Mittwoch, 23. Juli 2025

Bruichladdich Bere Barley 2010

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL.


Bruichladdich ist unter Whiskyfans bekannt und geschätzt für seine Experimentierfreude und den Blick über den Tellerrand. Besonders unter Mark Reynier hat die Islay-Brennerei das Konzept des „Terroirs“ stark geprägt. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Transparenz darüber, von welchen Bauern und welchen Feldern die Gerste stammt – diese Informationen sind bei Bruichladdich offen zugänglich. Ebenso Teil dieses Konzepts: Single Malts, die ausschließlich aus einer einzigen Gerstensorte bestehen. Die Idee dahinter: Auch die Sorte der Gerste beeinflusst den Geschmack.

Für den Classic Laddie kommt ausschließlich schottische Gerste zum Einsatz, beim Islay Barley stammt die Gerste – wie der Name schon verrät – direkt von der Insel, und für den Organic Barley wird ausschließlich biologisch angebaute Gerste verwendet.

Und dann gibt es noch die besonderen Bere Barley-Abfüllungen. Diese Gerste ist eine uralte, sechszeilige Sorte, die bereits vor rund 5.000 Jahren auf den Orkneys kultiviert wurde und als eine der ältesten Getreidesorten Europas gilt. Sie ist deutlich robuster gegenüber dem rauen Klima der schottischen Inseln als moderne Züchtungen.

Bruichladdich verwendet Bere-Gerste sowohl von den Orkneys als auch von Islay. Erstmals wurde diese Sorte dort 2006 destilliert, die erste Abfüllung erschien sechs Jahre später. Seither erscheinen in unregelmäßigen Abständen neue Jahrgänge, deren Reifezeit sich mittlerweile auf bis zu zehn Jahre gesteigert hat.

Ich habe die 2010er-Version im Glas, die im Jahr 2019 nach acht Jahren Reifung abgefüllt wurde – wie immer mit 50 % Vol., ohne Färbung oder Kühlfiltration.


Aussehen
Gelbgold.


Nase
Sehr klar und geradlinig. Der Alkohol ist wunderbar eingebunden – nicht zu kräftig, nicht zu flach. Zu Beginn dominieren Vanille, Honig und reife, zerdrückte Bananen.

Dahinter kommen Noten von frisch gemälztem Getreide sowie Weizen- und Roggenbrot hinzu. Mit etwas Zeit im Glas entwickelt sich die Nase weiter: Tropische Früchte wie Ananas, Mango und Kiwi ergänzen das Bild mit ihrer Fruchtsäure. Das Brot entwickelt sich in Richtung gerösteter Brösel und bringt nussige, würzige Nuancen mit ein. Die Klarheit bleibt dabei stets erhalten, unterstützt von einer schönen mineralischen Note.

Für eine vergleichsweise junge Abfüllung wirkt die Nase sehr harmonisch – klar, aber nicht banal.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Der Geschmack spiegelt das Bild der Nase hervorragend wider: Tropische Früchte dominieren zunächst, begleitet von Vanille und Blütenhonig. Das Mundgefühl ist cremig, die Frucht dominiert.

Was ich bei nicht-rauchigen Laddies oft finde – eine leicht buttrig-käsige Note –, ist hier nur sanft angedeutet, fast wie ein Hauch Frischkäse. Aber keine Sorge. Das fügt sich gut ein und stört das Gesamtbild keineswegs. Vielmehr ergänzt es die Frucht und die Vanillesüße.

Eine leichte, würzige Schärfe von weißem Pfeffer sorgt für einen spannenden Kontrast. Ob diese vom jungen Alter oder von den Fässern stammt – schwer zu sagen. Aber sie passt hervorragend ins Gesamtbild.

Abgang
Ein mittellanger Abgang mit pfeffriger Würze, vielleicht auch etwas Ingwer. Dazu kommt eine leichte Bitterkeit vom Holz. Die fruchtigen Töne verblassen langsam.


Fazit
Der Bere Barley 2010 hat mich absolut positiv überrascht. Ein sehr aromatischer, ehrlicher Whisky – besonders in den wärmeren Monaten funktioniert er sicher hervorragend. Keine Experimente, keine überladenen Finishes – einfach ein sauber gemachter Single Malt, der im amerikanischem Eichenfass reifte und durchaus Charakter hat. Bin gespannt wann die nächste Abfüllung herauskommt; die letzte war 2023.

Mittwoch, 16. Juli 2025

Mackmyra 10y

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL.

Die schwedische Brennerei Mackmyra präsentierte 2017 ihre erste Abfüllung mit Altersangabe, die auf 20.000 Flaschen limitiert war. Der Mackmyra 10 Years wurde offiziell am 5. Mai 2017 in Schweden sowie in ausgewählten internationalen Märkten veröffentlicht. Abgefüllt mit 46,1% Vol., ohne Kühlfiltration oder künstliche Färbung, reifte er überwiegend in Ex-Bourbon-Fässern. Für die zusätzliche Reifung kamen amerikanische Eichenfässer zum Einsatz, in denen zuvor mehrere Jahre Oloroso Sherry lagerte. Außerdem sollen einige wenige Fässer aus amerikanischer und schwedischer Virgin Oak verwendet worden sein. Gelagert wurde der Whisky im teils 50 Meter tief gelegenen Bodås-Mine-Warehouse.


Aussehen
Honigwein


Nase
Zu Beginn dominieren Kräuter wie Zitronenmelisse, kombiniert mit Blütenhonig, Malz, Cerealien sowie frischen Noten von Heu und Wiesenschnitt. Dazu kommt eine gewisse Mineralität – fast so, als säße man an einem Kieselstrand. Anfangs wirken die Aromen noch etwas unverbunden.

Mit etwas Zeit im Glas sortiert sich das jedoch spürbar. Die frischen, grünen und malzigen Noten treten zurück. Die Zitronenmelisse wird durch grüne und gelbe Äpfel und Birnen ergänzt. Dazu kommt eine kräftige Bourbon-Vanille. Im Hintergrund macht sich ein weicher, cremig-süßer Duft nach Orangen-Sanddorn-Marmelade bemerkbar, begleitet von einer feinen, würzigen Harznote. Alles zusammen ergibt ein wirklich schönes, fruchtig-blumiges Duftpotpourri.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Am Gaumen zeigt er deutlich mehr Kräuter und Holz, mit einer würzig-bitteren Grundnote. Eine feine Ingwernote bringt leichte Schärfe. Insgesamt wirkt der Geschmack kantiger als die Nase. Statt der zitronigen Frische stehen jetzt herbe, getrocknete Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano im Vordergrund. Die fruchtigen Akzente und die Vanille-Honig-Aromen aus der Nase sind nur noch dezent vorhanden. Überraschend zeigt sich, im Übergang zum Abgang, ein Aroma von Kirschbrand und frischer Pfefferminze. Der Alkohol ist hier deutlicher spürbar als beim Riechen.


Abgang
Neben der Kirsche verabschiedet sich der Malt mit herben, getrockneten Kräutern und einer leicht schokoladigen Eichenholznote. Das Finish ist eher kurz bis mittellang.


Fazit
Die Nase ist großartig und macht richtig Lust aufs Verkosten – rund, harmonisch, fruchtig. Im Geschmack kann der Mackmyra diese Erwartungen nicht ganz erfüllen, da er für meinen Geschmack etwas zu sehr die kräuterbittere Seite betont. Trotzdem ist er süffig und kann problemlos mit vielen Schotten ähnlichen Alters mithalten. Für mich war es spannend, diese zehnjährige Abfüllung einmal probiert zu haben. 

Donnerstag, 10. Juli 2025

Glasgow 1770 – The Original

 

Whiskybase

English Text-Version - please use the translation tools from your browser or apps like DeepL.

Nach Lochlea, wo ich die erste sechsjährige Abfüllung im Glas hatte und Holyrood, die ich im April selbst in Edinburgh erkundet habe und bereits den Ambir verkostete, steht mit der Glasgow Distillery nun eine weitere junge Lowland-Brennerei auf meiner Probierliste.

Dafür habe ich mir vor ein paar Wochen das Sample-Set der Signature-Reihe der 2012 gegründeten und seit 2014 produzierenden Brennerei besorgt. Zur Standard-Range gehören neben dem The Original, der allerersten Abfüllung der Destillerie, auch noch der Peated und der Triple Distilled. Mit dem The Original beginne ich meine Entdeckungsreise.

Wie auch die beiden anderen Abfüllungen ist dieser Whisky ein NAS (No Age Statement), also ohne Altersangabe. Im Netz findet man allerdings Hinweise, dass er etwa vier bis fünf Jahre alt sein soll.

Die Reifung erfolgte überwiegend in 1st Fill Bourbonfässern, gefolgt von einer mehrmonatigen Nachreifung in amerikanischen Virgin Oak Casks. Abgefüllt wurde der Whisky mit 46 %, ohne Kühlfiltration und ohne künstliche Färbung – insgesamt also klassische und erfreulich transparente Rahmendaten. Durch die Fasswahl sollte sich das eigentliche Destillat gut herausschmecken lassen.

Fotocredit: whiskybase.com


Aussehen
Honigwein, Met.


Nase
Seinen Beinamen „Fresh & Fruity“ trägt dieser Malt absolut zu Recht. Vom Start weg überzeugt die Nase mit intensiv fruchtigen Noten: reife, saftige rote Äpfel, Aprikosen und zart duftende Weinbergpfirsiche prägen den ersten Eindruck. Begleitet wird der Obstkorb von cremiger Vanille und warmem Kuchenteig – es erinnert fast an frisch gebackenen Apfelkuchen mit Vanillesauce.

Auch florale Noten sind präsent: Lavendel und eine frisch geschnittene Blumenwiese.

Anfangs dominieren eindeutig die Ex-Bourbon-Fässer das Aromabild, bevor im Hintergrund das Virgin Oak Finish mit einer spürbaren, aber weiterhin harmonischen Eichennote auftritt.

Eine frische Minznote deutet auf die Jugend des Whiskys hin, der Alkohol ist jedoch gut eingebunden. Trotz des sicherlich geringen Alters gefällt mir die Nase überraschend gut.


Geschmack
Im Antritt kräftig, ohne allzu ausgeprägte Süße. Ein Hauch feiner Puderzucker ebnet der deutlichen Vanillenote den Weg. Fruchtseitig passiert im Mund eher weniger – stattdessen zeigt sich eine leicht scharf-würzige Pfeffernote, begleitet von einer immer präsenter werdenden Eichenholzwürze.

Dazu kommen Anklänge von Muskatnuss und frischer Pfefferminze. Mit dem zweiten und dritten Schluck wird das Gesamtbild harmonischer: Die Süße bleibt länger erhalten, und vereinzelt tauchen Fruchtnoten auf, wenn auch eher verhalten. Der Alkohol ist insgesamt gut integriert. Dennoch kann der Original seinen jugendlichen Charakter im Geschmack nicht ganz verbergen.


Abgang
Gegen Ende wird er deutlich herber und bitterer. Das Virgin Oak Finish übernimmt nun endgültig die Oberhand. Der Whisky rinnt angenehm wärmend den Hals hinunter, insgesamt bleibt der Abgang aber eher kurz.


Fazit
Was man sich von der ersten Abfüllung einer jungen Brennerei erwarten kann und darf, erfüllt The Original. Vor allem in der Nase überrascht er mit fein-fruchtigen Bourbonaromen. Im Mund zeigt er sich dagegen eher fassgeprägt und noch etwas kantig – typisch für einen jungen Whisky.

Positiv finde ich, dass Glasgow 1770 mit einer destillatsfreundlichen Fasskombination gestartet ist. Man erkennt den Whisky selbst noch hinter den Fassnoten, und auch wenn er noch jung ist, deutet er einiges an Potenzial für die Zukunft an.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die beiden anderen Samples aus dem Set schlagen werden – der Peated und der Triple Distilled.

Mittwoch, 2. Juli 2025

Knockdhu 2013 10y (MBl)

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL.


Knockdhu stammt aus dem Gälischen und bedeutet „Schwarzer Hügel“. Der Markenname, unter dem die Brennerei ihren Single Malt vertreibt, lautet allerdings anders. AnCnoc ist ebenfalls ein gälisches Wort und heißt schlicht „Der Hügel“.

Der Hintergrund für den Wechsel auf einen anderen Namen liegt in der Entscheidung der Eigentümer, die befürchteten, dass man ihre Whiskys leicht mit denen der ähnlich klingenden Knockando Distillery verwechseln könnte. Aus diesem Grund laufen alle Originalabfüllungen unter der Marke AnCnoc.

Bislang hat man unabhängig abgefüllte Ausgaben dieser Brennerei eher selten in den Regalen gefunden. In den letzten Monaten sind aber doch vereinzelt einige Flaschen unter der Bezeichnung Knockdhu bei verschiedenen unabhängigen Abfüllern aufgetaucht.

Eine davon ist der Knockdhu 2013 aus der The Maltman-Reihe von Meadowside Blending. Dieser Zehnjährige reifte von April 2013 bis Januar 2024 in einem Hogshead, aus dem schließlich 295 Flaschen mit einem Alkoholgehalt von 52,3 % hervorkamen. Wie bei der Maltman-Serie üblich, wurde weder gefärbt noch kühlfiltriert.


Aussehen
Rötliches, dunkles Kupfer.


Nase
Ein intensives Aromenspiel – die Düfte steigen kräftig in die Nase. Der Alkohol kitzelt leicht und bringt eine frische Pfefferminznote mit. Zu Beginn wirkt er malzig und würzig, zusammen mit einer Prise Muskatnuss und Zimt.

Danach zeigen sich geriebene Haselnüsse, leicht dunkel gebackene Shortbreads mit einer nussigen Butternote und Schokolade, die deutlich mehr Kakaoanteil hat als normale Milchschokolade, ungefähr 50 %. Im Hintergrund blitzen Rosinen und getrocknete Feigen hervor. Für sein relativ junges Alter hat der Whisky erstaunlich viel Holzwürze aus dem Eichenfass aufgenommen.

Nach ein paar Minuten Standzeit bekommen die Nüsse Verstärkung durch cremiges Karamell. Die Schokolade, die weiterhin eine Hauptrolle spielt, wird milder und entwickelt sich zu einer cremigen Milchschokolade. In Summe erinnert mich das Ganze dann an ein in Alkohol getauchtes Nussini.

Mit etwas Wasser treten getrocknete rote Früchte und ein Hauch Marillenkompott hervor, während die Schokoladen- und Nuss-Assoziationen etwas in den Hintergrund rücken.

Fotocredit: whiskybase.com


Geschmack
Im Mund überrascht er zunächst mit einem weichen, cremigen Mundgefühl. Der Start ist süß, mit viel weichem Karamell und Nougat. Pflaumenmus und Rumrosinen begleiten die Süße, unterlegt von Milchschokolade.

Danach schlägt der Whisky geschmacklich in eine würzigere Richtung um. Ein bisschen Zimt und weißer Pfeffer leiten den Wechsel ein. Die intensiv gerösteten Nussaromen aus der Nase treten im Mund deutlich in den Hintergrund.

Mit ein paar Tropfen Wasser verwandelt er sich fast in ein kleines Schokoladenkonfekt. Die Süße nimmt eher noch zu, die Milchschokolade bleibt präsent, während die Rosinen etwas frischer wirken – fast wie halbgetrocknet, mit saftigem Fruchtfleisch. Die würzige Schärfe reduziert sich und wird zu einer milderen Note von eingelegtem Ingwer, die die Süße angenehm begleitet.


Abgang
Zum Ende hin wird er seitlich am Gaumen und vorne am Zahnfleisch spürbar trockener. Herbere Aromen setzen ein, insgesamt klingt der Malt mittellang nach. Mit Wasser wird die Trockenheit und leichte Bitterkeit abgeschwächt. Stattdessen bleibt er länger fruchtig und cremig im Mundraum.


Fazit
Dieses Schokoladen-Nuss-Dessert in Whiskyform hat mir wirklich gut gefallen. Der Alkohol, vor allem in der Nase, ist manchmal recht knackig und frisch, aber ein paar Tropfen Wasser machen ihn zu einem sehr süffigen und ansprechenden Abendbegleiter. Insgesamt hat mir der Knockdhu mit etwas Wasser deutlich besser gefallen. Der Ausflug in die Welt der unabhängig abgefüllten AnCnocs hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt.

Mittwoch, 25. Juni 2025

Jack Daniel's Bonded Rye

 

Whiskybase

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL.


Der Jack Daniel’s Single Barrel Rye mit seinen 45 % Vol. gehört für mich ganz klar zu den Top 3 Ryes, die ich bisher verkostet habe. Umso größer war die Freude, als die Brennerei Ende 2023 den neuen Bonded Rye mit 50 % Vol. auf den Markt gebracht hat – und das zu einem wirklich fairen Preis.


Was bedeutet eigentlich „Bonded“?
„Bonded“ ist kein bloßes Marketing-Wort. Dahinter steckt das Bottled-in-Bond Act von 1897, eines der ersten Verbraucherschutzgesetze in den USA. Es sollte damals für mehr Klarheit und Qualität bei der Whiskeyherstellung sorgen. Damit ein Whiskey als „Bonded“ durchgeht, muss er:

  • - aus einer einzigen Brennerei stammen,
  • - innerhalb einer Saison (Januar–Juni oder Juli–Dezember) destilliert worden sein,
  • - mindestens vier Jahre in einem staatlich überwachten Lagerhaus gereift sein,
  • - und mit exakt 50 % Vol. (100 Proof) abgefüllt werden.


Reifung & Herstellung
Wie Chris Fletcher, der Master Distiller von Jack Daniel’s, verraten hat, durfte der Bonded Rye rund sieben Jahre in klassischen amerikanischen Weißeichenfässern reifen. Die Mashbill ist typisch für Jack Daniel’s Rye: 70 % Roggen, 18 % Mais und 12 % gemälzte Gerste.

Auch hier wurde der berühmte Lincoln County Process angewendet – das Markenzeichen von Tennessee Whiskey. Dabei durchläuft das Destillat vor der Fassreifung eine Holzkohlefilterung, genauer gesagt eine Schicht aus Ahornholzkohle, die mit 70-prozentigem Jack Daniel’s Whisky getränkt wurde.

Beim Rye allerdings hat man festgestellt: Weniger ist mehr. Statt wie beim regulären Tennessee Whiskey durch 10 Fuß Holzkohle zu laufen, passiert das Destillat hier nur eine 3 Fuß dicke Schicht.

Fotocredit: whiskybase.com


Aussehen
Schöner Kupferton mit leicht rötlichem Einschlag


Nase
Süße Kirschmarmelade trifft auf Schalenstücke von Grapefruit. Dazu gesellen sich klassische, würzige Rye-Aromen – geröstetes, dunkles Roggenbrot und frischer Eukalyptus. Die sonst oft dominante Pfefferminznote hält sich dezent im Hintergrund und bildet eine angenehme Basis. Bourbon-Vanille und frisches Karamell verleihen der Nase einen süßlich-cremigen Touch, der für Jack Daniel’s typisch ist. Eine feine, aromatische Holznote rundet das Profil ab. Die 50 % Vol. machen sich anfangs durch eine gewisse alkoholische Schärfe bemerkbar, die jedoch rasch verfliegt. Zurück bleiben die fein abgestimmten Aromen, die mich stark an die 45%ige Single Barrel Variante erinnern – hier allerdings mit deutlich mehr Wucht.


Geschmack
Im Mund legt der Bonded Rye richtig los – kräftig und mit vollem Mundgefühl. Er belegt den gesamten Gaumen mit intensiven Zimt- und Muskatnoten, begleitet von einer angenehm würzigen, auf der Zunge prickelnden Pfeffernote. Ob diese Schärfe eher vom Alkohol oder der Eichenwürze stammt, lässt sich schwer sagen. Zu den orientalischen Gewürzen gesellt sich der Geschmack von Kirschbonbons mit einem deutlichen Anteil Pfefferminze. Dominant ist aber vor allem der Holzeinfluss, der besonders im Abgang nochmal ordentlich nachlegt. An Zungenspitze, Gaumen und Wangeninnenseiten zeigt sich eine adstringierende Trockenheit.


Abgang
Die herb-bitteren Tannine des Eichenholzes prägen das Finish. Hinzu kommen nochmals kirschige Noten mit Pfefferminze sowie ein Hauch Karamell. Das Finale ist lang anhaltend und intensiv.


Fazit
Schon ein paar Tropfen Wasser wirken wahre Wunder! Der Alkoholeinfluss in der Nase sowie die intensive Würze und Schärfe im Geschmack werden spürbar abgemildert. Der Rye öffnet sich merklich: Vanille, Karamell und Kirschmarmelade treten stärker hervor. Das Beste daran: Seine Kraft und Vollmundigkeit bleiben trotz Wasserzugabe erhalten.

Ohne Wasser wirkt er auf mich fast ein wenig unausgewogen und ruppig. Mit Wasser ist er hingegen eine absolut gelungene, höherprozentige Alternative zu meinem geliebten Single Barrel Rye.

Montag, 23. Juni 2025

Jamaica Navy Strength 5 Jahre, 57% (CDI)

 

Rum-X-Eintrag

English Text-Version - please us the translation option of the internet browser or Apps like DeepL.


Aussehen
Dunkles Strohgelb.


Nase
Kaum die Nase ans Glas gehalten, steigt einem sofort eine intensiver Duft reifer Bananen entgegen – die Sorte, die fast schon nach Kuchen ruft, mit einigen überreifen Exemplaren darunter, deren Schale sich schon dunkelbraun verfärbt hat. Dazu gesellen sich frische Zitrusnoten, vor allem Zitrone und eine feine Vanille, die das Ganze schön abrundet. Besonders spannend finde ich diese frische Mentholnote – sie erinnert mich stark an die zwölfjährige Jamaica-Abfüllung von Mezan, und das im besten Sinne.

Es bleibt aber nicht nur bei süßen Früchten: Da sind auch stark angegrillte Ananasscheiben, die für eine leicht rauchige Röstnote sorgen. Ein paar geräucherte Kräuter und eine dezente Schärfe von buntem Pfeffer bringen eine würzige Tiefe mit rein. Der typische Jamaica-Funk und die Ester sind klar da, aber angenehm dosiert – nicht so wild und überschwänglich wie bei den Hochester-Kalibern. Das macht die Nase insgesamt sehr harmonisch und rund. Und obwohl wir hier bei satten 57% Vol. liegen, drängt sich der Alkohol überhaupt nicht unangenehm in den Vordergrund. Im Gegenteil – er trägt die Aromen, ohne sie zu überlagern.

Mit ein paar Tropfen Wasser verändert sich das Bild: Die Vanille tritt zunächst stärker hervor, wird dann aber bald von einer intensiveren Esterwelle abgelöst. Die Röstaromen und die Würze rücken dabei etwas in den Hintergrund. Für meinen Geschmack bleibt die unverdünnte Variante in der Nase aber ausdrucksstärker und spannender.


Geschmack
Am Gaumen gibt der Rum dann sofort Vollgas. Der Alkohol meldet sich mit ordentlich Power und bringt eine hitzige Schärfe mit – eine Mischung aus Pfeffer und ein paar feinen Chiliflöckchen. Das Ganze wird begleitet von einer kräuterigen Würze, die dem ersten Eindruck Tiefe verleiht. Doch keine Sorge, schon kurz darauf öffnet sich der Rum und zeigt seine süße, fruchtige Seite: Eine Welle aus Honig, tropischem Obst und funky Estern rollt über die Zunge. Vanillesauce, Ananaskompott, zerdrückte Bananen – alles da, begleitet von einem Hauch frischer Minzblätter, der dem Ganzen einen angenehmen Frischekick verpasst.

Irgendwie scheint sich hier ein kleiner Tipp-Fehler am Label eingeschlichen zu haben :-)

Die anfängliche Hitze verfliegt schnell und macht Platz für ein vollmundiges, kräftiges Aromenspiel, das lange präsent bleibt. Mit ein wenig Wasser wird der Alkohol deutlich gezähmt, was den süßen und fruchtigen Noten mehr Raum gibt. Im Gegensatz zur Nase, wo ich ihn pur bevorzuge, finde ich im Geschmack die verdünnte Variante tatsächlich reizvoller – da kommen Vanille, Honig und Frucht einfach noch klarer und länger zur Geltung.


Abgang
Der Abgang bleibt dem Stil treu: Die Ester bleiben präsent, jetzt begleitet von einer leicht herben Note von Eichenholz. Vanille und Banane verabschieden sich nur langsam und sorgen für einen angenehm langen Nachhall.


Fazit
Wer auf der Suche nach einem Jamaica-Rum mit mittlerem Esterprofil ist, dürfte hier ziemlich glücklich werden. Der „Jamaica Navy Strength“ von CDI bietet ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und zeigt eindrucksvoll, wie viel Charakter ein fünfjähriger Rum haben kann. Mir macht er richtig Spaß – er ist ein weiterer Schritt auf meiner Reise durch die wunderbare Welt des Jamaica Rums mit all seinem Funk. Und das Beste: Er ist trotz seiner Stärke erstaunlich süffig und einfach lecker.

Donnerstag, 19. Juni 2025

6 Spey Malts im Glas - Online Tasting

 

English Text-Version please us the translation option of your internet browser or use apps like DeepL.


Am 11. Juni abends fand die 7. Ausgabe der Youtube Online Tasting Reihe "Simple Sample meets The Spirits Alchemist" statt. Steffen und Oli von Simple Sample führten gemeinsam mit Sebastian Büssing, Gründer von The Spirits Alchemist, durch den Abend. Inhalt des Tastings waren sechs ausgesuchte Abfüllungen der Speyside Distillery. Die Brennerei vertreibt ihre Single Malts unter der Marke Spey. Seit Anfang Mai diesen Jahres ist die bisherige Brennerei zu einer Ghost Distillery geworden. Glasgow Whisky, aktueller Eigentümer der Brennerei, legte die Anlage still und hat bereits mit dem Umbau und Modernisierung der Brennerei begonnen. Der Schwerpunkt liegt bei diesem Projekt vor allem auf eine umweltfreundliche und energiesparende Produktion. 


Für mich war dies eine hervorragende Gelegenheit mich mit den Malts dieser vormals kleinen urigen Brennerei erstmals so richtig auseinander zu setzen. Folgende Single Malts waren im Line-up:

1. Spey 10y

2. Spey Tenné

3. Spey Trutina

4. Beinn Dubh The Black

5. Spey Trutina Cask Strength Batch 4

6. Spey Fumare Cask Strength Batch 4



01. Spey 10y, 46%

Whiskybase

Der einzige Malt in diesem Tasting mit Altersangabe lag seine gesamte Reifezeit in Ex-Bourbonfässern. Nur 3.000 Flaschen kamen bei dieser limitierten Abfüllung im Herbst 2022 auf den Markt. Es kam keine Kühlfiltration noch künstlicher Farbstoff zum Einsatz. 


Farbe
Strohgelb.


Nase
Leichte alkoholische Spitzen, prickelnd und frisch – erinnert an Schaumwein mit Birne, Apfel und einem Hauch Zitrus. Mineralisch und knackig, wie ein trockener Grüner Veltliner. Ein klassischer Speysider mit Bourbonfass-Reifung: grüne, grasige Noten, frische Kräuter, insgesamt aber fruchtbetont und recht ausgewogen. Der Alkohol bleibt auch mit mehr Luft und Zeit im Glas spürbar, ohne jedoch zu stören.


Geschmack
Kräftiger Auftakt, der sich in zwei Richtungen entfaltet: auf der einen Seite eine feine, puderzuckrige Süße, auf der anderen eine prägnante Würze, die an geriebenen Ingwer und Chiliflocken erinnert. Die Frucht aus der Nase tritt in den Hintergrund – eher die herben Schalen als das Fruchtfleisch sind präsent. Die Kräuter wirken nun getrocknet. Ein Schuss Wasser rundet den Geschmack ab und reduziert den Einfluss vom Alkohol, bringt die Süße stärker hervor und lässt die Birne wieder deutlicher hervortreten.


Abgang
Im Finish übernehmen herbe, bittere Noten die Kontrolle. Die Eichenfass-Einflüsse dominieren – als würde man auf Birnenschale und Kerngehäuse kauen.


Fazit
Ein klassischer Sommerwhisky aus der Speyside – hellfruchtig mit zarter Mineralität. Die zehn Jahre Reifung wirken nicht ganz überzeugend, er erscheint vor allem im Geschmack jünger. Bei einem Preis von über € 70,- ist das Gebotene leider etwas dünn.



02. Spey Tenné, 46%

Whiskybase

Diese NAS-Abfüllung lag für seine Basisreifung mindestens acht Jahre in Ex-Bourbonfässern und erhielt danach ein sechs Monate langes Finish in Tawny Port Fässern. Insgesamt wurden 18.000 Flaschen davon mit 46% ohne Kältefiltration und Farbstoff abgefüllt.


Farbe
Dunkles Kupfer.


Nase
Alkohol ist sehr gut eingebunden. Cremige Süße mit fruchtiger Opulenz: Erdbeerkonfitüre mit Fruchtstücken, dazu Heidel- und Himbeeren. Ergänzt durch Milchschokolade, geröstete Haselnüsse, Vanillecreme und Nougat. Eine sehr einladende, süße und vielschichtige Nase.


Geschmack
Vollmundig, cremig, sehr süß. Die Früchte wirken nun dunkler – neben Erdbeeren auch intensiv eingekochtes Pflaumenmus. Die Schokolade ist dunkler, der Kakaoanteil höher, die Nüsse stärker geröstet. Rosinen und Toffee runden das Bild ab. Der Holzeinfluss vom Fass ist spürbar – Bitterstoffe setzen einen guten Kontrapunkt zur Süße.


Abgang
Mittellang bis lang. Pflaumenmus, Rosinen, etwas Holz und feine Tabaknoten prägen das Finale.


Fazit
Eine gelungene Tawny-Port-Abfüllung, die mit 46% Vol. wunderbar harmoniert. Die intensive Erdbeer-Note in der Nase ist dabei die Überraschung. Geschmacklich dunkler und fassbetonter, aber durchaus stimmig. Für etwa € 40,- eine klare Preis-Leistungs-Empfehlung für Freunde intensiver Port-Finishes.



03. Spey Trutiná, 46%

Whiskybase

Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "die Balance". Der NAS Whisky reifte unbestimmte Zeit in Ex-Bourbonfässern und wurde ohne Kühlfiltration und künstlichem Farbstoff in 18.000 Flaschen abgefüllt.


Aussehen
Helles Goldgelb.


Nase
Sehr weich und cremig mit floralen, beinahe parfümierten Noten. Vanillesauce trifft auf exotische Früchte wie Mango und Litschi. Dazu grüne Äpfel, gelbe Birnen und im Hintergrund sommerliche Wiesenblumen. Der Alkohol ist sanft integriert. Für einen NAS-Whisky wirkt die Nase bemerkenswert stimmig – angenehmer als beim 10-Jährigen.


Geschmack
Kräftiger Einstieg, der in ein weiches, volles Mundgefühl übergeht. Honigsüße, intensive Vanille und tropische Früchte (Ananas, Mango, Passionsfrucht) dominieren. Ein feines Spiel aus Süße, Säure und Frucht. Weißer Pfeffer sorgt für einen würzigen Ausklang.


Abgang
Zart, eher kurz, aber geschmacklich voll. Weiße Schokolade mit Zitronenzeste, dezente Würze.


Fazit
Im direkten Vergleich zur 10-jährigen Variante deutlich überzeugender. Trotz fehlender Altersangabe zeigt sich hier eine intensive, harmonische Bourbonfass-Reifung mit tollem Fruchtprofil. Für ca. € 35,- eine hervorragende Wahl – ein echter Geheimtipp für Liebhaber von puren Ex-Bourbon-Reifungen in Trinkstärke.



04. Beinn Dubh The Black, 43%

Whiskybase

Das Kuriosum des Abends. Beinn Dubh kommt aus dem Gälischen und bedeutet Schwarzer Berg. Präsentiert wurde dieses fast schwarze Destillat 2015 im Rahmen Europas größten Harley Davidson Ralley. Der Whisky lag seine nicht näher bekannte Reifezeit in Portfässern die extra stark getoastet wurden. Trotz dieser Behandlung wird der Malts nachträglich gefärbt und wahrscheinlich auch kühlgefiltert. 


Aussehen
Dunkles Nussbraun – fast wie Cola. Starker Einsatz von Zuckerkulör.


Nase
Massive Rosinennote, dazu Minze, Pflaumenmus, getrocknete Tabakblätter und balsamische Noten. Schwer, fast sirupartig. Mit mehr Zeit zeigen sich säuerlich-fruchtige Beerennoten und leicht verbranntes Karamell. Alkohol ist kaum wahrnehmbar.


Geschmack
Anfangs etwas dünn, dann weiches sanftes Mundgefühl. Weniger süß als erwartet. Tabak, Rosinen, Melasse und erneut das bittere Karamell prägen das Bild. Würzig mit einer Prise schwarzem Pfeffer. Die Frucht ist fast verschwunden, bittere Noten dominieren.


Abgang
Kurz. Röstaromen, dunkle Schokolade und bitteres Karamell – nicht viel mehr.


Fazit
Ein intensiver, eigenwilliger Whisky mit sehr speziellem Charakter. Die Nase ist spannend, aber der Geschmack enttäuscht: zu bitter, zu unausgewogen. Der Portwein-Einfluss ist kaum präsent. Die Whisky-Typizität fehlt fast völlig. Könnte auch ein gespriteter Portwein sein.



05. Spey Trutina Cask Strength Batch #4, 59,4%

Whiskybase

Aussehen
Helles Goldgelb.


Nase
Zunächst sticht der Alkohol spürbar in der Nase. Dann erscheinen Getreide- und Müsliaromen, junger Weißwein mit prickelnder Säure, Hefe – fast wie Sake. Hellfruchtige Noten: Ringlotten, grüner Apfel, Kriecherl. Mit mehr Zeit zieht sich der Alkohol angenehm zurück und gibt die Bühne frei für ein interessantes Aromenspiel.


Geschmack
Trotz der Stärke sehr gut eingebundener Alkohol. Seidiges, cremiges Mundgefühl. Startet mit Honigsüße, danach folgen helle Früchte und Vanillecreme. Sehr klare Bourbonfass-Aromen. Zum Ende hin leichte Bitterstoffe vom Holz.


Abgang
Nicht übermäßig lang, aber sehr aromatisch. Honig, Apfel, Birne und ein Hauch Pfeffer begleiten den angenehmen Ausklang.


Fazit
Wie schon die 46%-Variante sehr überzeugend – aber hier nochmals mit mehr Tiefe und Präsenz. Klassische Bourbonfass-Reifung, schön umgesetzt. Für ca. € 60,- bis € 65,- ein klarer Tipp – Preis-Leistung top.



06. Spey Fumare Cask Strength Batch #4, 58%

Whiskybase

Die Brennerei produzierte 2 Wochen im Jahr mit 20 ppm getorfter Gerste rauchigen New Make. Das Ergebnis war mit dem Fumare die einzige rauchige Abfüllung der Brennerei. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet sinngebend "Rauch". Der NAS-Whisky reifte ausschließlich in Ex-Bourbonfässern. Für das Batch 4 dieser Einzelfass-Reihe wurden 1.500 Flaschen ohne Färbung und Kühlfiltration herausgebracht.


Aussehen
Reifer Weißwein, fast schon in Richtung Süßwein.


Nase
Feiner Rauch von Stein- und Holzkohle, leicht medizinisch-phenolisch. Dahinter Zitronen, gegrillte Ananas, Honigmelone. Getrocknete Kräuter sorgen für Würze. Alkohol gut eingebunden. Erinnerungen an klassische Islay-Raucher mit Bourbonfassreifung.


Geschmack
Kräftig, aber ausgewogen. Rauchig, torfig, aschig – aber auch süß mit Honig, Vanille und Zitrone. Die gegrillten Früchte und Kräuter kommen gut zur Geltung. Der Rauch verliert mit der Zeit an Dominanz, die Frucht tritt dadurch stärker hervor.


Abgang
Der Rauch bleibt präsent, begleitet von Ananas und aschigen Kräutern. Langanhaltend und würzig.


Fazit
Eine sehr gelungene Variante eines rauchigen Speysiders mit schöner Balance zwischen Frucht, Süße und Rauch. Für € 60,- bis € 65,- ist sie eine echte Alternative zu fassstarken Islay-Vertretern.


Die drei Jungs hatten immer wieder während des Tastings ihren Spaß.


Gesamtfazit des Abends

Die Chemie zwischen den drei Jungs stimmt perfekt – lockere Sprüche und spontane Gags sorgen für eine angenehm entspannte Atmosphäre. Man hat ausreichend Zeit die Malts ausgiebig zu verkosten. Die Auswahl der Abfüllungen war absolut passend - auch der Beinn Dubh (wo ich das Glas nicht leeren konnte :-)) war eine interessante Erfahrung. Einzig - wenn verfügbar gewesen - wäre die Cask Strength Version vom Tenné noch spannend gewesen. Insgesamt ein kurzweiliger, sympathisch moderierter Abend, der Lust auf mehr solcher Veranstaltungen macht.

Was die Single Malts der nun alten Speyside Distillery angehen, waren der Tenné und der Trutina (sowohl in Trinkstärke als auch in Fassstärke) die positive Überraschung des Abends. Ich finde die Whiskys haben ein tolles Preis/Leistungsverhältnis und bieten in ihren Fassreifungssegmenten gute bis sehr gute Qualität.

© Hogshead - der Whisky Blog
Template by Maira Gall