den Nachhall hinein.


Fazit
Beim letztjährigen Cask Favourites gingen die Meinungen unter den Fans auseinander: Für die einen war er zu wenig medizinisch-rauchig und zu sherry-lastig, für die anderen war gerade die dominante Sherry-Note genau richtig. Ich persönlich mochte ihn durchaus – allerdings wurde mir gegen Ende der Flasche die kräftige Verbindung von Sherry und Rauch fast ein wenig zu viel.

Ganz anders präsentiert sich die aktuelle Abfüllung. Hier lautet das Motto klar: „Back to the roots“. Markanter, medizinisch-phenolischer Rauch, kräftig, robust, beinahe rau – genau das, was man sich als Liebhaber klassischer Laphroaigs wünscht. Und dennoch: Die Sherrynoten fehlen nicht. Sie sind da, klar erkennbar, aber subtiler eingebunden – sowohl in der Nase als auch im Geschmack.

Unterm Strich eine rundum gelungene Festivalabfüllung. Ich bin froh, dass ich mir ein Exemplar sichern konnte – auch wenn ich sicher bin: Bis zum nächsten Fèis Ìle wird diese Flasche wohl nicht überleben. Dafür ist sie einfach zu süffig – und zu gut.

Donnerstag, 29. Mai 2025

Filey Bay Sherry Cask Reserve #4

 

Whiskybase

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Ich mag es, neben den ausgetretenen Pfaden im Whisky-Hobby, auch Neues zu erkunden. So verkoste ich neben den schottischen, irischen und amerikanischen Vertretern immer wieder Malts aus anderen Ländern, die nicht so im Fokus der Whiskygemeinde stehen. Auf diese Weise habe ich bereits einige sehr interessante Tropfen im Glas gehabt, die meinen Horizont erfreulich erweitert haben und mir immer wieder beweisen, dass nicht nur in Schottland, Irland und Amerika sehr guter Whisky produziert wird.

Die Tradition des Whiskymachens gibt es auf der britischen Insel nicht ausschließlich nur in Schottland. Auch in England wurde früher viel Whisky produziert. Jedoch, als 1903 die Lea Valley Distillery als letzte Brennerei ihre Tore schloss, standen für über 100 Jahre die Stills in England still. So war bis jetzt Whisky aus England ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Whiskylandkarte.

Seit 2006 gibt es wieder eine prosperierende Whiskyszene in England die sehr spannende Produkte herausbringt. Eine dieser jungen Brennereien ist die Spirit of Yorkshire Distillery, eine in Familienhand befindliche Brennerei die 2016 gegründet wurde. Sie besitzt neben der Whiskyproduktion auch eine eigene Bierbrauerei. Die Gerste, die bei der Herstellung ihrer Whiskys verwendet wird, kommt aus der eigenen Landwirtschaft. Damit ist sie weltweit eine der wenigen Brennereien die zu 100% auf eigene Gerste zurückgreifen können.


Filey Bay Sherry Cask Reserve #4
Die Whiskys aus dieser Craft Destille kommen unter dem Markennamen Filey Bay auf den Markt. Ich konnte mir bei einem Whisky-Kollegen ein Sample der vierten Ausgabe des Filey Bay Sherry Cask Reserve aus 2023 sichern. Bei dieser jährlich im Herbst/Winter vorgestellten Abfüllung wurden drei Süßweinfässer miteinander vermählt. Neben einem Ex-Moscatel Fass wurden auch die beiden Sherry-Varianten Oloroso und PX verwendet. Nur 2.000 Flaschen wurden mit 46% abgefüllt.

Fotocredit: whiskybase.com


Aussehen
Dunkles Mahagoni mit rötlichem Schimmer.


Nase
Der allererste Eindruck ist eine ölige, intensive Assoziation nach Klebstoff - leicht chemisch mit einer gewissen Schärfe. Dies kommt von der Essenz, der puren Konzentration der Aromen aus den verwendeten Fässern. Nach ein paar Minuten Ruhe und Sauerstoffzufuhr verfliegt diese Klebernote jedoch rasch und lässt den eigentlichen Düften deutlich mehr Raum um sich zu entfalten. So finden sich in Honig eingelegte Rosinen, getrocknete Aprikosen, Datteln und Feigen, Marzipan, Milchschokolade mit gerösteten Mandeln und Haselnüssen.

Die Nase bleibt den gesamten Zeitraum extrem intensiv und voll, aber auch sehr cremig und ölig, richtig dickflüssig - was im Bezug auf Geruch sich komisch anhört. Aber die Nase ist sehr dicht, die Gerüche stark miteinander verwoben. Die 46% sind gut eingebunden und absolut ausreichend um die schwere Aromenfracht zur Nase zu transportieren.


Geschmack
Sehr interessanter Kontrast zur Nase! Ein volles intensives Mundgefühl. Der Whisky fließt cremig leicht auf die Zunge. Zuerst eine Konzentration an eingelegten Rosinen, wirklich lecker (wenn man sie mag), danach nimmt der Holzeinfluss der Fässer ordentich Fahrt auf. Es wird deutlich herber, trockener und mehr Bitterstoffe zeigen sich. Von der unglaublich süßen, sirupartigen Konsistenz aus der Nase ist hier beim Geschmack nun weniger zu merken. Getrocknete Früchte, Leder und Tabakblätter zeugen von starken Sherryaromen. Auch eine leichte Schärfe von Pfefferschoten und Zimt sind nun präsent und sorgt für würzige Aspekte. Wie im Geruch ist auch am Gaumen die Alkoholstärke von 46% genau richtig. 


Abgang
Gegen Ende hin übernehmen die bitteren Aromen wie dunkle Schokolade mit hohem Kakaogehalt und schwarzer Kaffee die Oberhand. Begleitet werden sie noch von ein paar Rosinen und getrockneten Datteln. Vor allem die Eichennoten mit ihrer Herbe sind noch länger am Gaumen zu schmecken. Also das Finish im Allgemeinen ist schon mehr was für die bittere Fraktion unter den Genießern, dies könnte für den einen oder anderen etwas zu Viel des Guten sein.


Fazit
Auf der Webseite der Brennerei steht bei der Beschreibung dieses Single Malts er wäre ideal für den Herbst und Winter. Dieser Empfehlung kann ich mich nur anschließen. Es ist eine interessante Abfüllung mit drei sehr aktiven Fasstypen, welche die vermeintlich kurze Reifedauern sehr gut kaschieren - und zwar positiv gemeint.
Die Nase mit ihrer intensiven Frucht- und Honigsüße ist gewaltig. Hingegen im Geschmack kommt dann deutlich mehr Holzeinfluss in Begleitung von bitteren und würzigen Aromen. Dies ist schon auf der Kippe, funktioniert aber noch recht gut. Auf jeden Fall ein sehr interessanter Start in die englische Whiskywelt. Da kann man durchaus weiter stöbern.


Mittwoch, 21. Mai 2025

Imperial 19y 1995/2014 (vW)

 

Whiskybase

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Mit der Fortdauer in unserem tollen Hobby wächst bei so vielen von uns - mich eingeschlossen - immer mehr die Neugierde und der Wunsch nach älteren Abfüllungen, Abfüllungen aus vergangenen Tagen und auch das Verkosten von Whiskies aus sogenannten Lost Distilleries. Lost Distilleries sind Brennereien aus der Vergangenheit, die nicht mehr produzieren, geschlossen und meist auch abgerissen wurden. 

Abfüllungen jenseits der 20 Lenze, auch Flaschen aus den 80igern und 90igern konnte ich bereits verkosten, fehlte mir nur noch, dass ich auch einen Single Malt aus einer Ghost-Distillery im Glas habe. Ein Kumpel aus meiner Whiskyrunde bot mir ein Sample aus der Imperial Brennerei an - da brauchte ich nicht zwei Mal darüber nachdenken.

Fotocredit: Anne Burgess / Imperial Distillery/wikipedia.com

Die Speyside Brennerei wurde 1897, dem Jahr des diamantenen Thronjubiläums von englischen Königin Victoria, gegründet. Victoria trug ebenso den Titel Kaiserin von Indien und es heißt aus diesem Grund wurde die neue Brennerei Imperial getauft. Die Geschichte der Destille war wechselhafter Natur. Von den 115 Jahren ihres Bestehens stand die Produktion 45 Jahre still. Nach mehreren Besitzerwechsel war 1998 endgültig Schluss. Chivas Brothers riss 2013 die letzten noch stehenden Gebäude ab. Auf dem ehemaligen Gelände wurde von Pernot Ricard 2015 die Dalmunach Distillery gegründet.


Imperial 19y 1995/2014 von van Wees
Es gab von Imperial defacto nie eine Originalabfüllung für den Handel - lediglich einen 15jährigen gab es eine Zeitlang ausschließlich für Mitarbeiter. Aus diesem Grund sind Imperials ausschließlich von unabhängigen Abfüllern auf den Markt gekommen. So auch der 19jährige, dessen Sample ich gleich verkosten werde. Die von van Wees, einem holländischen UA Abfüllung wurde 1995 gebrannt und kam 2014 mit 46% in 312 Flaschen. Die Reifung erfolgte in einem Hogshead - ausgehend von der Farbe muss es sich um Ex-Bourbon Fassbestandteile gehandelt haben.

Fotocredit: whiskybase.com


Aussehen
Hellgold


Nase
Es offenbart sich einem ein wunderbar klassisch sauberes Geruchsbild einer Ex-Bourbonfassreifung. Aufgeschnittene Vanilleschoten, die in Honig eingelegt sind, zu denen sich neben grünem Kernobst Anklänge von tropischen Früchten hinzu gesellen. Immer wieder kommen grüne grasige Noten zum Vorschein, von frisch gemähter Frühlingswiese mit zahlreichen Wiesenblumen. Aber auch eine feine Würzigkeit vom Holz zusammen mit geriebenen Zitronenschalen sorgen für einen angenehmen Kontrastpunkt zu den Fruchtaromen und sorgen so für eine ansprechende Tiefe. Die Reifedauer von 19 Jahren spiegelt sich in einer wunderbaren Cremigkeit und Wachsigkeit im Geruch wieder. Die Alkoholstärke ist perfekt gewählt, nicht zu lasch, die Nase ist ausbalanciert und weich wirkt aber nie dünn.


Geschmack
Die tolle Cremigkeit, verbunden mit dieser feinen wachsigen Note aus dem Geruch führt sich im Mund nahtlos fort. Es beginnt mit einer wunderbaren süßen Honigcreme mit Vanille, die über noch warmes helles Kuchengebäck fließt. Aufgeschnittene Zuckermelonen, Bananen, Weintrauben und reife grüne und gelbe Äpfel liegen neben der Backware. Abgelöst wird das Dessert im Geschmack durch eine mittelstarke Schärfe von geriebenem Ingwer. Sehr aromatisch und wohltemperiert. Ihr folgt am Fuße eine aufkeimende Würzigkeit, in der auch etwas Muskatnuss, Zimt sowie Traubentrester mit einer leichten Bitterkeit eine Rolle spielt. Auch im Mund ist der Alkohol sehr gut integriert, alle Aromen und Geschmacksnoten haben ausreichend Kraft und Intensität.


Abgang
Gegen Ende hin zieht das Holz mehr an, die längere Reifedauer merkt man nun deutlicher anhand von mehr Bitterstoffen. Die Haut und die Kerne von grünen Trauben sind ebenso präsent, wie weiterhin etwas Vanille und die Schalen der Äpfel. Das Finish gestaltet sich lange, der Whisky liegt cremig im Mundraum.


Fazit
Keine Ahnung, was die wirtschaftlichen oder konzerninternen Überlegungen waren, die Chivas Brother bzw. Pernot Ricard dazu bewogen hat, die Imperial Distillery zu schließen und abzureißen. Am Brand, am Whisky der dort produziert wurde, kann es beileibe nicht gelegen haben. Zusammen mit einem guten Fass wie bei dieser Abfüllung hat man einen wunderbaren, klassisch gereiften Ex-Bourbon Single Malt in die Flasche gezaubert. Der Whisky gefällt mir durch seine unaufgeregte Art sehr gut. Ich merke immer mehr, wie mich so ruhige, gediegene Ex-Bourbon gereifte Malts mit einem erhöhten Alter abholen und immer mehr begeistern können.

Mittwoch, 14. Mai 2025

Lochlea 6y 2018/2024

 


Whiskybase

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Nach dem Besuch der Holyrood Brennerei in Edinburgh und dem nachträglichen Verkosten ihrer Ambir Abfüllung habe ich richtig Lust auf die Lowlands und deren jungen Whisky Erzeuger bekommen. Und so besorgte ich mir ein Sample vom neuen Lochlea 6y, der letzten Sonderabfüllung der familiengeführten Farm Brennerei, als diese in unserer Whisky Gruppe verteilt wurde.

Bislang hatte es noch kein Whisky dieser jungen durchaus sympathischen Destillerie in mein Glas geschafft. Da kam die bislang älteste Ausprägung, nach dem letztes Jahr hausgekommenen Fünfjährigen zum richtigen Augenblick.

Für diese zweite Abfüllung der Brennerei mit Altersangabe wählten die seit Ende des letzten Jahres als neue Master Blenderin fungierende Jilian Boyd und der Distillery Manager Darren McCormick die drei 1st Fill Bourbon Barrels #132, #135, #138 sowie die drei Oloroso Sherry Butts #250, #251 und #252 aus dem Jahr 2018 aus. Die Fässer stammen somit aus der Zeit des Produktionsstarts der Farm-Brennerei.

2.500 Flaschen kamen aus den sechs Fässern heraus und wurden ohne Kältefiltration und nachträglicher Färbung mit 50% Volumenstärke abgefüllt. 

Die Flasche ist schon eine Augenweide.
Fotocredit: Lochlea Distillery

Aussehen
Helles Mahagoni


Nase
Die erste Assoziation, die mir durch den Kopf schießt, ist der Duft von rosa blühenden Fliederbüschen, die in voller Pracht stehen. Sehr blumig und luftig. Von den typisch mit Sherryfässern in Verbindung bringenden Aromen habe ich erstmals noch nicht viel. Im Hintergrund liegen frisch gezupfte Minzblätter. Eine leichte Schärfe belebt die Nase und spiegelt etwas seine Jugend wieder. Aber dies stört jetzt nicht den Genuss, von jugendlichen Fehlnoten ist hier nichts zu merken.

Nach ein wenig Standzeit öffnet er sich merklich. Ein Obstsalat aus Erdbeeren, Himbeeren, Orangen, roten Äpfel und dem einen und anderen Stück Honigmelone sorgt für einen schön fruchtig und säuerlichen Touch. Ok. Nun erscheinen auch immer mehr klassischere Noten von den Oloroso Sherryfässern. Dazu gehören neben den Beeren vor allem Milchschokolade, geröstete Haselnüsse, ein wenig Schuhcreme und Anklänge von altem Leder sowie etwas Tabak. Ein paar Tropfen Vanilleextrakt sind nun auch mit von der Partie.

Der Junge benötigt wahrlich Zeit im Glas um sein Potential zu entfalten. Dann kommen die Gerüche nach und nach zum Vorschein und wissen durchaus zu Gefallen. Besonders interessant ist eine harzige Note, wie bei einem griechischen Retsinawein, die zusammen mit einer leicht muffigen Attitüde für eine angenehme Tiefe sorgt.


Geschmack
Es ist nicht dünn, aber richtig cremig ist das Mundgefühl auch nicht. Es beginnt im Mund sogleich mit einer überraschend, weil so gar nicht in der Nase vorhanden, intensiven süßen Note. Weniger wie Honig, mehr wie geschmolzener Zucker oder Zuckersirup. Begleitet wird die Süße von deutlichen, etwas künstlich wirkenden, Aromen roter Gummibärchen die sich im Mund bereits aufzulösen beginnen. Aber diese Fruchtigkeit verfliegt ziemlich flott und macht einer nicht so erfreulichen Schärfe von weißem Pfeffer und geriebenem Ingwer Platz. Es brennt richtig heiß im Mundraum. Das gefällt mir nicht so sehr. Dahinter verbergen sich noch ein paar Krümmel der Milchschokolade und einige geröstete Nüsse sowie auch ein paar Minzblätter. Auch die Harznoten aus der Nase lassen sich wieder finden. Aber mehr kommt durch die heiße, brennende Schärfe nicht durch. Im Geschmack ist er mir deutlich zu jung, unausgewogen und mit zu geringer Aromentiefe ausgestattet.

Drei 1st Fill Bourbon- und drei Oloroso Sherryfässer stecken in diesem 6jährigen.
Fotocredit: Lochlea Distillery


Abgang
Das Finish ist ziemlich kurzlebig. Etwas Beerenobst, Vanille, leichte Süße und Sherryansätze. Danach ein paar bittere Anklänge vom Holz der Fässer und weg ist er.


Fazit
Frische seasoned Sherrycasks, die wohl hier in Verwendung waren und den jungen Burschen aufpimpen sollten. In der Nase mag dies zwar noch einiger Maßen gut funktionieren, da gefällt er mir auch am Besten. Jedoch beim Geschmack fällt er sehr schnell sehr stark in sich zusammen. Da merkt man von den sechs Jahren im Fass leider nicht viel. Vor allem die unangenehme Schärfe passt nicht. Und beim Abgang fühlt man sich an einer Klippe stehen, bei der die Aromen von einer Sekunde auf die andere abstürzen und verschwinden.

Wenn ich diesen jungen Lowlander mit seinem, sicherlich ähnlich alten, Landsmann Ambir von Holyrood vergleiche, verliert der Lochlea 6y leider deutlich. Schade. Aber die Abfüllung und ich sind nicht kompatibel.

Mittwoch, 7. Mai 2025

Ardmore 23y 1998/2022 (EID)

 

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Die Highland Brennerei Ardmore produziert grundsätzlich einen leicht rauchigen Brand - Ausnahme der Regel ist der nicht rauchige Vertreter, der unter der Markenbezeichnung Ardlair vertrieben wird. Ähnlich wie bei Benromach gefällt mir diese feine, subtile - oft mehr im Hintergrund agierende - oft erdige Rauch- und Torfnote recht gut. Für eine deutlichere Rauchnote werden, vor allem von unabhängigen Abfüllern, Ardmores oft in Islay-Fässer - meist von Laphroaig - nachgereift. 

In diesem speziellen Fall hat Elixir Distillers darauf verzichtet und den New Make einfach 23 Jahre lang in einem Hogshead in Ruhe liegen gelassen und ihn 2022 im Rahmen seiner The Single Malts of Scotland Reihe mit 51,2 Volumenprozent in 223 Flaschen abgefüllt. 


Aussehen
Helles Gold, Strohgelb.


Nase
Anfänglich etwas zugeknöpft wirkend, öffnet sich die Nase nach ein paar Minuten kontinuierlich. Zum Vorschein kommen ein wahrer Obstgarten und zahlreiche Fruchtaromen: Zitronenkuchen, Vanille, Tropische Früchte, reife gelbe und grüne Äpfel sowie Birnen, der Saft von grünen Weintrauben und Honigmelonen. Der Rauch liegt dezent im Hintergrund, spielt absolut nicht die erste Geige. Es ist überwiegend ein warmer, erdiger Rauchgeruch, der zusätzlich zu mineralischen auch süße rote Beerenaromen inne hat - ein wenig wie geräucherte Fruchtgummis. Sehr positiv ist die samtig, sirupgleiche weiche Textur der Nase sowie diese subtile Wachsnote, die man sonst eigentlich von Clynelish kennt. Man nimmt ihm das Alter absolut ab, die Aromen sind harmonisch und wirken sehr reif und gediegen. Der Geruch verändert sich mit der Zeit auch weiter. Der Obstkorb bekommt von getrockneten Küchenkräutern Unterstützung. Auch das Holz der Fässer sorgt für eine intensive Würzigkeit. Der Rauch wird mit Fortdauer präsenter.

Etwas Wasserzugabe intensiviert die Fruchtaromen noch weiter und macht den Gesamteindruck noch harmonischer. Der Alkohol ist kaum zu riechen.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Ein sehr feiner weicher cremiger Antritt. Obwohl man die knapp 51% kaum merkt sind die Aromen vollmundig und von Beginn an sehr präsent, anders als in der Nase, die etwas Anlaufzeit benötigte. Zuerst wird man von einer angenehmen Honigsüße begrüßt, die wieder von einer ordentlichen Portion Fruchtigkeit und Obst begleitet wird. Neben dem reifen Kernobst sind es wie im Geruch tropische Früchte, die Honigmelone sowie der Zitronenkuchen mit seiner warmen, Teig ähnlichen Textur. Danach zeigt sich der Rauch deutlich. Mit im Gepäck hat er auch etwas auskühlende Asche und eine Adstringenz, die vor allem seitlich bei den Wangen für ein trockenes Mundgefühl sorgt. Die erdigen Noten aus der Nase werden im Geschmack durch mehr mineralische und leicht jodige Aromen ersetzt. Auch im Mund zeigt sich die lange Reifezeit und überzeugt durch eine Ausgewogenheit und Gediegenheit.

Wasser macht ihn noch süffiger, jedoch reduziert er ein wenig seinen Charakter. Die Frucht, die Süße und die Würzigkeit vermischen sich etwas zu sehr. Da hat er mir pur doch besser gefallen.


Abgang
Getrocknete Tabakblätter und Leder folgen den Holzaromen, die für eine gewisse angenehme Bitterkeit sorgen. Der Rauch, aber vor allem, die kalte Asche im Aschenbecher bleiben noch länger im Mundraum liegen und sorgen so für ein mittellanges bis langes Finish.


Fazit
Ein würdiger Vertreter der 20plus Altersgruppe. Dieser Tropfen gefällt mir außerordentlich gut. Neben den für mich doch überraschend intensiven Fruchtaromen ist es vor allem seine Harmonie, eine gewisse Eleganz und die Textur im Geruch und Geschmack. Obwohl 23 Jahre lang im Fass sind die würzigen, bitteren Noten vom Holz nie im Vordergrund. Der leichte Rauch von Ardmore bietet eine sehr schöne Begleitung der anderen Aromen. Der macht im Glas wirklich Spaß und gute Laune.


Mittwoch, 30. April 2025

RY3 Private Reserve Toasted Barrel Select Batch PR# 008

 

Whiskybase

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Die Marke RY3 (keine Ahnung ob damit Rye oder Rye 3 gemeint ist) stammt von Phenomenal Spirits aus Virginia Beach, USA. Dieses Unternehmen besitzt keine eigene Brennerei-Anlage sondern kauft Spirituosen ein und bearbeitet sie. Dies kann in Form von Blenden oder ein nachträgliches Finish in neuen Fässern sein. Aktuell beinhaltet das Portfolio neben Rye-Whiskeys auch Rum-Abfüllungen. Man kann Phenomenal Spirits durchaus zu den unabhängigen Abfüllern rechnen, vor allem da es in den USA nicht unüblich ist, gesourcten (also zugekauften) Whiskey oder Bourbon für seine eigenen Marken zu verwenden. 

Jedoch muss man hier wissen, dass das Geschäftsmodell des Gründers daraus besteht, Unternehmen und vor allem Marken im Bereich Luxury Spirits aufzubauen und zu etablieren um sie dann an einen Investor weiterzuverkaufen.

Mit dem Hintergrund im Kopf war ich durchaus kritisch, was die Abfüllungen angeht, als sie im Herbst 2024 bei uns auf dem Markt kamen. Kritisch darum, weil ich hier an Kontinuität zweifle. 

Als Fan von amerikanischem Rye-Whisky war die Neugierde, vor allem auf die Private Reserve Barrel Abfüllung mit Toasted Barrel Finish jedoch zu groß um die Flasche links liegen zu lassen. Auf der Webseite des Unternehmens wird suggeriert, dass die "3" in der Marke RY3 bei dieser Abfüllung für drei unterschiedliche Whiskeys, drei unterschiedliche Mashbills und drei verschiedenen Altersstufen steht. 

Leider ist die Transparenz bei den Information nicht sehr weit gediehen. Offiziell findet man leider keine Informationen, aus welchen Brennereien die Whiskeys stammen, wie alt sie waren und welche Mashbills tatsächlich verwendet wurden.

Fotocredit: whiskybase.com

Im Internet findet man die Info, dass neben zwei amerikanischen Ryes auch ein Rye aus Alberta Kanada Teil des Blends sein soll und das eine der Mashbills das typische MGP 95%er Rye Rezept und die andere eben eine 100% Rye Alberta Version sein soll. Von der dritten weiß man nicht wirklich etwas. Und beim Alter findet man überhaupt keine Angaben. 

Was man weiß ist, dass für das Finish ein Medium Toasted Barrel verwendet wurde und das die Alkoholstärke beachtliche 60,8% beträgt. Ich bin sehr gespannt, was mich hier erwartet. 


Aussehen
Nussbraun mit Rotstich. Das Auge trinkt mit.


Nase
Für über 60% ist der Alkohol ziemlich gut eingebunden. Wenn man die Nase tiefer ins Glas steckt, keimt zwar schon eine leicht kühlende frische Prise auf und es zwickt ein wenig in der Nase, aber es bleibt alles absolut im Rahmen und stört den Genuss in keinster Weise. Und ein Genuss ist diese Nase tatsächlich. Deutliche Aromen von Vanille und braunen Zucker werden von einer feinen Rye-Note begleitet, die sowohl die klassischen After Eight Pfefferminz-Schokoladeblättchen aufweist als auch Assoziationen von würzigem warmen Roggenbrot mit etwas Anis beinhaltet. Alle Gerüche sind sehr rund, harmonisch und miteinander ausbalanciert. Ein paar Rosinen und ein Kirschkompott sorgen für den dezent fruchtigen Anteil an der Geruchsmischung.

Mit ein paar Tropfen Verdünnung nimmt die anfängliche Würzigkeit und Pfefferminznote ab und es erscheinen sogar blumige Aromen, vorwiegend nach Veilchen duftend - Vanille und der braune Zucker mit Ansätzen zum Karamell geben weiterhin den Ton an, der Roggen ebenso.


Geschmack
Der Vertreter ist unverdünnt gefährlich leicht zu trinken und äußerst süffig. Sehr cremig und mit vollem Geschmack startet der Rye Blend. Anfänglich dominieren süße Aromen von Karamellcreme und Vanillesauce. Dicht gefolgt von einer sich schnell im Mund ausbreitenden pfeffrigen Würzigkeit mit zusätzlichen Kräutern und Muskatnuss. Danach übernimmt wieder die Vanille im Zusammenspiel mit den Pfefferminzbonbons mit Amarenakirschgeschmack sowie dem dunkel gebackenen Roggenbrot. Ab dem Mittelteil wird der Mundraum, vorwiegend durch die Alkoholstärke, trockener. Dies alles ist sehr lecker.

Mit Wasser verweilt die Süße länger im Mund, ihre Intensität bleibt länger bestehen. Die Pfeffernote ist ebenfalls weiterhin vorhanden, aber nun etwas reduzierter. Die anderen Aromen und ihre Dichte sind auch mit Wasser immer noch gleich präsent. Das Mundgefühl geht noch mehr ins cremige über.


Abgang
Gegen Ende hin bleibt die Pfefferminze und die Ryebrot-Noten. Untermalt werden die Aromen von etwas Eichenwürze, gepaart mit einer leichten Bitterkeit. Der Abgang gestaltet sich insgesamt mittellang.


Fazit
Ich muss sagen ich bin wirklich angetan von diesem defacto No-Name Rye Blend. Es ist natürlich alles gesourced und nicht selbst gebrannt. Jedoch ist das Ausgangsmaterial dieses Blends, die drei verwendeten Ryes aus den USA und Kanada wirklich gut und die Mischung hat gepasst. Das Finish in dem getoasteten Fass hat den Rye nochmals hervorgehoben ohne die anderen Aromen zu verdrängen. Ein sehr ausgewogener hochprozentiger Rye Whiskey, der wirklich Laune macht. Bin gespannt ob die Nachfolgebatches, sofern es welche geben wird, das Niveau halten können.

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